Montag, 3. Juni 2013

Wer nach Dalat will, der muss immer den Berg hoch, nämlich auf 1500 Meter. Die Belohnung: Kühle Luft zum Atmen und guten Schlaf ohne Aircondition und Fan, sondern mit geöffnetem Fenster. Allerdings: Man braucht auch wieder eine Zudecke, damit es einem nicht zu kalt wird in der Nacht. Von meiner Motorradfahrt hotelwärts fahrend in der Abenddämmerung ließ mich das erste Mal seit Monaten wieder frieren - ja, mir wurde klar, was ich zz. in Deutschland verpasse! Dalat wurde von den Franzosen als Bergkurort vor 150 Jahren gegründet, in den die Besatzer in den heißen und feuchtgeschwängerten Sommermonaten Saigons flüchteten. Auch dem letzten vietnamesischen Kaiser Bao Dai hat es hier gut gefallen und er ließ hier seinen Sommerpalast I und II bauen und außerdem noch seine Jagdhütte, da die umgebenden Wälder einstmals voll von Elefanten und Tigern waren. Aber das ist Vergangenheit! Noch soll es ca. 100 Elefanten in Vietnam geben, aber fast alle leben - wie ich finde - ziemlich elendlig in Gefangenschaft, dazu verdammt, Touristen eine kurze Straße hinauf und hinab zu schaukeln, gequält von der Eisenkonstruktion auf ihrem Rücken, der die Gastreiter vor dem Herunterfallen schützen soll. Tieren geht es hier in Vietnam überhaupt ziemlich schlecht. Natürlich werden sie gegessen (Vietnamesen essen einfach alles, und das gerne), aber vorher lässt man die armen Viecher i.d.R. recht qualvoll verenden - beispielhaft sehe ich dies häufig bei den Fischen auf den Märkten, auf denen die Fische - gerade noch so lebendig oder gerade eben gestorben - in Bottichen nahe an den Luftschläuchen um Sauerstoff ringen. Oder bei dem Federvieh, das wahlweise in Kleinstkäfigen dichtestens gedrängt, gepeinigt von der Enge und gegenseitige Verletzungen dem Tod entgegenblickt oder auf Bambusstangen an den Beinen aufgereiht die Tortur einer Motorradfahrt zum nächsten Verkaufsstand erleiden muss. Auch den Schweinen bleibt der Individualtransport auf einem Moped nicht erspart in extra gefertigten Käfigen, die hinter dem Fahrer oder vor der Lenkstange befestigt sind, so dass das arme Tier quer zur Fahrtrichtigung inmitten lautestem Gehupe zu seiner Hinrichtung fährt. Kleine Entlein - als Leckerbissen für kleine Pfannkuchen gehandelt - sterben qualvoll zuhauf vor ihrem Verkauf, eingepfercht mit Duzenden ihrer Artgenossen, ohne Schatten, ohne Wasser - nur wenige Tage alt. Die Hunde, bisweilen als Freunde des Menschen erkannt, reagieren alle ängstlich auf Zweibeiner und gegenüber hupenden Fortbewegungsmitteln. Die Tiger sind ausgerottet, dank medizinischer Indikation (Tigerknochen, -pelze und -Penise sind zur Heilung fast aller Unbilden geeignet, so sagt man hier und weiter nördlich in China, wo Unsummen gezahlt werden) und Jagdfieber. Fragt sich auch, wo solch wilde Tiere noch leben sollten. Bis zur Höhe auf Pleiku ist der gesamt Urwald, bis Mitte der 70er Jahre noch dicht gewachsen im gesamten Westen Vietnams, bis zur kambodschansischen Grenze abgeholzt. Stattdessen dehnen sich endlose Kaffeeplantagen dort nun über das hügelige Bergland, unterbrochen von Talkesseln und höher Ebenen (auf ca. 700 Höhenmetern). Auch Tee, Ananas, Pfeffer wird in großen Mengen angebaut, wo nicht die Menschen siedeln. Die Bevölkerung Vietnams explodiert auf die 100 Millionen-Grenze hin und die Regierung fördert - neben der Zweikinderfamilie (Hat man mehr Kinder, dann wird man aus dem Staatsdienst entlassen) - Ansiedlungen