Sonntag, 9. Dezember 2012





Vorgestern habe ich alles in Weitwinkel aufgenommen - die Welt war nach dem anhaltenden Regen und dem teilweise dichten Nebel wieder hell und licht und weit und wild und wunderschön. Ich habe in meinem Einzelzimmer-Dorm übernachtet und ich wachte auf mit Rauschen und Wellengerolle und Brandung und alles. Ich sogleich zum Strand und Richtung Flussmündung, also Richtung Opotiki gelaufen und mal wieder Muscheln gesammelt - einfach herrlich - hier miene Impressionen:

Samstag, 8. Dezember 2012


Im Sturmgeplagten Osten, Nebelumwallt ist Kuscheln angesagt - ganz klar eine Parallele mit dem heraufdämmernden Winter in Deutschland!
Zum Schluss - mal sehen, ob ich noch ein Bild für Nicoletta finde:


Zur Eigentumsfrage:
Jetzt reise ich ja nun schon einige Zeit durch Neuseeland und am Anfang habe ich so ein Gefühl von Weite gehabt. Das hat sich geändert. Das Land ist durchgehend kultiviert, an den entlegendsten Orten stößt man auf den Hinweis, sich auf private property zu befinden, Zäune zäunen das ganze Land ein, selbst Orte, die durch ihre verwegene Position, ihre Einsamkeit, ihre Unzugänglichkeit kaum den Zutritt gewähren, werden geschützt von Hinweisschildern und Zäunen. Neben den Neuseeländern (die in den letzten 30 Jahren – nach Aussage meines Wirtes in Opotiki – von 1,5 auf 4 Millionen Mitbürger zugenommen hat), haben auch die Kühe an Anzahl zugenommen – es gibt unendlich viele, hier auf der Nordinsel jedenfalls mindestens so viele wie Schafe – das hat den Nachteil, dass die Kühe nicht mehr als Rasenmäher fungieren (weswegen sie häufig, obwohl sich der Verkauf der Wolle kaum noch lohnt, mit Schafen kombiniert werden (nicht „gepaart werden“), sondern ihr Fleisch wird offensichtlich auf den Weltmärkten nachgefragt – für die Umwelt ist das jedenfalls nicht der Knaller! (Furz). Sie sind jedenfalls sehr neugierig und ziemlich kommunikativ (man hört die jungen Buller ziemlich weit mit ihrem dunklen Muhen). Pauline vom Tree Hostel in Kohukohu im Norden, die eigentlich Australierin ist, meinte auf die Frage, was sie an Neuseeland im Gegensatz zu Australien besonders schätzen würde, dass es hier in Neuseeland eine Neigborhood gäbe (Australien ist zu groß dazu). Nun ja – die gibt es, aber anders als bei uns. Der nächste Nachbar wohnt meist ziemlich weit weg, aber immerhin, er ist da. Und dazwischen sind die grasenden Kühe oder Schafe. Das naturbelassene Land ist wenig – eigentlich habe ich bisher nur den Urewera Nationalpark kennengelernt, der noch in größerem Umfang Primärwald umschließt – der ist so unfruchtbar, das hier kein Gras ausreichend für Schafherden wächst, so dass die Bauern – meist entlassene Soldaten des ersten Weltkrieges – das Feld – im wahrsten Sinne des Wortes – räumen mussten nach teilweise jahrelangem Kampf und Krampf, aber schließlich eben doch und gleichzeitig diente dieser Wald, der sich aus einem Tiefland erhebt, den Maori als einziges Rückzugsgebiet, nachdem der Vertrag von Whangarei von den Engländern gebrochen worden war. Hier lebten auch die Maori, die diesen Vertrag nie unterzeichnet hatten, deshalb gibt es im Nationalpark noch mehrere Maoridörfer, aber das stört den großen Wald im Ganzen gar nicht. Also, man fährt und es gibt hier eigentlich trotz aller Wildheit (Vulkanausbrüche, Erdbeben) eigentlich keine Wildnis auf dem Lande, man trifft immer wieder auf irgendein Haus, ein Property-Schild, einen Zaun….
Nun mal zu den Entdeckern (außer mir natürlich):


