Mitteilung: Ab heute bin ich im Besitz eines laotischen und eines zweiten kambodschanischen Visas - null problemo! Die Reise kann also weitergehen!
Brigitta fragt, wie ich mit dem Klima hinkomme. Also ehrlich - nicht besonders, aber alles ist besser als Kälte! Jede Hitze über 37 Grad (Bluttemperatur) ist unangenehm. Man schleicht nur noch durch die Gegend und hat das GEfühl, von Luftspiegelungen umgeben zu sein. Selbst Denkvorgänge fallen einem schwer - den Unterschied zu "Normal" bemerkt man sofort, wenn man sich einer Air-Condition-Maschine unterzieht oder sogar schon einem Fan - plötzlich arbeitet das Gehirn wieder und fühlt sich nicht wie Tran an. Andererseits ist diese Temperatur sehr meditationsfördernd, da man sich möglichst niht bewegen will (und kann) und gedankenlos in die Gegend starrt und alle Bewegung nur wie in Zeitlupe wahrnimmt. Kurz: man hängt irgendwo rum und glubscht. Alles zwischen 26 und 32 Grad ist prima, da man sich schnell an- und ausziehen kann, man fühlt sich angenehm befreit, wenige Klamotten, die man täglich waschen kann, denn alles trocknet schnell. Wenn, Falls...die Luftfeuchtigkeit nicht wäre. Die ist wirklich schlimm. Man steht einfach nur und schon sieht man wieder gar nichts, weil der Schweiß einen in die Augen tropft (SALZIG!) und man läuft ständig mit irgend einem Wischtuch herum, um sich Gesicht und Nacken zu trocknen. Schweiß liegt wie einLiquid-Film auf der Haut und man muss intensiv und konzentriert zupacken, weil sonst alles wegflutscht - kann gefährlich werden beim Motofahren z.B. , da die Finger leicht vom Haltegriff bzw. den Handbremsen wegrutschen. Überhaupt: Dinge festzuhalten ist nicht das einzige Problem, denn viele Dinge bleiben an einem kleben, aber an Stellen, wo man sie absolut nicht gebrauchen kann - Papier sieht immer geknautscht aus und Geschriebenes verwischt schnell - eigentlich habe ich immer irgendwo Kugelschreiberfarbe an mir, weil ich mich mal wieder auf ein Schriftstück gelehnt habe o. Ä. Druckerfarbe haftet übrigens auch gut am menschlichen Körper. Aber Papiere müssen angefasst werden, da der nächste Fan sonst alles wegweht, also, ich ziehe ständig irgendwelche Papiere von mir ab und rubbel Farbkleckse weg. Und jeder Duschvorgang schwemmt einen Dreckvorhang von der Haut, denn im Schweiß verfängt sich jedes Staubkorn (manchmal allerdings auch stechende Insekten, die man dann hervorragend und unkompliziert totquetschen kann. Dafür kommen die Fluginsekten aber dann auch Zuhauf, man kann sich ihrer kaum erwehren (meine Haut sieht braun mit weißen Sprengseln aus, da , wo ich Stiche hatte, die mittlerweile abgeheilt sind) , denn sie spielen vor einem Regen verrückt und lieben es, zuzustechen). Wunden heilen nicht bzw. nur langsam (nur nachts im Aircon-Zustand), da der Schorf sich nicht verfestigt und so die Wunde offen bleibt - das ist schon ein Übel. Wäsche trocknet nicht mehr, da die Luft mit Feuchtigkeit gesättigt ist und man läuft ständig mit warm (!)-feuchter Wäsche rum. Der Regen kühlt die Luft nicht ab, sondern lädt sie nur noch mehr mit Feuchtigkeit auf - ein Teufelskreis. Von Schimmel umgeben zu sein ist ein ständiges Ungemach. Einzig gut ist, dass man kaum Hunger verspürt - aber da man keine Bewegung hat, nehme ich trotzdem nicht ab - kaum zu glauben. Ein zentrales Thema ist die Wasserbeschaffung. Ständig schleppt man (schwere) Wasserflaschen mit sich herum. Ich trinke hier (obwohl die Temperaturen im MOment relativ niedrig mit 32 bis 34 Grad sind) täglich 5 bis 6 Liter - wenn irgendmöglich eiskalt - im wahrsten Sinne des Wortes - Eiswürfellutschen tut so gut! Allerdings: Trinkt man, schwitzt man auch sogleich wieder (5 Minuten Verzugszeit). Man fühlt sich einfach unwohl, schmutzig, ungepflegt - die Haare sind ständig stränig, egal, wie oft man sie wäscht (was den Haaren auch nicht bekommt, sie werden sehr schnell sehr spröde, da hilft kaum ein Conditioner, egal , was die WErbung erzählt - man sieht also entweder aus, als ob man seine Hände gerade in eine Steckdose gesteckt hat oder als ob ein Fetttopf über einem ausgeschüttet worden wäre). Die Beine und Arme schwellen an, füllen sich mit Wasser und Schuhe ohne Strümpfe anziehen bedeutet dann akute Blasengefahr. Schwimmengehen macht auch nur eingeschränkt Spaß, denn das Wasser hat hier eine Temperatur über 30 Grad, das bedeutet, dass das Meer nur noch träge gegen den Strand schwappt und sich das Wasser wärmer anfühlt als die Luft (weil kein Wind mehr geht unter Wasser) . Abends bin ich jedenfalls immer total geschafft und morgens bekomme ich mich kaum aus dem Bett gehievt - hat man keine AC oder Fan, ist an Schlaffen dazwischen eh nicht zu denken, zumal nicht unter einem Moskionetz, da hier kein Wind weht und alles stickig ist. Hängt dann noch ein Bleihimmel über dem ganzen Szenario, weil gerade Regenzeit angesagt ist, dann kann die Stimmung schon mal trübe werden.Also: da hilft nur ein Ortswechsel oder ein Daueraufenthalt in gekühlten
Räumen (zur Not tut es ein Eisschrank oder wenn man ganz bescheiden ist
auch ein Rieseneisblock). Bestimmte Orte haben einfach eine hohe
Luftfeuchtigkeit.Tja - ihr seht, es ist körperlich sehr anstrengend und ästhetisch
durchaus ein Problem, in den Tropen zu reisen. FAZIT: Aber natürlich lohnt es
sich trotzdem! !
Zum Beispiel Saigon! Eine berauschende Stadt. Laut, Schmutzig, Gierig nach Leben, Hektisch, Prall, Groß, großzügig, Geschäftig, Arm und REich dicht beieinander und sichtbar ins Auge springend, ein Eltend neben dem Glanz - ein volles Adrenalin-Erlebnis. In vielem nähert sich Saigon einer deutschen Großstadt an, die Straßen, die herrlichen Alleen, die vielen Cafes (mit Glasfläche zur Straße hin, damit die A/C sich dahinter entfalten kann ), prunkende Hochhausburgen aus Glas und Beton, Stahlgerippen und Holzwucherungen, Bürgersteige, 4 bis 8 bahnige Straßenzüge, die das Häusermeer durchpflügen. Die Häuser - noch nicht eingeschränkt durch unendlich viele Baugesetze - sind abwechslungsreich, das Auge hat immer etwas zu sehen. Der Verkehr rauscht - herrlich, himmlisch, befreiend. Massen an Moped rasen durch die Stadt - ein Unterschied zu unseren Städten. Die verwirrende Vielfalt und die Warenpräsentation unterscheiden Saigon aber ebenfalls von Frankfurt, München, Köln. Die Menschen, eine Masse, aufgesplittert als Einzelne, unverwechselbare Kreaturen in ihren Bedürfnissen und ihrem Willen zu werden und zu sein. Es ist ein prickelndes Gefühl, ständig auf Champus sozusagen. Immer wieder erfreut mich der servile Geschäftssinn der Vietnamesen. Immer bereit, am Kinden zu arbeiten, einfallsreich geschäftstüchtig, Überleben pur, das erlebt man hier. Der Reichtum bleibt nur bei einigen hängen, andere straucheln gleich daneben aber der Überlebenswillen, charmant, lächelnd, jede Chance wahrnehmend - allerdings liegen hier auch die Nerven blank, wenn etwas nicht so gut klappt - da wird Gesichtsverlust ignoriert und die Meinung gesagt - ganz schnell kann der Umschlag von freundlich-serviceorientiert zu kreischig-unfreudlich erfolgen - man mus vorsichtig sein, alles dübelfest machen, nicht zu relaxt und tagträuerisch durch die Gegend gehen. Jedenfalls sind die Vietnamesen zuverlässig - für Deutsche eine wunderbare Eigenschaft, die viel Stress wegschafft. Übrigens: Mein Koffertrolley ist tatsächlich wieder in meinem Besitz.
