Was erfreut das HISTORIKERHerz? Nun, wenn die Wurzeln eines
Volkes, einer Nation, einer kulturellen Einheit respektiert werden, besser
noch, wenn dieser Respekt im Bewusssein der nachfolgenden Generationen positiv
verankert und handlungsaccelerierend ist. Vorbildlich die Gemeinschaft, die
diesen Bewussseinsprozess durch stetige Präsentation, Integration in das
Alltagsleben und durch Hervorhebung einzelner Ereignisse innerhalb der
aktuellen Lebensumstände diese Verantwortungsoption erst ermöglicht. Wie sieht
es hierzu in Neuseeland aus. Nun – um diese Frage zu beantworten, habe ich, mit
entsprechendem Rechercheaufwand, für Euch eine exemplarische, deshalb auch
lückenlose Dokumentation erstellt und illustriert wie folgt:
Integration in Alltagssituation: Hier – Hinweisschild an
einer Highway mit Ausschilderung eines entsprechenden (Auto-) Haltepunktes mit
Picknickmöglichkeit (zur besseren Reflexion der historischen Implikationen
wahrscheinlich oder Stärkung nach schockartiger Erkenntnis)
Hinweisschild, entsprechend nationaler Norm
(Wiedererkennungswert, auch im Unterbewusstsein, sogenannter Pawlow´scher
Effekt), jedoch mit individueller Kennzeichnung, so dass das historische
Interesse in eine bestimmte Richtung findet. Hier: Maori-Vergangenheit,
Wehranlage
Schließlich die genaue Deskription des historischen
Artefacts, so dass die physische Parallelität von betrachtendem Subjekt und
betrachtetem Objekt gegeben und weiterhin die mentale Disposition des
Betrachters von der Abstraktion hin zur Konkretisierung hergestellt werden
kann.
Viertens: Konnektivität – der Betrachter wird dort abgeholt,
wo er sich gerade befindet, also am Eingang. Konnektivität wird hier
hergestellt durch Holzstufen, die den Übergang von der Jetztwelt in die
Vergangenheit im übertragenen, den Übergang von der Diesseite auf die Jenseite
des Stacheldrahtzaunes im Konkreten ermöglicht (Bilddokumentation siehe im Bildzentrum).
Die Annäherung an das Objekt geschieht nun körperlich durch
Schrittfolge zur Förderung des empathischen Momentums. Die Dokumentation
schließt mit der nach allen didaktischen Gesichtspunkten perfekt arrangierten
Annäherung abschließend durch eine dreiteilige Bildfolge, die das Ereignis, hier also
die Wehrbefestigung der ansässissigen Maori (IWi (= Stamm) unbekannt) die hier
vor ca. 200 Jahren siedelten mit Wehr- und Wohnanlagen, Ställen und
Speicherplätzen, insbesondere aber mit der Darstellung ihrer repräsentativen
Infrastruktur (Wegführung), illustriert. Sowohl Frontal- wie auch
Seitenaufnahmen erhellen die Aufsicht auf das historische Desiderat! Wir sind
am Ziel! das unsere emphatische und mentale Identifikation mit unseren
vorhergehenden Generationen, unseren Stolz auf unsere Vergangenheit, das Movens
unserer bewusst geleiteten Handlungsweise fördern wird.
Abschließende Deutung:
1) Es
verwundert mich nicht, dass die Maori von den weißen Kolonisten besiegt wurden.
Sehr haltbar schienen ihre Wehranlagen (Pa) nicht zu sein.
2) Die
neuen Neuseeländer sollten sich überlegen, welche Objekte sich zur
Identifikation oder einfach nur zur Frustration eignen.
Sic!
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