im westlichen Grenzgebiet - übrigens entlang des ehemals heiß umkämpften HoChiMin-Pfades. Viel Geld wird investiert in neue Straßen, überschwemmungssichere Brücken (aus Beton und nicht mehr aus Holz und Bambus), Infrastruktur (Hospitäler, Schulen). Was die Amerikaner mit all ihren Entlaubungsmitteln nicht geschafft haben, die nordvietnamesische REgierung hat es geschafft: Kein dichtes Blätterdach schützt mehr den Boden, stattdessen ordentlich aufbereitete und gestutzte Pfalnzenreihen soweit das Auge reicht. Im wilden Westen Vietnams herrscht zwar mehr wirtschaftliche und Bewegungs-Freiheit, aber ansonsten Ordnung!
In den letzten 3 Wochen habe ich einige Orte des amerikanischen Krieges besucht (so nennt man hier den Vietnam-KRieg - an die amerikanische Botschaft erinnert nur noch eine Plakette, die lakonisch die Standortsicherung ohne jeden weiteren Kommentar vornimmt). Überrascht war ich, dass die meisten der Orte, die ich noch aus den Nachrichtensendungen der Endsechziger und beginnenden 70er Jahre kenne, so nah an Saigon sind - die Amerikaner kämpften zusammen mit den südvietnamesischen Truppen beständig auch in Südvietnam - nur die Stadtbevölkerung im Gegensatz zur Landbevölkerung war gegen die NOrdvietnamesen eingestellt - niemals kannten die Schutztruppen ihren Feind getreu dem mao´schen Befund von den Fischen im Wasser.... Von Ho Chi Min City habe ich einen Tagesausflug gebucht zu den ChuChi-Tunneln, also den Unterständen der VietCong, von denen sie gegen Saigon vorgingen. Kaum vorstellbar in diesem heutigen Paradies der Fruchtbarkeit (3 Reisernten jährlich - hier wächst einfach alles, man muss nur einen Samen auf die ERde werfen), dass die VietCong damals entschäfte amerikanische Minen als Altmetall in Saigon verkaufen mussten, um sich Gemüse KAUFEN zu können. Die normale Tagesration in den Unterständen, in denen neben den VietCong auch die Dorfbevölkerung genötigt war Schutz zu suchen vor dem Bomben und Chemikalienabwurd der Amerikaner, bestand aus TApioka (man steckt einen Tapiokastab in die Erde und bald kann man die Wurzelknollen ernten) und Tee. Von Dalat bis nach HoiAn bin ich wieder mit dem Motorrad gefahren (worden) auf den Spuren des ehemaligen HoChiMinPfades - hier findet man noch Spuren von US-amerikanischen Airbasen (diejenige nach der Stadt KonTum gelegen soll als internationaler Flughafen wieder zum Leben erweckt werden), aber insgesamt nicht viel mehr, aber die Namen klingen noch im Ohr: Pleiku, AirBase Phoenix, Hamburg Hill, Charliehill, und zahlreiche Märtyrerdenkmäler, die die Getöteten VietCong oder Nordvietnamesische Soldaten, die den Süden damals infiltierten, huldigen, z.B. in DukTo. Äußerst interessant ist es, die Topographie wahrzunehmen, um sich die damaligen Vorgänge zu verdeutlichen. Morgen reise ich weiter in den NOrden, nach Hue, der alten Kaiserstast, nahe der ehemaligen Demilitarisierten Zone am 17ten Breitengrad gelegen und sehe weiter.... Von HoiAns Strand aus erkennt man die 25km nördlich gelegene Großstadt DaNang schemenhaft im NEbel, dort landeten die ersten amerikanischen Truppen - also alles, was ich jetzt sehe, das war das erste, was über 2,8 Millionen Amerikaner als erstes von Vietnam wahrnahmen.
