Freitag, 29. März 2013

29.Maerz 2013 Mein letzter Tag in Burma ist angebrochen *na ja, mein vorletzter, aber Morgen ist eigentlich nur noch Abschiednehmen - und da es in yangoon keine Mietmotoradfahrer (und auch kein Mietmotorraeder fuer Auslaender gibt....welch oft beklagtes Leid meinerseits) kann ich nicht mehr nach Bago kommen, da nur teuer und kaum Zeit / d.h. eindeutig, nach Burma komme ich noch einmal zurueck. Hier habe ich eine glueckliche Zeit verlebt, tatsaechlich mal Kontakt mit Einheimischen gehabt und auch intensive Austausch-Gespraeche mit Travellern - ein rundum gelungener Stop fuer mich und da ich wirklich viele Gegenden noch nicht gesehen habe - seien sie gesperrt oder ich fand nicht die Zeit / so nehme ich mir fest vor, was ich in einer meiner naechsten Urlaube machen werde (falls das mit dem Chinavisum jetzt in Cambodia nicht klappt, dann komme ich einfach mal hierher zurueck? Es gibt viel zu erzaehlen, aber es sei genug, was ich auf Konserve gestern fabriziert habe, denn sonst habe ich ja nichts mehr zu erzaehlen>

Ich weiß gar nicht, wie weit ich im letzten Post gekommen bin, denn ich schreibe hier in die Konserve, da kein Internet verfügbar. Zz. bin ich wieder Kalow, reise aber in 2 Stunden zurück nach Yangon, um dort meinen letzten Burma-Tag zu verleben. Übermorgen ist dann wieder einer dieser „verlorenen“ Tage: Aufstehen, Packen, Frühstücken, zum Flughafen, Einchecken, Warten, Fliegen, Erstorientierung (Sim-Card, Taxi-Situation) in einer neuen Stadt orientieren und Hotel finden und dann – nach einem schnellen Abendessen im Hotel oder um die Ecke in irgendeinem Kiosk – ab ins Bett, mal sehen, wie hoch die Luftfeuchtigkeit und der Hitzepegel nachts in PhnomPenh ist, ich habe jedenfalls ein Hotel mit Air Condition gebucht. Mein Flug ist um 16:30, d.h. so gegen 12 muss ich mich auf den Weg machen, da der Weg zum Flughafen ziemlich lang ist und das Verkehrschaos herrscht – bin gespannt auf den Sicherheitscheck in Yangoon und hoffe, dass ich meine restlichen Kyat (gesprochen Tschatt) noch zurückwechseln kann, um Halb Acht Ortszeit werde ich dann anlanden. Auf Cambodia freue ich mich, habe schon einiges Interessantes gehört und außerdem gönne ich mir einen wirklich lockeren Einstieg, da ich erst einmal fast eine Woche dort bleibe, weil ich ja mein China-Visum da nun endgültig beantragen will (hoffentlich klappts), gebucht habe ich das Hotel schon mal bis Mittwoch. Ich werde also Gelegenheit haben, mich umzusehen und vielleicht auch mal ein Museum von innen zu sehen.
Burma hat mir jedenfalls gut getangetan. Es ist ein langsames Land – hier kommt die große Ruhe. Das Land ist groß, fast 2000 km Längenausdehnung zwischen Korallenmeer und Himalaya, aber der Großteil ist gesperrt oder unerreichbar (es sei denn, man scheut kein Risiko und vor allen Dingen keine Kosten). Einige erreichbare Regionen, vor allen Dingen das Delta und die Westküste, sowie die Gegend direkt südöstlich von Yangoon muss ich mir wohl für ein anderes Mal aufheben. Die Preise für Touristen explodieren hier, die Einheimischen haben überhaupt keine Vorstellung von den finanziellen Verhältnissen der Westler, sie sehen uns alle als Millionäre – mindestens, so dass eine Budgetierung für eine Reise ziemlich schwierig ist. Gestern war ich in Pindaya, um mir die Grotte mit den 8000 Buddhas anzuschauen – tatsächlich ein beeindruckendes Erlebnis. Gerne hätte ich da auch übernachtet, aber das einzig bezahlbare Hotel war bereits voll (meist mit Burmesen), die beiden anderen Hotels wollten 30 bzw. 40 Dollar für ein Zimmer, das eher jeweils drittklassig ist und überhaupt in keinem Verhältnis zur Leistung steht, insbesondere die Sanitäranlagen betreffend. Im letzten Jahr kostete das eine Hotel noch 25 bzw. 8 Dollar, da sieht man die Preissteigerung, das Hauptthema unter den Rucksackreisenden. Andererseits kann man nur schwer z.B. mit den Einheimischen reisen, um überhaupt vorwärts zu kommen, nimmt man die „schnellen“ Nachtbusse, die natürlich auch von den Burmesen genutzt werden, allerdings nur von den Wohlhabenden. Viele Orte erreicht man so aber gar nicht. So Pindaya. Nur ein Pick-up fährt morgends um Acht von Auung Ban, einer Stadt, ca. 