Ja, also das hat geklappt. Über die Möglichkeiten der Robben, sich bequem auf Steinen zu plazieren, habe ich mich ja schon mal ausgelassen. Es gibt auch Bärenvariationen: So eine Hängematte wird vom Projekt als Bären-Beschäftigungs-Therapeutikum vermarktet - ich denke, DIESER Bär hängt einfach nur ab!
Man beachte die elegante Art, wie dieser Bär seinen Kopf auf seiner Pfote gebetet hat! Als Bär würde ich zuerst mal meinen Pelz ausziehen, denn hier herrschen mal wieder unglaubliche Temperaturen und Schwüüüüüüüüüüüüüüle! Ich sitze hier um 12 Uhr nachts mit Fan über dme Kopf und schwitze vor mich hin, Atmen ist direkt anstrengend!
Trotz hoher Luftfeuchtigkeit und dem Gefühl, nur so durch die Gegend zu schleichen gegen eine Wattewand, die einen wärmend umfängt, war ich heute aktiv, allerdings, damit ich nicht kneifen kann, habe ich gestern alles organisiert, also zuerst einen Mekong-River-Tripp mit Buddhahöhlen-Besichtigung - hier habe ich einen kleinen für Euch ausgesucht zum Anschauen - einen von fast 4500 in allen möglichen Größen, Materialien und Alterssstufen
Der Mekong ist ein langer, langsam-majästetisch dahinfließender, milchig-brauner Fluss, der kaum Kühlung bringt (außer, man springt hinein)
Das war mir vom Boot aus nicht möglich, so dass ich am Nachmittag noch einmal einen Bus bestiegen habe und gen nächstem Wasserfall gefahren bin - ein Traum (leider begrenzt auf 2 Stunden, da dann der letzte Bus wegfuhr) Insgesamt fällt der Kuang Si über 6 Stufen zu Tale und auf jeder Stufe bildet er wunderbar erfrischende Schwimm- und Planschbecken inmitten einer wilden Urwaldlandschaft. Als ich mich in den ersten Tümpfel gestürzt habe und - nachdem mein Kopf abgedampft ist - wieder auftauchte, fand ich mich Angesicht zu Angesicht mit einer blau-schwarz gefleckten Libelle wider, die mich interessiert anblickte und so schauten wir uns unverwandt bestimmt 5 Minuten an - ein Wunder. Der Busfahrer glaubt auch an Wunder, deshalb hat er ein geweihtes oder sonstwie eingesegnetes GLücksmodell in seinem Auto befestigt. Er scheint auf den Geld-Gott zu hoffen - ziemlich prosaisch
Am Abend habe ich mir ein Moto geliehen, da ich Morgen frühl gleich in die Berge möchte um mehr von der außergewöhnlichen Kaarstlandschaft hier um Luang Prabang in Laos mitzubekommen. Sogleich habe ich meine Chance genutzt und bin von meinem Hotel noch eine Runde durch die Stadt gefahren, nur um in einem Flußrestaurant (am Nok Oum, einem Seitenfluss des Mekong, die beide LP umschlingen) zu landen. Hier also mein heutiges Abendessen:
So etwas nennt sich hier Barbecue, ist aber eher eine Art Fondue mit viel frischem Gemüse, scharfer Chilisoße und verschiedenen Arten von Fleisch - ziemlich lecker.
Bevor ich Schlafen gehe, hier noch ein Bild aus meiner kambodschanischen Vergangenheit (Sen Monorom - mal ohne Regen, aber nur kurzfristig, wo ich vor gut 2 Wochen mich noch rumgetrieben habe) Ich sitzte da oben drauf!
Wie man Elephanten jemals für den Kriegsdienst oder für die Jagd einsetzten konnte, ist mir ein Rätsel, da diese großen Tiere, zumal da Vegetarier, ständig essen müssen. Also eine relativ kurze Strecke dauert ziemlich lange, und alle Grünpflanzen am Wegesrand unterwegs sehen danach ziemlich gerupft aus. Jedenfalls ein einfach einmalig tolles Erlebnis, so einen Vormittag auf einem Elephantenrücken zu verbringen (Die Elephantendame Ny-us gehört einem Menschen aus einem ansässigen Tribe, und immer, wenn die mal wieder Geld brauchen, rufen sie ihren Organisator im Dorf äh Stadt an, ob da irgendwelche Elephantenritthungrigen Touristen im Ort rumlaufen und falls ja, dann werden entsprechende Elephanten dem Dschungel, denn da grasen sie so vor sich hin, kurzfristig entrissen. Jedenfalls scheint mein Elephant dieser Unterbrechung (Freizeit = Fressen, Arbeit = durch den Dschungel laufen mit Touristen auf dem Rücken) nicht so richtig mitbekommen zu haben. Nach 90 Minuten-Ritt hatte sie eh wieder ein Tankpause von 2 Stunden nötig, was auch ganz gut war, den während dieser zwei Stunden hat es in Strömen geregnet. Danach noch mal zwei Stunden zurück zum Dorf - hätte ewig so weitergehen können (obwohl, mal ehrlich: bequem ist so ein Elephantenkörbchen nicht - ich sah aber schließlich auch kolonial-exotisch aus, denn auf den letzten Kilometern klammerte ich mich an meinen rot-weiß-geblümten Regenschirm)
Um die Laoten angemessen zu beschreiben, möchte ich mich eines französischen Ausspruchs bedienen: Die Vietnamesen pflanzen den Reis, die Khmer schauen zu, wie er wächst, und die Laoten lauschen auf die Wachstumsschübe. So etwa ist hier die Stimmung - relaxt ist kaum eine angemessene Beschreibung für das allgemeine Abgehänge hier um mich herum.