I tua tata mai i tenei wahi te kitenga tuatahitanga o te Maori me te Pakeha i a raua me te miharoanoki a raua. (In der Nähe dieses Ortes begannen Maori und Ausländer einander kennen zu lernen). Dieser denkwürdige Satz steht am Strand von Gisborne, wohin mich mein Weg letzten Mittwoch führte. Der Text führt weiter aus, dass
Ko ratou i tutaki tuatahi ki a kapene Kuki me ana tangata, a ko te kaiwhakanaori ko tupaaea o (es die Nachfahren derjenigen, die einst im Hourouta-Kanu an dieser Küste landeten und deren Nachkommen seither dieses Land besiedelten, diesen ersten Kontakt mit Kapitän Cook und seinen Männern machten und „sie sprachen mit ihnen (den Europäern) mit Hilfe von Tupaea, der noch die alte Sprache der Herkunftsinsel Tahiti sprach). Diese sehr positiv gestimmte Darstellung verschleiert nur die Tatsache, dass James Cook (und seine Männer) ihren Erstkontakt ziemlich unkommunikativ verbrachten, indem sie, aufgeschreckt durch den Kriegstanz der dortigen Maori (den man durch formalisierte Handlungen entkräften kann) sogleich 6 erschossen und fluchtartig den Ort der Erstbegegnung, nämlich die heutige Stadt Gisborne an der Südostlüste der Nordinsel, verließen. In James Cook Worten stellt sich die erste Begegnung, nachdem er am 8en Oktober 1769 lt. Logbuch (tatsächlich war es der 7te Oktober) nach einer über einjährigen Reise mit seinem Schiff Endeavour vor Neuseeland landete, so dar:
Monday 9th : Gentle breezes and clear weather. PM stood into the Bay and anchored on the NE side before the entrance of a small river in 10 fathom water, a fine sandy bottem. The NE point of the Bay bore EBS1/2S and the SW point south distant from the shore half a League.
After this I went ashore with a party of men in the Pinnace and yawl accompanied by Mr. Banks and Dr. Solander. We land abreast of the ship and on the east side of the river just mentioned, but seeing some of the natives on the other side of the river whome I was desirous of speaking with and finding that we could not ford the river I ordered the yawl in to curry us over and the Pinnace to lay at the entrance.
Die genaue Beschreibung des Ortes entspricht wohl dem Charakter und der beruflichen Verbindlichkeit des Kapitäns, denn seine Karten, die er während der Umrundung Neuseelands anfertigt, sind bis heute hervorragend undwaren bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts in Gebrauch! Aber egal, in seiner Namensgebung war er auch sehr originell – Die Bucht vor Gisborne nannte er Poverty Bay – Armuts Bucht, „da es nicht einen einzigen Gegenstand gab, den wir wollten.“ Auch war er fair genug, zu erkennen, dass nicht er, sondern sein Schiffsjunge, der sich um zwei Uhr morgens im Ausguck befand, das neue Land zuerst erblickte und – Ehre, wem Ehre gebührt – er nannte die weißen Klippen, die der Bursche zuerst gesichtet hatte, getreulich und ehrlich - Young Nicks Head  (der Schiffsjunge hieß Nick Young, wahrscheinlich war er aber auch noch jung) – die Stadt Gisborne ehrt bis heute alle Crewmitglieder der Endeavour, indem sie ihre Straßen nach jedem einzelnen benennt. 
 Vielleicht sollte man noch hinzufügen, dass - laut meinem Reiseführer, James Cook das Malheur des Erstencounter im Nachherein leid tat - naja!?

Hier nun der Ort des Geschehens aus heutiger Perspsektive

Gisborne befindet sich bis heute im James Cook-Taumel und es ist leicht, hier irgendwelche glorifizierende Informationen zu erhalten, aber einige Angaben sind auch sehr interessant und ich möchte sie Euch nicht vorenthalten (siehe oben).
Der Platz, an dem James Cook als erster Europäer an Land ging, trägt seit 1906 einen Monolithen. Geht man dorthin, ist die Irritation allerdings ziemlich groß, denn man befindet sich mitten im lokalen Hafen-Industriegebiet. Direkt neben dem Denkmal ist der Eingang zu einem Holzexporteur. Schon etwas passender –unweit befinden sich die Quais, an denen die heutigen Schiffe (nicht zu große, Gisborne ist doch nur ein bescheidenes Örtchen) beladen werden. 