20 Minuten Autowegs entfernt von Kalow. Ich also um 6 aufgestanden, um Viertel vor sieben beim Pick-up nach Auung Ban (ausnahmsweise mal den Einheimischenpreis bezahlt – die waren so verblüfft, dass ein Tourist mitwollte), dann in Auung Ban den Anschluss-Pick-up suchen und finden, dann fuhr der gar nicht um Acht (da noch nicht voll, es gibt i.d.R. keinen genauen Zeitplan, weswegen man auch so früh wie möglich da sein sollte, Pick-ups fahren, wenn sie voll sind), erst um 10 Uhr in Pindaya (Entfernung von Kalow ca 50 KM) dazwischen eine reiche Agrarlandschaft, rote Erde, aufbereitete Felder um die Saat - einzubringen – wunderschön dazwischen alte ausladende Bäume, die Straße bisweilen staubig, da Upgrading (na ja) In Pindaya erfahre ich, dass ich dort nicht über Nacht bleiben kann, also nur 2 Stunden für die Höhlen. Unterwegs gibt es einen riesigen Markt, den ich gerne gesehen hätte, denn gestern war Vollmondfest und die Stadt voll  mit den Bauern aus der umliegenden Gegend. Aber leider habe ich keine Zeit, nur die brüllende Werbung belästigt mein Ohr für Waschmittel und Seife, Reisen und Töpfe, alles mit Lautsprecher und „moderner Schmalzmusik und das in enger räumlicher Konkurrenz zueinander. In sengender Hitze die 2 Km zur Höhle gelaufen (die Einheimischen schmunzeln, denn jeder Einheimische nimmt die Pferdekutsche für den Weg, die ich aber wegen des völlig überzogenen Preises nicht bereit bin zu zahlen), dann die 500 und etwas Stufen hochgeächzt (wieder Lächeln der Einheimischen, die alle mit dem Motorrad oder Auto hochfahren, aber den Ausländern ist das Mieten der Motorräder ja verboten), dann die Höhle (erst mal Kamerageld abdrücken – gilt natürlich nur für Ausländer, obwohl auch die Burmesen mit ihren Händys lustig viele Bilder schießen), dann Eintrittspreis in Dollar entrichten (da ich nicht in einer Reisegruppe unterwegs war, wurde ich hierbei übersehen – auch gut, ich habe mich nicht in die erste Reihe gedrängt). Die Höhle anschauen – toll, dann hecktisch in der Mittagshitze zurück, da der einzige Pick-up zurück irgendwann ab 12 zurückfahren soll. Die Taxi- und Motorradfahrer sagen zuerst einmal, als ich nach der Haltestelle frage (falls sie mich überhaupt verstehen, denn Englisch sprechen nicht alle und mein Burmesisch ist doch ziemlich rudimentär und falls ich doch einige Sätze hervorbringe, dann verstehen das die Fahrer sicherheitshalber dann doch nicht) und bieten mir die Rückfahrt nach Auung Ban für 40 bzw. für 15 Dollar an (hingefahren bin ich für einen Dollar). Im Teestall zeigen sie in alle Richtungen und einige meinen, Busse gäbe es nicht (ich muss also nach einem Pick-up fragen – wie war noch mal das burmesische Wort dafür?), andere meienen, der Pick-up sei schon durch. Im Hotel (welches ausgebucht, bei dem ich aber doch die Toilette benutzen darf) zeigt man mir dann schließlich die Straßenecke, wo der Pick-up vorbeifahren wird. Ich komme gerade noch rechtzeitig – der selbe Pick-up wie heute morgen, der Schaffner erkennt mich und stoppt den Wagen, der proppevoll ist – die nächste Stunde stehe bzw. sitze ich auf der hinteren Ladefläche (oben drauf darf man als Frau nicht, da so die Männer unter einem sitzen würden – Burmesen wollen dies nicht als Diskriminierung verstanden wissen, sondern als Respekt – ich hätte lieber sicherer gesessen als respektiert worden zu sein) – 36 Leute + Fahrer und Schaffner fahren mit, in einem Wagen von der Größe eines VW-Kombis. Aber – ich komme zurück nach Auung Ban. In Auung Ban: der nächste Bus geht um 7 Uhr Abends, also handeln. Hier kein Problem, denn es gibt: Pferdekutschen, Motorräder, Autotaxis, Traktoren, Pick-ups, Busse und schließlich noch den Zug, die zwar alle unregelmäßig und selten fahren, aber irgendetwas wird schon gehen. Schließlich erbarmt sich ein Traktorfahrer meiner und bringt mich für einen Dollar zurück nach Kalow, wo ich gegen 15 Uhr lande – eine passable Leistung. Daraufhin gönne ich mir erst mal ein Frühstück (gesottene Teigtaschen mit Gemüse und Fleisch drin und zwei wirklich leckere Pfannkuchen – dazu ein paar Trauben vom Nachbarstand und zuckersüßen Tee). Ich fühle mich gestärkt und wohl und bin mit mir und dem Tag zufrieden.
