Dienstag, 27. November 2012




Was erfreut das HISTORIKERHerz? Nun, wenn die Wurzeln eines Volkes, einer Nation, einer kulturellen Einheit respektiert werden, besser noch, wenn dieser Respekt im Bewusssein der nachfolgenden Generationen positiv verankert und handlungsaccelerierend ist. Vorbildlich die Gemeinschaft, die diesen Bewussseinsprozess durch stetige Präsentation, Integration in das Alltagsleben und durch Hervorhebung einzelner Ereignisse innerhalb der aktuellen Lebensumstände diese Verantwortungsoption erst ermöglicht. Wie sieht es hierzu in Neuseeland aus. Nun – um diese Frage zu beantworten, habe ich, mit entsprechendem Rechercheaufwand, für Euch eine exemplarische, deshalb auch lückenlose Dokumentation erstellt und illustriert wie folgt:
Integration in Alltagssituation: Hier – Hinweisschild an einer Highway mit Ausschilderung eines entsprechenden (Auto-) Haltepunktes mit Picknickmöglichkeit (zur besseren Reflexion der historischen Implikationen wahrscheinlich oder Stärkung nach schockartiger Erkenntnis)

Hinweisschild, entsprechend nationaler Norm (Wiedererkennungswert, auch im Unterbewusstsein, sogenannter Pawlow´scher Effekt), jedoch mit individueller Kennzeichnung, so dass das historische Interesse in eine bestimmte Richtung findet. Hier: Maori-Vergangenheit, Wehranlage

Schließlich die genaue Deskription des historischen Artefacts, so dass die physische Parallelität von betrachtendem Subjekt und betrachtetem Objekt gegeben und weiterhin die mentale Disposition des Betrachters von der Abstraktion hin zur Konkretisierung hergestellt werden kann.

Viertens: Konnektivität – der Betrachter wird dort abgeholt, wo er sich gerade befindet, also am Eingang. Konnektivität wird hier hergestellt durch Holzstufen, die den Übergang von der Jetztwelt in die Vergangenheit im übertragenen, den Übergang von der Diesseite auf die Jenseite des Stacheldrahtzaunes im Konkreten ermöglicht (Bilddokumentation siehe im Bildzentrum).

Die Annäherung an das Objekt geschieht nun körperlich durch Schrittfolge zur Förderung des empathischen Momentums. Die Dokumentation schließt mit der nach allen didaktischen Gesichtspunkten perfekt arrangierten Annäherung abschließend durch eine dreiteilige Bildfolge, die das Ereignis, hier also die Wehrbefestigung der ansässissigen Maori (IWi (= Stamm) unbekannt) die hier vor ca. 200 Jahren siedelten mit Wehr- und Wohnanlagen, Ställen und Speicherplätzen, insbesondere aber mit der Darstellung ihrer repräsentativen Infrastruktur (Wegführung), illustriert. Sowohl Frontal- wie auch Seitenaufnahmen erhellen die Aufsicht auf das historische Desiderat! Wir sind am Ziel! das unsere emphatische und mentale Identifikation mit unseren vorhergehenden Generationen, unseren Stolz auf unsere Vergangenheit, das Movens unserer bewusst geleiteten Handlungsweise fördern wird.



Abschließende Deutung:
1)       Es verwundert mich nicht, dass die Maori von den weißen Kolonisten besiegt wurden. Sehr haltbar schienen ihre Wehranlagen (Pa) nicht zu sein.
2)       Die neuen Neuseeländer sollten sich überlegen, welche Objekte sich zur Identifikation oder einfach nur zur Frustration eignen.  


Sic!












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