Und da bin ich überrascheinderweise wieder. Denn hier im YHA
am Mt. Cook haben sie gerade eine Werbewoche und d.h. als Mitglied bekomme ich
24 Stunden Internet geschenkt – unglaublich. Gleich ausnutzen. Und das ist auch
möglich, denn…. . Ich will ja nicht wieder vom Wetter anfangen, aber…. Seht selbst:
Na - ich sehe schon, die Bilder werden wieder mal bei dem YHA-Partner hochgeladen - letztes Mal sahe sie danach auch künstlerisch aus - aber vielleicht kann man trotzdem etwas erkennen. ! Cathrin
Ich und die Berge und Südinsel Neuseelands – die Kombination
dieser drei Elemente mündet unweigerlich in Regen. Ich sitze hier nach einer
heißen Dusche, meine Kleidung im Trockenraum (der dankenswerterweise für die
Skisaison bereitsteht), im Aufenthaltsraum der Jugendherberge, das Kaminfeuer
prasselt, ich habe einen dampfenden Tee neben mir stehen und denke an den
Winter und an Euch, ober besser an Euch im Winter und fühle mich Euch
unvermittelt sehr verbunden). Also – ich
bin heute Morgen etwas später aufgewacht (ich muss ja heute nicht auschecken).
Diesmal war die Wettervorhersage allerdings mal wieder falsch, denn es regnete
gar nicht, sondern die Sonne schien. Ich also so schnell als möglich aus den
Federn und los auf den Hocker-Valley-Track (4 Stunden hin und zurück, bei mir
also 5 Stunden), der mir eine wunderbare Sicht auf den Mount Cook gewähren soll
– außerdem noch 2 schöne neue Hängebrücken und einen Gletscher. Tja-
Pustekuchen. In weiser Voraussicht bin ich schon bis zum Campingplatz mit dem
Auto gefahren (und habe damit eine Stunde Weg gespart – was ich ungern tue,
denn ich bin ja hier zum „Wandern“ äh, Spazierengehen) und kaum bin ich auf dem
Weg, da fängt es an zu nieseln und es wird immer nässer und irgendwann war es
auch schon egal, weil ich trotz Regenzeug nass bin und als ich endlich am
Gletscher in Sichtweite – getrennt nur durch den Gletschersee – ankomme, ist es
auch noch richtig kalt. Beweis (so sieht der Gletscherausflusssee des Hocker-Gletschers
aus)
Erkennbar, aber interessant, oder?
Während ich so zurückeile (ich habe den Weg hin und zurück
in 3 Stunden geschafft – mein persönlicher Record) und meine Füße auch noch
nass werden, weil mittlerweile der Wanderweg unter Wasser liegt und ich
bisweilen wie eine Elfe von Stein zu Stein hüpfe, aber das kostet Zeit, also ab
durch die Mitte, na ja: Nässe, regnet es immer weniger. Die Sicht ins Tal sieht
hingegen grausam aus:
(Bild 5 Zeilen weiter oben - heute mal in interssanter Ansicht)
So ist gewiss, dass Eile geboten ist (und wie berechtigt das
war, zeigt sich, als ich gerade mein Auto aufschließe, denn da ging es dann so
richtig los!), aber da hat irgendein Berggott ein Einsehen und für wenige
Minuten reißt der Himmel auf und ich sehe in aller Klarheit die Bergkette vor
mir, die ich von der anderen Seite nicht sehen konnte (ihr erinnert Euch meiner
Erlebnisse am Franz-Josef- und am Fox-Glacier, die justamente die Westflanke
dieses Bergzuges bilden. Ein herrlicher Anblick.
Manches Mal habe ich gedacht,
welch ein Glück es ist, von so viel Schönheit umgeben zu sein! Kaum bin zurück
in der Jugendherberge (meine Absicht, mich mal in ein Cafe zu setzen oder mir
das E.-Híllary-Zentrum anzusehen wird durch strömenden Regen außerhalb und
durch feuchte Kleidung auf meiner Haut vereitelt), da folgt unweigerlich das,
was ich in diesem Jahr unbedingt vermeiden wollte: Es schneit. Eine feine
Puderschneeschicht bedeckt die mich umgebenden Berge nun bis auf 1400 Meter
hinunter (Das Dorf Mt. Cook liegt auf ca. 750 Meter Höhe) – ich kann es kaum
glauben!
Hier im Aufenthaltsraum hängen Erstklässlerplakate zum Erlernen
der Maori-Sprache und einige dieser Worte finde ich wieder einmal sehr
aussagekräftig, unterhaltsam oder bedenkenswert. Je wichtiger ein Gegenstand einer
Sprachgruppe ist, desto mehr Ausdrücke hat sie dafür (z.B. die Eskimos haben
über 30 Begriffe für Schnee). Den Maori scheint der Abschied ein Zeremoniell
wert zu sein. So verabschiedet sich die scheidende Person mit E noho ra oder
mit Hei konei ra. Die verbleibende Person sagt stattdessen Haere ra, Allerdings
nur, solange sie steht, sitzt sie, dann heißt der Abschiedsgruß: Noho ake ra.