Während ich mich touristisch umtue, gibt es unweit von hier in Meihthilla Unruhen. Die muslimische Bevölkerung, die hier nicht wohlgelitten ist, wird angegriffen, einige gelyncht, jedenfalls werden 4 Moscheen dem Erdboden gleich gemacht, ein Flüchlingsströmchen ergießt sich auch hier nach Kalow entlang der Berg“highway“. Das Militär rückt ein, nun sichtbar in ständiger Präsenz allerorten in den Straßen. Näheres kann ich nicht erfahren. Ich höre, dass BBC und Voice of America berichten, aber da ich kein Internet habe, kann ich die nicht empfangen. Jedenfalls sind nun mehr Muslime hier in Kalow als bei meinem ersten Besuch, erkennbar an ihren weißen Mützchen, ihren Kafftanen bzw. ihren charakteristiscchen Hemden und ihren orange gefärbten Bärten. Die Männer sitzen in den Teestalls (die Frauen sind weitgehend unsichtbar, d.h. sie sitzen im Flüchtlingslager, also in Sicherheit hoffentlich) und diskutieren mit verhaltenen Stimmen miteinander. Die Buddhisten, so höre ich, leiten eine Spendenaktion für die Flüchtlinge ein, Geld, Kleidung, Möbel, also alles, was die armen Kerle vor einer Woche ohnedies noch besessen haben, aber ihre Häuser sind ja in Flammen aufgegangen.
Bis jetzt habe ich ein weitgehend noch traditionell bestelltes, aber fruchtbar-reiches Land gesehen – gerne stelle ich mir Burma nach der Regenzeit ganz grün und voller strotzender Reisfelder vor. Der Ochsenpflug ist noch das Mittel der Feldbestellung, das Ochsengespann vor dem hochrädrigen Karren das Transportmittel. Ausgebaute Traktoren, oder sind es doch riesige Rasenmähermotorenangetriebenen Gestelle auf 6 Rädern, werden im Personentransport eingesetzt.
Das Straßensystem wird aber nun erneuert, Motorräder flitzen in Heerscharen an einem Fußgänger vorbei, kostet etwas 400 bis 500 Dollar und ist das erstrebenswerte Investitionsobjekt der Burmesen zz.. Vereinzelt sieht man auch Autos, allerdings noch sehr wenige, Privatwagen zumal eher noch nicht. Lastwagen sind alt und völlig überladen und erkennbar an der schwarzen Auspuffwolke, die sie umwabert. Züge sind extrem langsam (maximal 20 Stundenkilometer schätze ich mal) und sehr holprg. Trotzdem habe ich die kurze Zugfahrt (4 Stunden) vom Inle-See nach Kalow sehr genossen – aber viel länger hätte ich es ehrlich gesagt nicht gerne ausgehalten – denn man sieht so eine Menge. Stattdessen kreuzen – privat betriebene – Busflotten das Land, meist über Nacht, um irgendwann in den frühen Morgenstunden (3 oder 4 Uhr) anzukommen. Die Busse sind unterschiedlich bequem, aber so richtig bequem generell nicht, da die Straßen einfach nicht gut sind, so dass selbst ich kaum schlafen kann, bzw. am nächsten Tag noch ganz gerädert bin und den Anschlusstag bisher eigentlich immer mit Nichtstun verbracht habe.