Heute habe ich mir ein Moped geliehen und habe jede Sekunde Fahrt im Getümmel genossen. Die Stadt ist wunderbar zu erkunden, aber insgesamt übersichtlich. Die Orientierung ist aufgrund der Unterschiedlichkeite und damit der Feststellung von Landmarks ziemlich einfach. Allerdings kann ich mich auch auf meinen sehr guten Orientierungssinn und im Zweifelsfall auf meine Kartenlesefähigkeit (auch während der Mopedfahrt) verlassen. Linksabbiegen ist eine angenehme Herausforderung, die mein Herz und meien Puls freudig springen lässt. Ich nehme mir immer ein Ziel vor, fahre dorthin, dann das nächste Ziel - manchemal kleine Schlenker in die Neigborhood, die mich erstaunt betrachtet. Diese Intrusion eines Fremden sind die Menschen dort offensichtlich nicht gewöhnt, aber Lächeln öffnet jede Tür, die Menschen reagieren natrülcih verunsichert auf das Ungewohnte, aber wenn ich freudlich blicke, dann lacht man zurück, manchmal lacht man wahrscheinlich auch über mich, macht nichts, ein gerechter Gegenwert an Entertainment.Manche Straße fahre ich auf und ab, damit ich so viel wie möglich sehen kann und meinen Kopf nicht hin und her schwencken muss, sondern mmer nacih rechts und im Wechsel geradeaus, den Verkehr vor mir fest im Blick. Wenn ich stoppe, dann muss ein Gia Xe gefunden werden, also ein bewachter Parkplatz. Eine beständige Freude, den Wart beim Einschieben meines Mopeds in irgendeiner Lücke zuzuschauen. Man bekommt eine Quittung, das Moped eine Kreidezeichnung, soll wohl die entsprechend passende Nummer sein. Egal - mein Moped wird im Gewirr der Gestänge immer gefunden.
Eigentlich wollte ich heute ins Chinesenviertel nach Cholon, fahren. Aber wichtiger war es, mein Cambodia-vsum zu beantragen und meine Postsachen zu klären. Also los nach dem Frühstück, einein Zivilisationsrückschritt bemerkend, denn hier wird nicht mehr per Wiskey oder Colaflasche Benzin angeboten, man muss eine richtige Tankstelle suchen - also mache ich mich auf den Weg und stürze mich ns Abenteuer. Im Gewursel der Mitkonkurrenten um die Zapfsäule betankt der Tankwart souverän schließlich auch meinen fahrbaren Untersatz und weiter geht´s zum Konsulat, dessen Lokalität ich mittlerweile kenne, denn gestern war ich bereits hier, gefahren von einem Motochauffeuer, der allerdings gut und gerne 4 Dollar für die Strecke verlangt (das ist ok, ist der Einheimischenpreis hier ist alles teurer als auf dem Lande), eine Tagesmiete für ein eigenes Moped sind nur 10 Dollar, also heute selbstgemietet und selbstgefahren in die ruhige Seitenstraße der Phu Kha Diem, einer der breiten mehrspurigen Verkehrsschlagadern. Gestern konnte ich allerdings kein Visum beantragen, da der Konsul drei Tage lang den Geburtstag des kambodschanischen Königs Norodom S. gefeiert hat (muss eine ziemlich lange Geburg gewesen sein). Deshalb habe ich gestern ürigens mein Laosvisum ausstellen lassen. Jedenfalls der Wachmann im Häuschen vor dem Konsulat passt auf mein Moto auf, ich gehe hinein in den sonnendurchfluteten Hof, die vereinzelt dastehenden Büsche sind gestutzt, alles wirkt aber nnicht grün, sondern eher betoniert. das Swimmingpool hat kein Wasser, der Wartetisch steht im Freien (kein Fan), kaltes Wasser kostenlos daneben - erfrischend. Hier wird nur in Dong gezahlt, das erste Konsulat, das keine Dollars verlangt! Dafür ist die Tür zum Büro verstellt durch eine Wand mt kleinem Guckfenster, aus der der Konsulatsangestellte zu mir hinüberbrummt. Immerhin erfahre ich, dass mein Visum auch für etwas abwegige Grenzübergänge gelten soll und dass ich 50000 Dong hinüberschieben soll, was ich tue und dafür eine Quittung für meinen Pass , mein Passfoto, meinen Antrag, mein Geld und eine Nummer bekomme und den hilfreichen Hinweis, dass ich mein Visum um vier Uhr abholen kann. Also