Direkt um das Denkmal herum befindet sich interessanterweise eine Erinnerung der besonderen Art, denn die Endeavour war weniger der kolonialen Landnahme, denn vielmehr der Wissenschaft gewidmet. James Cook wurde von 10 Wissenschaftlern begleitet und die definierte Aufgabe seiner Expedition war es, den Horizont der Engländer zu erweitern (und damit dem des Restes der damals bekannten Welt) Jedenfalls befanden sich unter den Wissenschaftlern auch ein Dr. Joseph Banks (Botaniker) und ein Dr. Daniel Solander, seines Zeichens ein naturel historcian. Bei ihrer ersten Landung, die aus gegebenen Anlaß doch etwas kurz ausfiel (s.o.) waren sie in der Lage (ich frage mich: WANN) insgesamt ca. 40 specimen (lokale Pflanzen in diesem Fall) an sich zu reißen, während sie bei ihrem nächsten Landgang in Anaura Bay weiter östlch am 20/21.10.1769 ­schon 98 weitere Pflanzenarten mitgehen ließen und schließlich am dritten Landgang, der 6 Tage dauerte, da Nahrung und Frischwasser an Bord genommen werden mussten und außerdem einige kleinere Reparaturen anstanden, schließendlich ordentlich ihre Botanisiertrommel füllen konnten, jedenfalls genug, um die damals gängige These von Linnaeus, die er um 1753 formuliert hatte, nämlich dass es max. 10 000 Arten geben sollte, ordentlich ins Wanken zu bringen und so ein Fundament für den Gedanken der Biodiversität legten. Ihnen zu Gedenken, hat man um das Entdeckerdenkmal einheimische Pflanzen gepflanzt, die die beiden Forscher nachweislich ihrer Aufzeichnungen bei ihrem Erstbesuch mitnahmen, z.B. Titoki (Alectryon excelsus)- der gutes Holz liefert und Rewarewa (Knightia excesla) im Englischen Honey Suckle, da Tui und Bellbird seine Blüten lieben. Weiterhin: Kowhai-Ngutu-Kaka (Clianthus puniceus), Kawakawa (Macropiper exelsum) = Pepper Tree, Tutu (Coriaria arborea), Rangiora (Brachyglottis repanda) – Maori Antisepticum, Mahoe (Meliytus ramiflorus) = whitey-wood, Pate (Schefflera digitata) = Firetree, Puriri (Vitex lucens – verwandt mit indischem teak, Karo (pittosporum crassifolium), Porokai Whiri  (Hedycarya arborea) = Pidgeonwood, Nihinhi (Calystegia Soldanella, Makomako (Aristotelia serrata ) = wineberry, Kohekohe (Dsoxylum spectabila) (ICH habe alle Namen getreulich protokolliert für Euch – trotz Windstärke 7 an diesem Tag – puhhh)

Dass der Cook-Wirbel auch einiges an neuseeländischem Humor zu Tage bringt, sei hier nicht nur vermerkt, sondern hoch gelobt, denn ich habe mich doch ziemlich beeumelt, als ich, nach einem anstrengenden Aufstieg auf den Tiritanga, direkt hinter dem Denkmal, auf dem Gipfel des ersteren eine Bronzestatue, ganz im Gusto einer Heldenverehrung erblickte

 und dann – den Text las, den ich euch nicht vorenthalten will (etwas gekürzt, der Wind war doch so stark):

This statue was placed here at the time of the bicentenary of the landing of Lieutnant James Cook and the men of Endeavour in Poverty Bay 1769 – the first known landing of Europeans in NZ... In the belief that it was a replica of  James Cook, it was gifted to the City and a twinbronze was placed on the brewery in Khyeer Pass, Auckland. Despite concerns by those woh recognized that the uniform was not that of the British Navy and the facial features  bore little resemblance to Cook. Since October 1969 the statue has een a source of delight for photographers and a source of embarrassment for historians. Who is he? We hae no idea.

Da bin ich ja nach meiner Historikerparodie vom letzten Mal wieder etwas versöhnt mit dem historischen Sinn der Kiwis – wenn man schon wenig Geschichte hat, dann muss man wenigstens etwas draus machen – findet ihr nicht auchf!