Irgendwelche Zielvorstellungen sollte man hier ganz schnell vergessen, da das nur zu Stress führt. Übrigens habe ich in den letzten Wochen vermehrt an Teo denken müssen, der mir per Skype triumphierend
mitteilte, dass sie (die FAmilie STroni) "dieses Kaff bald verlassen werden" (gemeint ist natürlich Wissen). Tja, ich glaube, Teo würde sich in keiner der laotischen Städte wohl fühlen. Hier eine Abendszene (19:30 Uhr) in Pakse, einer der größten Städte von Laos - meine Motivwahl fiel auf die Hauptverkehrsader
Vielleicht doch mal eine Kostprobe Regenzeit in Laos:
1) städtische Reminiszenz
2) Wasserwirtschaft (ersteres stürzt sich 120 Meter in die Tiefe in Form des Tad Fane)
und fließt dann ab ins Tal: 3) Straßenlage: nach 15 Kilometern habe ich klein beigegeben und bin umgekehrt (alles reinster Ton, also superrutschig)
4) Bauern versuchen ihren Reis zu setzen zu warten, zu ernten
5)Das Marktgeschehen wird gefördert durch unfreiwillige Kunden, die eigentlich nur im Trocknen stehen möchten 6) Das touristische Fahrgastgeschehen ist eingeschränkt - darauf ein Bier Lao:
während die zur Götterbeschwörung erzogene Jugend anderen Unterhaltungsmöglichkeiten nachgeht
Zum Schluss noch eine Reiseimpression, um Euer Vorstellungsmöglichkeiten über meine Transportfreiheiten zu erhöhen:
Hier setze ich mit meinem Moped zum anderen Mekongufer hinüber. Die Mitreisenden durften derweil (während ich fotografiert habe) Wasser schöpfen
So dah der Gegenverkehr aus:
Eure Cathrin
Hallo Cathrin,
AntwortenLöschenendlich wieder ein Lebenszeichen von dir.
Das klingt ja alles sehr spannend, auch wenn mir diese tropische Hitze wahrscheinlich nicht gefallen würde.
Heute hatten wir ein ziemlich starkes Gewitter mit Platzregen, aber deine Sachen in der Garage blieben trocken.
Liebe Grüße
Karin
HI Cathrin,
AntwortenLöschenschön, dass deine Garagensachen trocken sind...bei mir hat`s diesmal durch die Eingangstür geregnet...Es ist unglaublich, ich habe mein privates Hochwasser...und das im ersten Stock!!!
Sag nicht, Teo skyped, um dir das mitzuteilen!
Bin gerade aus Siegburg zurück, wo ich im Mensin DoyDoy essen war- superleckere orientalische Küche. Phantastisch, nur kann ich jetzt nicht schlafen, weil mir mein Lammspieß im Magen liegt. Ich versteh auch nicht, wie du dieses asiatische Essen futtern kannst. Beim Anblick deines Essensfotos ensteht folgende Reihe in meinem Kopf: Garküche-Plastiktöpfe-scharf-Gewürze = WO IST DAS NÄCHSTE KLO`? Wenn man bedenkt, dass ich früher nie Probleme mit Essen hatte, ist das seit Lipari echt bedauerlich.
Die Fotos sind interessant, gefallen mir bessr als Vietnam muss ich sagen. Irgendwie hab ich länger geguckt. Und bist Du sicher, dass die Kragenbären vor Wilderern geschützt werden? Ist da nicht das Problem mit der Gallenblase oder waren das Malaienbären?
Lg Nico
Liebe Cathrin,
AntwortenLöschentja, mit dem Teo und dem Wohlfühlen ist das halt so eine Sache... wird sich hoffentlich wieder ändern im Norden. Wir sind von der ersten "Haus-Such-Urlaubsfahrt" wieder zurück und sind eigentlich auch schon fündig geworden. Bleibt nur noch zu hoffen, dass wir uns auch mit den jetzigen Eigentümern und der Bank einig werden. Das Ganze zieht sich aber noch etwas... Da hast du gerade eine extrem ruhigere Zeit. Werd dir gleich mal einen etwas ausführlicheren Brief schreiben.
Liebe Grüße
Karo
Leider habe ich schon wieder mein Kennwort fuer mein Blogspot-Account vergessern und kann daher nichts schreiben auf die Schnelle / nur so viel - Hanoi ist Bombe! Im Restaurant nebenan habe ich eben eine traumhaft saftig-knusprige Ente mit Chillisojasauce und Wasserkresse in Knoblauch genossen, waehrend meine Tischnachbarn Porridge (!) zusammen mit einem Knatschroten Coctail gegessen haben / Brrr. Habe mir heue beim Schneider was Besonderes geleistet, hoffentlich traue ich mich auch, das in Deutschland anzuziehen. Allen Lehrern wuensche ich schon mal vorsorglich die erholsamsten Ferien unter Sonnenschein. Eure Cathrin P.S. Die Kragenbaeren im Rescue-Centre sind lt. Biographie alle den Wilderern weggeschnappt oder Tierquaelerhaushalten weggenommen worden - allerdings wird auch auf das Gallenblasenproblem aufmerksam gemacht auf grossen Schautafeln. Cathrin
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