Eine Besonderheiten bei Verben finde ich die folgende Expression: „To stretch
and yawn“ = hitakatako. Die Maiorii sind also ein Volk der Gähner und sie
lieben es, sich dabei zu strecken. Dies wird als eine (!) Tätigkeit gedeutet.
Die Namen der Tiere erscheinen mir auch von Interesse, zumal die von den
Europäern eingeführten teilweise recht hübsche Namen erhalten haben: Pferd =
hoiho, Katze = ngeru, Hund = kuri, Henne = heihei, die Ziege = nanekoti, der Hirsch = tia, Schwein
= poaka, der Igel = Hetiheti und das Schaf = hippi (ich liebe dieses Wort,
welche Wahrheit steckt darin, die Ähnlichkeit mit einem Hippie ist doch recht
groß betreffend Aussehen und Gemütslage und Verhaltensweise), das Kaninchen
heißt schließlich rapeti. Sehr hübsch der Schmetterling betitelt mit pepepe und
der kleine Spatz = tiu (klingt kurz und frech, genau wie Spatzen sind – heute
flogen hier in Küche und Essraum zwei Spatzen herum, die so blietsch waren,
durch das geklappte Fenster hineinzuschlüpfen und sie pickten alles fleißig
auf, besondern intensiv, alles aus dem sog. Schweintrog). Die Raupe heißt
makori, die Biene pi, der gecko mokopapa und die Ameise nennt man hierzulande
popokorua. Ihr wisst sicher auch die
Bedeutung folgender Worte: tahi, rua, toru, wha, rima, ono, whitu, waru, iwa,
tekau. Wer mal aufs Klo muss, sollte die Bedeutung dieser Worte kennen Tama
(Boy) und Hine (Mädchen).
GUten Abend! Obwohl ich lieber das Cathrin-springt-elfengleich-von-Stein-zu-Stein-Foto gesehen hätte, muss ich anmerken, dass das erste hochgeladene Bild das wieder ausgleicht: Wie phantastisch mit den Palmen und dem Schnee!!!
AntwortenLöschenBin gerade erst mit Karo aus Hennef zurück und total platt. HIer schneit`s auch gerade wieder... Gute Nacht, Nico
Ganz toll !!!!! ich mag besonders das Bild von dir im Vordergrund und die starken schoenen Berge im Hintergrund.Sie stehen hinter dir und du siehst frisch und gluecklich aus:-). Hier in Arizona hatten wir 3Naechte mit Gefrierpunkt,aber jetzt,wieder zurueck in meinem schnuckeligen Apartment,habe ich alle Fenster offen und sitze mit Tshirt ohne Aermel und sehe mir deineschoenen Bilder an und laechle ueber deine interessanten und lustigen Beschreibungen ueber die Beobachtungen die du machst.Na ja,ich glaube,du bist fast oder schon - auf dem Weg nach Asien und laesst das erfrischende Neuseeland hinter dir.Aber ich glaube,es wird dir bestimmt lange in guter Erinnerung bleiben - fuer mich ist es immer noch tief in meinem Herzen und ich habe auch aus diesem Grunde diesem Teil deiner Reise besonders gefolgt - und habe rausgefunden wie ich mit dir in Verbindung bleiben und meine Kommentare geben kann - wer es sonst noch wissen moechte,...........als ANONYMes Profil geht es,nur am Ende muss man seinsn Namen unter
AntwortenLöschen......also - Profil ist "anonym" und dann Veroeffentlichen. Nur der Name muss unter dem Kommentar sein,so dass Cathrin und wir alle die ihrem Blog folgen,wissen wer es ist.Matina:-)
AntwortenLöschenHallo liebe Cathrin! Ich hoffe, es geht Dir gut??? Lange nichts mehr hier gesehen! Aber heute ist Deine RIESENKARTE mit den Supermarken hier angekommen und ich habe mich wahnsinning darüber gefreut. Heute war eh ein toller Tag: Heute Morgen rannte ein Eichhörnchen vor mein Auto, aber ich war so langsam, dass ich es glücklicherweise nicht überfahren habe, dann kam deine Post und ein Brief, der mich zum ehrenamtlichen Briefeschreiber bei der Diakonie macht, dann haben wir bei Karo gefeiert und jetzt habe ich nach 15 Jahren noch eine Ausgabe von 1001 Nacht ersteigert, die ich haben wollte. Das ist doch mal gelungen, oder? Ich hoffe, es geht Dir so gut wie mir zur Zeit, LG Deine Nico
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