Von HCMC mit dem Bus fuhr ich den Pinienhainen und Blumenfeldern Dalats entgegen. Ein Holländer verliebte sich in ein Mädchen aus dieser Gegend und blieb. und machte die Gegend noch reicher, denn die Blumenzucht ist heute - neben dem Kaffee - das ganz große Geschäft Dalats. Die Stadt, auf zahlreichen Hügeln gebaut, ist eingekeilt zwischen Tausenden von Gewächshäusern. Nach 4 Tagen Dalat begleitete mich die nächsten 750 km Hong von den Easyridern (auch das Motorrad war ganz das von Denis HOpper - ich hockte hinten auf dem Sozius wie dereinst Jack Nicholson). Hong, diesmal kein jugendlicher Führer sondern ein gestandenes Mannsbild von 63 Lenzen, knüpfte leicht - auch dank seiner Sprachkenntnisse der lokalen Dialekte (und Minderheitensprachen) vielseitige und interessante Kontakte, so dass ich viele interessante Begegnungen hatte oder zumindest miterleben durfte.
Was ich sah:
1.Tag - Dalat - Lake Lak, Nebenstraßen, herrlich abwechslungsreiche Landschaft vo 1500 auf 850 Meter herab, ein phantastischer Wasserfall, Stauseen für die Elektrizitätsgewinnung, Ansiedlungen von Menschen aus dem südlichen Delta: Tofuherstellung Blumenzuch, Seiden- und Reisschnapsherstellung, Heilhölzerverarbeitung (gegen Gicht, Nierenerkrankungen), Abschluss: Ein Pavillion am See.
2.Tag - Lake Lak - BuonMaTout - ein Spaziergang zur kambodschanischen Grenze, Wasserfälle - touristisch aufbereitet und mit ein paar Urwaldbäumen belassen umringt von Kakao- und Kaffeepflanzen. Dazwischen Dörfer, bewohnt von Minderheiten, zuerst die Mnong. Keiner läuft natürlich mehr in Trachten herum, doch erkennt man die Eigenart der Bauweise der Häuser noch. Die Kinder sind noch glücklich zu machen mit mitgebrachten Bonbons.
3.Tag - BuonMaTout - Pleiku: Kaffeemuseum (vollgestellt mit deutschen Kaffeebehältnissen, deutschen Kaffeemühlen und deutschen Kaffeemaschinen), Fassmacherei, Pfefferplantage, Pilzfarm, Tempelbesuch anlässlich Buddhas Geburtstag (seitdem habe ich ein mit guten Wünschen verwunschenes Medaillion, das mir der dortige Mönch mit auf meinen Weg gegeben hat immer dabei - mein zweiter Talismann), VietCong-Märtyrer-Denkmal (es gibt keine Gedenkstätten für die gefallenen südvietnamesischen Soldaten oder für die alliierten Truppen (neben den Amerikanern kämpften und starben in Vietnam auch Australier, Neuseeländer, Thailänder, Philippinos und Südkoreaner)). Das Hotel war sehr bescheiden...
4.Tag - Pleiku - KonTum: Ein Museum (für die Gongmusik - Weltkulturerbe - allerdings sah ich nur die Instrumente, bis heute weiß ich nichts Genaues über den Sound) für die Minderheiten in diesem gebirgigen Gebiet, eine Teeplantage (keiner arbeitete, da im Ort eine Hochzeit stattfand), Klebholzverarbeitung, Besichtigung zweier ungewöhnlicher - von den Franzosen erbauter Kirchen (der Katholizismus ist - nach dem Buddhismus - die stärkste Religion in Vietnam, über 25 Prozent der Bevölkerung sind Christen, damit stellen sie in Asien nach den philippinen das größte Kontingent des Vatikans (es gibt auch einige Protestanten, diese christliche Richtung ist die am schnellsten wachsende Religionsgemeinschaft hier)) und der charakteristischen Versammlungshäuser der Banhar, die heutzutage nur noch für die politische Indoktrination genutzt werden.