auf zur Post, dann kann ich über Mittag in Cholon sein. Denkste. Im hoch herschaftlichen herrlichen - aus der französiscchen Kolonialzeit stammenden Hauptpostamt wird effizient, höflich, englischsprachig (!) und formularreich gearbeitet. Bevor das Paket in einen Postkarton verpackt und zugeklebt werden kann, muss die Zollkontrolle festgestellt werden und das heiß: Jedes einzelne Stück muss ausgepackt werden in aller Öffentlichkeit auf dem Counter unter HoChiMIns aufmerksamen Blick und wird dann von dem Angestellten für das Zollformular ins Vietnamesische übersetzt. Und wenn alles gecheckt ist, dann gibt es das Freigabeforular, mit dem man zum Bezahl (und Wäge-)Schalter weiter fortschreitet. Bis alles getrippt, registriert, gepackt wurde, vergeht einige Zeit. Der Luftpostpreis ist höher als ich dacchte, also zum Geldwechsler, der praktischerweise sein Büro im Postgebäude hat. Dann, die wahre Crux: Wieder einmal will ich Karin meine Fotos zur Sicherung zuschicken, wie üblich auf USB-Sticks gespeichert, doch da gibt es ein Problem, da USB-Sticks extra vom Zoll gesichtet werden müssen. Bis ich die zuständige Zollstelle gesichet habe, und dabei den Block umrundet und zahlreiche Menschen nach dem Weg gefragt habe (nicht ganz leicht, wenn man die Sprache nicht spricht bzw. mein Gestammel für vietnamesische Ohren unverständlich ist und ich die Antwort ja auch nicht verstehe, ich also zahlreichen Handwinken folgen muss in irgendeine Richtung) und dann endlich vor dem Zollgebäude stehe, ist es wegen der Mittagspause geschlossen (wie en deutsches Finanzamt). Die Öffnungszeiten verweisen auf 13 Uhr Wiedereröffnung (mit meinem Ausflug nach Cholon wird es also nichts werden), zwischenzeitlich erfrage ich in einem Reisebüro Reisemöglichkeiten von Hanoi nach Taipeh und komme mir international vor. Als ich mir ein Eis kaufen will, bemerke ich, dass mein Portemonaie fehlt, Schock- Panik, aber außer Geld ist nichts WErtvolles drin - bin ja in einer asiatischen Großstaddt, da lässt man alles Wertvolle im Hotelsafe - im Reisebüro zurück liegt mein Geld dort aber auch nicht, vielleicht wurde meine Börse geklaut oder ist aus der Hose gerutsccht - aber nein, beim nochmaligen Ausräumen meines Rucksacks finde ich mein Geldtäschchen wohlbehalten und bin erleichtert. Zeit nun für ein Mittagessen. Ich steure also dahin, wo irgendwo auf dem Bürgersteig auf kleinen Kinderplastikstühlchen möglichst viele Vietnamesen sitzen und richtig - hier gibt es leckere Nudel-Muschel-Suppe (nur das Nierengelee schiebe ich zur Seite und mag es nicht essen) Danach einen eiskalten und überteuerten Mangochiller in einem total überteuerten Posch-Restaurant und noch ein Eis aus dem kleinen Supermarkt und zurück zum Zollamt, das immer noch geschlossen ist - der Einparkwächter teilt mir mit, dass abweichend von den offiziell verkündeten Wartezeiten diese fragliche Abteilung immer erst um 13:30 vom Essen zurückkehrt. Ich füge mich, setzte mich auf Steinstufen und schreibe Postkarten, die ich vorhin gekauft habe. Um Viertel vor zwei ist es endlich soweit, die nette Angestellte teilt mir mit, dass ich nich tnur alles wieder auspacken muss, sondern dass meine USB-Sticks alles gesichtet werden müssten, damit Raubdruckexport von Musik oder Filmen vermieden wird. Das ist ja wohl ein Scherz, hier, wo man an jeder jEcke Raumkopien en masse kaufen kann und das in aller Öffentlichkeit, kein Polizist kümmert sich um die vielen fliegenden Händler, darf man das Gekaufte also nicht wegschicken. Nun ja, nicht mein Problem, ich habe ja nur meine Fotos, aber Angst, dass mir ein Virus draufgesetzt wird. Aber es hilft nichts. Ich soll um 4 Uhr wiederkommen. Ich setze mich derweil ins Postamt und stiere durch die Gegend. Die vietnamesisch-australische internationale