Rede ich von Transportmitteln, so denke ich hier zuerst aber an Fahrräder, denn diese sind für Touristen das Mittel der Wahl, wenn man sich überhaupt individuell fortbewegen will und auch einigermaßen flexibel. Leider geht das nicht so einfach, denn es gibt keine Gangfahrräder und die Gegend ist zwar irgendwie flach, aber eben nur irgendwie – und ehrlich – bei 40 Grad und Mittagshitze und leichter Steigung verlässt einen die Freude am Radfahren ganz schnell. In Pagan kam noch dazu, dass die Wege zu den Tempeln kaum mit dem Rad befahrbar waren, da fußhoch sandig. Übrigens teilweise absichtlich, da der alte Weg zu viele Löcher hatte, so hat man Sand und Kies aufgschüttet – hätte man aber vielleicht doch besser erst in der Regenzeit gemacht, denn jetzt bedeutet das STAUBWOLKE und lebensgefährliche Rutschgefahr. Das Radfahren hat die Regierung den Ausländern wohl verordnet, um die beruflichen Fuhrunternehmen zu schützen, denn Pferdeunternehmen u.Ä. , d.h. das bisherige Nahverkehrssystem wird von den Einheimischen – wegen Mofabesitz – kaum noch benutzt, also müssen die Touristen her – für ein Vielfaches des ursprünglichen Preises natürlich! Also Fahrradfahren. Da in Bagan nur peppig-knallig-silbrig glänzende „Kinderräder“ (man konnte sein Bein nicht durchstrecken, also total anstrengendes und unökonomisches Radeln, zudem hätte mir mein Bauch im Wege gestanden) im Miethandel verfügbar waren, habe ich einen halben Tag genutzt, um mir ein Indian Hero zu besorgen bzw. reparieren zu lassen – bei uns bekannt als Gazelle-Markenrad. Hier wird es noch durchgehend von dem aussterbenden Beruf der Fahrradrikschafahrer genutzt – also haltbar, haltbar, haltbar! Der Sattel des von mir schließlich gefundenen Exemplars war aber einfach nur schmerzhaft, also habe ich einen neuen Sattel gekauft, dafür aber etwas weniger Miete gezahlt. So habe ich also 2 ein halb Tage die Tempelwelt von Bagan erkundet und ich muss sagen, jeden Tag lieber. Am Morgen des zweiten Tages habe ich Thaung Hlaning (ausgesprochen Tau: und La: ik), der – mittlerweile 58 Jahre alt, die letzten 17 Jahre als Schlüsselwächter für den zentralen Teil der Tempelstätten zuständig war und ist. Ihr habt richtig gelesen. Ich habe genau den rechten Mann kennengelernt um Bagan kennenzulernen, nämlich den Herrn der Schlüssel und damit denjenigen, der einen in all die nichtöffentlichen Tempel mitnehmen konnte. Zuerst  einmal habe ich mich einfach dem ersten und zweiten Tempel zugewendet, die am Weg lagen und das war gut so – nämlich keine Touristen, dafür das Heim von Hlaning (zusammen mit 3 seiner 5 Söhne, seinen beiden Töchtern, seiner Schwiegertochter, den 3 Enkeln, den Katzen, Hunden, Gänsen und Enten, der Nachwuchs war gerade mal 3 Tage alt. So kam ich in den Genuss einer Teezeit auf dem Dach eines Tempels mit herrlicher Sicht und ohne Touristen und mit interessanter Unterhaltung, denn Hlaning kann ganz gut Englisch sprechen, dass er Ende der 50er Jahre von einer englischen Missionärin gelernt hat und was irgendwie die Zeit überdauert hat.  Den Rest des Tages verbrachte ich in unterschiedlichsten Tempeln, Stupen und (höhlen)Klostern, die allessamt faszinierend wunderbare, teilweise fast 800 Jahre alte , meistens aber aus dem 18 Jh. Stammende Wandmalerereien beheimateten. Am nächsten Morgen gab es zum Sonnenaufgang wieder eine süße Teemahlzeit (ja, ich war um halb fünf aufgestanden und die halbe Stunde mit dem Fahrrad durch die Dunkelheit gefahren – immerhin ohne Licht, aber das Schicksal teile ich mit den meisten Verkehrsteilnehmern hier, so dass man immer für Überraschungen gut ist) und hernach noch einige Tempelbesuche, darunter auch die alte Klosterhalle des Ananda-Tempels – das war das Tollste überhaupt. Diese Wandgemälde (darunter auch portraitierte Portugiesen) gehören zum Wunderbarsten, dass ich je gesehen habe (leider durfte ich nicht fotographieren) – es war ein einfach toller Tag, ein phantastisches Erlebnis, etwas ganz Besonderes! Den Abend verbrachte ich dann noch sehr unterhaltsam mit Vinzenz aus Holland und so war es ein runder Tag.