5.TAg - KonTum - KhamDuc. Hier beginnt der Urwald links und rechts der STraße, die dem ehemaligen HoChiMin-Pfad folgt: Kräuterverarbeitung (für die gute Nudelsuppe mit Beef = vietnamesisches Frühstück), Tapiokaverarbeitung, Ziegelei, Stien-Dorf, Dschungelbrücke - hier wurde mir sehr freundlich der Verzehr einer gerade im Bambuskragen gefangenen "Ratte" (hier nennt sich dies Tier Njui und sieht einem großen Meerschwein ähnlich) angeboten - es bedurfte einige Diplomatie der Ablehung. Hügel 601 (Märtyrerdenkmal), Charlie Hill, Airbase Phoenix, DakTo-Heldendenkmal (mit amerikanischem und russischem Panzer) - wir treffen zufällig auf einen Kleinbus voll mit Nordvietnamesen und Offiziellen der Gegend, die die Gebeine eines Angehörigen ausgegraben haben (ein Drittel der Kämpfer Nordvietnams bleibt unauffindbar) Die erstaunliche Geschichte, wie der Verblichene aufgefunden wurde: Er erschien seinem Onkel (wohnhaft in der Nähe Hanois) im Traum und teilte die genauen Koordinaten seines bisherigen Zufallsgrabes mit. Die Familie fand die Gebeine genau an der angegebenen Stelle, so dass die Suchaktion nur 6 Tage dauert (drei Tage Hinfahrt - Ausgraben - drei Tage Rückfahrt). Die Offiziellen waren als Zeugen und zur Ausstellung der notwendigen Papiere mitgekommen. Alles strahlte uns an. Kham Duc prunkte mit einem phantasischen Hotel, erstaunlich bei nur 4000 Einwohnern, aber immerhin kann man hier Gold finden (womit die Regierung gutes Geld verdient und daher eine Unterkunft für die international anreisenden Goldhändler benötigt). Das Abendessen in einem Teastall war superlecker - Nudelsuppe mit ganz viel Bratente und Salat.
6.Tag - KhamDuc - HoiAn: AirBase Kam Duc, Möbelherstellung aus Edelhölzern, Kohletageabbau, Reisanbau und natürlich: Ganz viel Chamkultur in Form des heiligen Ortes Le Soy (Weltkulturerbe) - natürlich nicht zu vergleichen mit AnkorWat oder Pagan, aber nunja....
Seither ist eine Woche vergangen und ich genieße HoiAn (Weltkulturerbe) mit Fahrrad, Motorroller und zu Fuß, gehe zum Schneider, zum Schuster, zu den kulturellen Highlights, in gute Restaurants oder zum Markt (wo beste Teastalls locken) oder zum Strand, der endlich, da auflandig, kühleres Wasser zu bieten hat, stromer herum und lese viel (über den amerikanischen Krieg oder über einen guten Mord im Frankfurter RAum - mal wieder ein deutsches Buch seit langer Zeit.
Alles in allem: Die Südvietnamesen sind ein freundliches Volk, das den Touristen angenehm reisen lässt. Die Landschaft ist abwechslungsreich und vielseitig. Wohlhabenheit ist das eine Bild (in den Städten fühlt man sich teilweise wie in Frankfurt, nur dass es wärmer ist hier), Fleiß das andere. Die Menschen tun immer etwas. Geschlafen wird zwischendurch kurz im Minutenschlaf, die FAmilie trifft man beim Mittagessen, danach klaglose Rückkehr zum Schaffen. Es gibt hier niemanden, der nichts tut! Ansonsten: Die meisten Touristen sind Vietnamesen, gefolgt von Chinesen, Malaysiern (?). Was ist das höchste Glück eines asiatischen Touristen? Offensichtlich sich als Cowboy verkleidet auf einem angemalten Zebrapferd (das Pferdchen wird mit schwarz-weißer Farbe angestrichen) sitzend ablichten zu lassen für das Familienalbum oder - wahlweise - in einem Trettboot in Schwanenplastik (hier: Verweis auf den Kini) vietnamesische Seen unsicher machen (begleitet von ohrenbetäubend lauter Musik). Oder am Strand ins Wasser hüpfen und da man nicht schwimmen kann, wiegt man sich in den großen schwarzen aufgeblasenen Autoschläuchen in den Wellen, danach - natürlich als Gruppenevent - viele Bierchen auf Plastikstühlchen am Strand sitzend. Dazwischen: Kinder, Kinder, Kinder und Puppys, Puppys, Puppys, die freudig auf einen zutapsen oder (die Kinder) dem Fremden zuwinken und begeisterte Hello-Rufe ausstoßen. Nun mache ich Schluss, muss schlafen, morgen gehts nach Hue, da sollte ich fit sein. Bis bald.