Schule macht einen Ausflug ins Postgebäude. Die Schüler sind allesamt kleine dicke verwöhnte, aber angemessen wache und interessierte Vietnamesen, die von ihrem amerikanischen Englischlehrer begleitet werden und neben Heimatkunde auch Englisch lernen sollen indem sie ein Ortsrätsel (in Kleingruppen, ausgerüstet mit Frageboden und Stiften) lösen und willige, im Postamt herumsitzende Ausländer interviewen zu Gott und der WElt, also auch mich. Die Postangestelltinnen und die vietnamesichen Lehrerassistentinen tragen die traditionelle vietnamesiche Tracht, allerdings in modernen Mustern - ein äußerst erfreulicher Anblick. So vergeht die Zeit. Um 3 versuche ich mein Glück wieder beim Zoll und habe Glück, alles ist fertig, die Bescheinigung, dass es sich um meine Urlaubsfotos von Kambodscha handelt, ist fertiggestellt und rot gestempelt, kein Spionageverdacht noch Diebstahl von copyrights ist festgestellt worden bei der Sichtung und ich darf für die Mühen des vietnamesischen Zolls 50000 Dong bezahlen (ca. 2 Euro). Im Postamt verstärkt sich die Formularflut noch, so dass ich schließlich für die Sicherung meiner Fotos 7 Formulare (plus Durchschläge) gesammelt habe an verschiedenen Stellen und außerdem das Gewicht meiner Sendung auf wundersame Weise durch verschiedene Verpackungsvorgänge von ursprünglich ca 60 Gramm auf 180 Gramm und damit einer wesentlich erhöhten Portogebühr angewachens ist. Egal - ich bin durch und meine Post ist auf de Weg nach Europa - hoffe ich mal. Bis jetzt ist ja alles früher oder später angekommen. Um 4 bin ich wieder auf dem Konsulat und bekomme mein Visum. Danach habe ich frei! Endlich. Ich entscheide mich für eine leichte Fahrübung, die Besichtigung Jade-Kaiser-Pagode, die ich finden will. Was ich auch tue, allerdings nachdem ich die Pagode wahrscheinlich zehnmal umrundet habe, da alles Einbahnstraßensystem - auch eine zivilisatorische Erscheinung, die einmalig bisher für mich in Asien ist. Danach will ich zum Tempel des Marschalls am anderen Kanalufer. Hier herrscht das rihtige, das moderne, das pulsierende Alltagssaigon. Nun ja, es ist halb sechs, die Dunkelheit wird bald einsetzen, nun fängt es auch noch an zu regnen. Die Marschallpagode ist bereits geschlossen, schnell noch auf dem Markt zwei Melonen gekauft und auf Richtung Hotel. Der Regen setzt nun mit aller Wucht ein, die Straßen stehen einige Zentimeter bereits unter Wasser, denn das Wasser schauert hinunter mit Wucht. Meine Brille beschlägt durch meine Atmungswärme und besonders viel sehe ich eigentlich nicht mehr. Aber da ich ja gestern gelaufen bin kreuz und quer und heute auch schon einige Strecke gefahren bin und außerdem mein Ortsorientierungsinn ungebrochen super ist, finde ich trotz Dunkelheit und Regen menen Weg zum Hotel schnell und sicher zurück. Ein wunderbares und befriedigendes Gefühl, eine fremde Metropole zu durchfahren Alle neu udn doch so vertraut, aufmerksam und doch auch schauend-verträumt. Ein tolles Erlebnis, keine Sekunde der Unsicherheit der Verlorenheit oder ver Angst, sich zu verlaufen - alles im Griff, ein gutes Gefühl.Ich komme klatschnass im Hotel an, fahre das MOped in die Halle und will morgen noch einmal fahren, nach Cholon. Aslo bleibe ich einen Tag länger, denn die Tunnel von ChuChi (Vietcong) und den Dao Cai Hauptsitz will ich mir auf einer Tagestour auf jeden Fall noch angucken. Es gibt so viel Schönes hier zu sehen. Dieser Entdeckerzustand könnte ohne Weiteres ewig anhalten.
Sei nicht traurig. Das schönste Fotoalbum ist immer das, was grade gelöscht wurde. Ich hab auch grade einen Absturz erlebt (nur ein blöder Text, nicht so tolle, unwiderbringliche Fotos). Aber das Beste bewahrst Du hoffentlich im Gedächtnis auf!-petit larousse
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