So – nun muss ich zum Bus, mich fertig machen, auf in eine lange, mühsame Nacht, aber ich habe mir den bequemsten Bus geleistet, den Geld bezahlen kann und hoffentlich lohnt sich dieses Investment auch. 
Zum Schluss moechte ich doch noch etwas zu der Mode hier anmerken, denn  obwohl die Werbung (die reichlich vorhanden ist von Schwarzkopf, Nivea und allen sonstigen bekannten Firmen, gerade schienen die Autofirmen auch einzusteigen (obwohl jetzt schon Verkehrschaos herrrscht)) ausschliesslich westliche Kleidung propagiert, die auch, meist in ziemlich geschmacklosen und kitschigen Kombinationen getragen wird von den etwas wohlhabenderen Schichten, die dazu noch mit Rolleximitaten (?) und Goldschmuck ueber und ueber behaengt sind, tragen die meisten Burmesen (und auch die Minderheiten) noch ihren Longyi / Die Frauen zum Wickeln, das Oberteil mit kleinem angeschnitten oder halblangem Arm - haeufig in Bluemchenmuster oder uni - , die Haare schwarz und lang, fast immer aber hochgesteckt (mit einem Kamm), nur die jungen, unverheirateten Maedels tragen ihr Haar angeschnitten und offen, im Gesicht eine Art Schminke bzw. Insektenschutz, das Thanata (?), das aus einer Baumrinde, gerieben auf einem feuchten  Putzstein, ins Gesicht gestrichen wird (Wangen und Stirn, manchmal auch ueber den Nasenruecken). Nicht immer passen Oberteil und Longyi zueinander, die hoeheren Bildungsschichten (also angefangen mit Highschoolschuelerinnen) tragen aber aus einem Guss, was fesch ausschaut und sehr freundlich, insbesondere, wenn sich die Frauen duftende Blumen in ihre Haarspange stecken. Schmuck wird selten getragen, falls, dann nur ein Ring, kleine Ohrstecker u.AE. Die Maenner tragen auch Longyi und westlich geschnittenes Oberhemd mit langem oder halbem Arm, beides kariert, meist uni untergrundig mit ein oder zwei andersfarbigen Schussfaeden. Der Lungyi ist zusammengenaeht und wird vor dem Baum eingedreht und seitlich gesteckt, so dass nach vorne ein Stoffbausch die zentrale Mitte der Herren markiert. Jedenfalls ermoeglicht die Zusammennaht ein gelegentliches Lueften (und bei den unteren Schichten auch gelegentliches Kratzen). Geht mann Treppen hinunter, dann wird der Longyi leicht nach oben verschoben ueber dem Po, so dass der Saum nicht beschmutzt. Wird der Longyi traditionell lang getragen /- also bis auf die FlipFlops (nachmal auch aus Leder, genau wie bei den Frauen allgemein ueblich), dann betont das die (meist) schlanke Perspektive der Maenner, was ziemlich sexy aussieht. Sobald die Maenner hier westlich geschnittene Hosen anziehen (vom Schneider genaeht im Gatsby/Stil) sehen sie nur noch skinny aus - schade. Arbeitet man nicht mehr koerperlich, dann wird peinlich darauf geachtet, dass das Oberteil aeusserst sauber ist (taegliche Laudry) . Auch werden dann helle Farben, also meist weiss bevorzugt. Die Maenner tragen manchmal einen breiten Siegelring oder zwei oder drei schmalere Ringe, um ihren Wohlstand zu zeigen, ansonsten laufen sie schmucklos durch ihr Leben (Ausnahme> Die Sikhs) Die jungen Maenner lieben es, ihr Haar im Siouxstil, also nach oben gegelt zu tragen, wie schon beschrieben, auch "blond" gefaerbt. Bei den Jugendlichen steht westliche Kleidung, also insbesondere Jeans hoch im Kurs =- meiner Meinunbg nach verlieren sie so viel von ihrem visuellen Charme, aber die allgemeine Beliebigkeit im Zuge der Internationalisierung ist wohl kaum aufzuhalten, was ich bedaure.

2 Kommentare:



  1. ......alles toll , einmalig fuer Dich und interessant fuer mich , denn hier im Fernsehen ,Programm Phoenix laufen Deine Erlebnisse gleichzeitg farbenfreudig mit , jeden Abend - heute ist Vietnam an der Reihe,,,,,und natuerlich wirst Du da nochmal sein .....hoffen wir das Beste......Du bluehst richtig auf.,weiterhin so I.L.M.

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  2. Wahnsinn. Ich hätte nie den Mut, glaub ich. Das mit dem Pick up ist ja wohl Bombe!

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