 Häuser Saigons - genormt in der Breite, farbig in Stimmung gebracht.

 Teilansicht Dalats inmitten der Hügel
 Blumenzucht um Dalat herum - asthetisch geordnet, ein Gesamtkunstwerk


 Lachender Glücksbuddha in der Linh Phuoc Pagoda im Örtchen TraiMat, das mit einer sieben Kilometerlangen Eisenbahnstrecke mit Dalat verbunden ist (die Eisenbahn ist russische Bauart und schon ziemlich alt, läuft noch mit Dampf und fährt nicht nach Fahrplan, sondern immer, wenn mindestens 10 Passagiere auf einmal anwesend sind. Der TEmpel ist bunt und strahlt die Lebensgewissheit der meisten Vietnamesen aus: Im Tempel bittet man um Konkretes - hier: um Geld!

 Sozialismus mit Humor: HoChiMin wirbt hier für eine Muckibude in Dalat (danach kann man sich dem Spa hingeben, daher die Blumenpracht des Lotus)

 Armes Getier (auf dem Dalater markt)


 Blumenpracht festlich drapiert

 Papierrosengeschmückter Scooter für das Touristen-Erinnerungsbild in BaoDai´s Kaiserpalast (naja, Dinh III ist eher ein Palästchen im Jugendstil erbaut, erinnert in Lichtfracht an Bauhaus - herrliches Raumgefühl, aber eigentlich nicht groß. Heutzutage sind viele Villen in Dalat größer)
Zuer ERinnerung ein Bild als Kaisers


 Seidenherstellung Anfang (oben) und letzte Schritte (unten) - hier die Musterbögen für den zu webenden Seidenbrokat

 Elephant-Waterfalls - ganz schön nass bin ich geworden und außerdem hat der Lehmboden, auf dem ich entlanggerutscht bin, meine Hose ganz schön eingesaut.

 Schwein gehabt. Diese Ferkelchen sind Zuhause bei einer nordvietnamesischen Familie, die von den Minderheitenstämmen Land gekauft hat - im NOrden gibt es nur eine Ernte, hier aber drei. Im Moment genießen alle die Freizügigkeit und das Förderprogramm der Regierung (keine Steuern) - die letzten Erinnerungsorte an den amerikanischen Krieg werden von der Landkarte genommen. Wovon lebt die Familie: Vom eigenen Grund und Boden, den Hühnern, den Schweinen, den Enten, der Kuh - Geld verdient wird mt dem REisschnaps (89%g), mit Kaffee soll diversifiziert werden.
 Reissortiermaschine mit Bedienerin
 Heilhölzersortiererin (lacht, nachdem sie einen Bonbon erhalten hat)
 Deltabewohner auf ihrem neuen Zuhause, einem der STauseen. Der Strom fließt in die neuen Siedlungen und wird nach Kambodscha verkauft.
Herrlich gelegenes BuonMaTout.
 (Deutscher) Kaffee (?) = Gut, Jedenfalls die Sammlerleidenschaft von Herrn Nguyen! (dem Kaffeetykon Vietnams)
 Fassmacher stellen hier keine Transport- uund lagerkisten her, sondern Trommeln
 Welche Pilze wachsen hier?
 Durian für den australischen Markt.
 Buddhas Geburtstag ist ein Grund zum Um-die-Wette-Strahlen
 Der Gebirgswind trägt jeden Drachen!
 Ich habe mich auch ziemlich gefreut, als ich diese Kinder beim Ziervasenhersteller getroffen habe.
 Sie wehen für den Sozialismus (entlang der neugebauten Straße)
 Pfeffer gibt es auch in Vietnam - schmeckt aber nicht ganz so gut wie in Kambodscha.
Dynamisch in die Zukunft (auch wenn die Zugmaschine schon etwas älter ist).
 Nur noch im Museum zu sehen: 1) Beerdigungsriten der Jarai (seit Anfang der 80er dürfen Tote nicht mehr oberirdisch gelagert werden - die Beigaben werden ohnedies geklaut.
 2) Gong-Musik
 3) Trachten und Volkstänze - vor 30 Jahren gab es sie noch, heute nur noch als Tourismusattraktion käuflich zu begaffen.
 Teewirtschaft


 Das gefählichste Verkehrshindernis (nach den Hunden) ist im Hochland das freilaufende, schwarze Hängebauchschwein
Bahnar-Versammlungshaus - die charakteristische Form sieht man noch überall in den Dörfern, davor weht die rote Fahne mit dem STern allerdings, die Schulungen gehen weiter, den Minderheiten kann man bis heute nicht trauen (direkt entlang der Grenze sind Fremde unerwünscht nach den letztjährigen Aufständen gegen die Regierungspolitik)
 Wasserspinat auf dem Weg zum Markt - zusammen mit Knoblauch in gutem Öl : Ein Hochgenuss
 Tapiokaverarbeitung - die gute Frau trägt´s mit guter Laune, obwohl noch ein Mehrfachtonner mit Arbeit auf sie wartet (rechts oben)
 Knochenjob Ziegelherstellung - bis 2015 ist der verkoksung von Holz noch gestattet.

 Heute ist der Panzer Denkmal und erinnert an die in ihm gestorbenen nordvietnamesischen Soldaten - kleine Opfergaben lassen die Verblichenen gegenwärtig bleiben (wenn ihr genau hinschaut, erkennt ihr, dass auf die Räucherstäbchen Zigarettenstummel aufgespiesst wurden, damit die Toten wenigstens noch dem Vergnügen des Rauchens frönen können.
 Hier ging er also entlang, der HoChiMin-Pfad. Links im Bild geht´s nach Laos (19 km), rechts im Bild "mein" Easyrider vor stahlblauem Himmel und Lasterparkplatz, wo früher Dschungel war. (ganz in der Nähe der Phoenix-Airbase)

 Stien-Dorf: My Home is my Castle

Stolze Truppe aus Nordvietnam: den toten Bruder gefunden!
 Morgends früh erst einmal einen richtig schön starken Kaffee nach vietnamesischer ARt (beeinflusst von den Franzosen), dazu ein Becher Eis.
 amerikanische Airbase bei KhamDuc. Im Hintergrund der amerikanische Hochposten Charlie (mittelwichtig, daher hat er wenigstens einen Namen, wenn auch keinen sehr individuellen, sondern nur den alphabetisch gezählten)
 Der Urwald weicht den Neusiedlern, allerdings nördlich von KonTum noch zögerlich, eben Wilder Westen
 Die Reisbauern nahe HoiAn begraben ihre Toten mitten auf den Feldern, damit diese ihr Land nicht verlassen müssen
 Cham-Tempel (wenigstens die, die nach dem amerikanischen Bombardement noch einigermaßen erhalten geblieben sind - die VietCong hatten hier einen Unterschlupf gefunden, das bliebt den Südvietnamesen leider nicht verborgen)






2 Kommentare:

  1. Hi Cathrin! Endlich wieder Fotos! Das wird ja mal Zeit! Wo bist Du vorgestern plötzlich geblieben? SCHWUPPS hatte ich nur noch Tuten in der Leitung. Na ja, die Verbindung nach Vietnam ist wohl nicht so der Prall.
    Angesichts deiner Tierbeschreibung ist dies wohl wirklich kein Land für mich. Aber ich war schon in anderen Ländern, wo Tiere schlecht gehalten werden und so zitiere ich: Der Sinn des Reisens besteht darin, die Vorstellung mit der Wirklichkeit auszugleichen, und anstatt zu denken, wie die Dinge sein könnten, sie so zu sehen, wie sie sind (Samuel Johnson). Also, immer alles selbst angucken, egal wie schön oder furchtbar. Ne?
    ZUr Zeit guck ich mir nichts an, mein sportliches Genie hat mich nämlich auf die Couch verbannt. Bin bis Freitag krankgeschrieben und humpel nur noch durch die Pampa. Treppensteigen ist ein Akt, ich krieche die in meiner Wohnung auf allen vieren hoch, weil das die einzig angenehme Variante ist. Runter ist ruckelig mit Festklammern- Bänderdehnung. Am Freitag krieg ich ne Schiene, hoffe, danach geht das wieder mit den Treppen besser. Halte also den Tag über den Fuß hoch, trete wenig auf und kühle vor mich hin. Zumindest ist das Wetter schön, so dass ich auf dem Balkon sitzen kann. Dieses Jahr ist echt der Wurm drin.
    Ach so, ich fahre Dracula besuchen :-), zwar nur kurz, aber immerhin. Eines meiner ewigen Reiseziele nehme ich nun in Angriff...ist natürlich nichts gegen das, was du so gerade alles siehst *seufz und Neid*.
    Das sind meine News, soviel ist seit vorgestern nicht passiert und ich sitz ja eh die meiste Zeit nur mit nem Lappen rum *spannend*.
    Auf in die Endrunde, schöne Zeit noch
    Deine Nico

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  2. Gute Besserung. Cathrin

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