Desweiteren ist die Orientierung nicht immer ganz einfach - immerhin kann man sagen, ist ja doch allees James Cook - hier mal ein Beispiel - zählt einmal, wie oft ihr genau hier seid - nicht klar wird also der Standpunkt, im Gegensatz zu Gisborne uns seiner Beziehung zu James - er wird geliebt (ob von den Maori auch, konnte ich nicht feststellen)
 

Weihnachtsgeläut:




Zum Abschluss noch ein wenig Weihnachtsgeläut. Auch hier gibt es Weihnachten, wenn auch noch nicht so ganz entschieden scheint, wie der Weihnachtsbaum aussehen soll. Hier einige Vorschläge (Geschäftig, natürlich, wunderschön, a la Maori)
Heute ist der 8.Dezember
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Heute Morgen lag ich wohlig in meinem „Einzel!“-Zimmer­­-Bett (ich war einfach nur der einzige Gast im Hostel und hatte daher den Share-Room für mich ganz alleine – ein seltenes und angenehmes Privileg) – die Matratze war dick, nicht zu weich, nicht zu hart – kurz: bequem und ohne Rückenschmerzen - , ich liege genau unter dem Fenster – frische Luft und Meeresrauschen vom Feinsten bescherten mir eine sehr angenehme Nachruhe (nur eine Nachttischlampe hat noch gefehlt zum vollkommenen Glück), jedenfalls, ich kuschele so im Halbschlaf vor mich hin, als plötzlich ein Zug vorberauscht. Zuerst leise, dann immer lauter werdend, schließlich direkt an meinem Zimmer vorbei, das Bett wankt, ein Wind, der Zug ist vorbei, entfernt sich mit Rauschen und Grollen und ist weg und ich weiß nicht, ob ich das wirklich eben erlebt habe, denn ich befinde mich im Übergangsstadium zwischen Träumen und Wachen und vielleicht war es nur ein Nachhall meines letzten Traumes, denn während ich wieder in Morpheus Schoss zurückrutsche, sinnieren meine Gedanken darüber, wo denn hier eine Bahnlinie ist, denn bei meinen gestrigen Spaziergängen habe ich keine Schienen gesehen und denke noch, das wird irgendwie zu klären sein und mag es doch nur ein Traum sein, da bin ich schon wieder weggenickt. Der Wecker bimmelt pflichtschuldigst eine halbe Stunde später  und ich dusche und mache mich frisch für den Tag, mein Kaffee, meine Corn Flakes, frische Milch, Marakuja-Lemon-Marmelade, Orangen, als der Wirt kommt und mich nach meinem Befinden nach dem Erdbeben fragt. 5,8 auf der Skala, 140 Kilometer nach Nordwest (Richtung Roturua), 175 Meter tief lag das Epizentrum, bei ihnen hat es ganz schön geschüttelt und gescheppert, beinahe 6 auf der Richterskala, das ist doch schon ganz schön viel und – (seine Frau ist Japanerin) – sogleich hat er an einen Tsunami gedacht, wir so nah am Strand und landeinwärts alles flach. Kein Traum also, sondern mein erstes Erdbeben – ich bin platt. Klar wird mir, dass ich keinen Anlass zur Angst hatte, ja , beruhigt wieder entschlummert bin, da ich eine Erklärung hatte, die meine Welt in Harmonie geordnet hat – so unsinnig diese auch angesichts meines empirischen Befundes war. Es ist doch erstaunlich, wie sich die Realität anpasst, wenn man die Sachen beim Namen nennen kann.  Der Name wird die Sache selbst, so scheint es, die tatsächlichen Ereignisse ignorierend. Eigentlich hätte ich doch aufspringen, mich auf den Boden schmeißen oder hinauslaufen sollen (das Erdbeben dauerte nach Aussage meines Wirts ziemlich lange und die akustischen Signale habe ich ganz richtig als heranrollend, einrauschend, hinausgrollend erkannt) oder doch zumindest das Neue, erstmalige Erleben erkennen müssen – aber nichts! Es scheint, als ob die weltbewegenden Neuigkeiten an mir vorbeidonnern und ich immer noch an den Weihnachtsmann glaube, weil ich das, schein´s, so will – ziemlich konservativ – wenn ich nichts Neues – auch wenn es gefahrvoll ist,  wahrnehmen will, dann scheine ich einen ausgeprägten Selbstschutz zu haben!

Andererseits passt das auch gut zu meinen Gedanken betreffend Sprache in den letzten Tagen. Die Wanderungen der letzten Tage förderten meinen Wunsch, doch etwas mehr von den mich umgebenden Pflanzen zu wissen – schon seit einiger Zeit benenne ich sie, weil ich sie unterscheiden und wieder erkennen möchte – einige begrüße ich nämlich mit großer Freude und möchte ich auch gezielt ansprechen können. Angefangen hat alles mit Ponga, dem Silberfarnbaum – einer meiner Lieblinge! Seine exotisch-urwüchsige Schönheit, zusammen mit dem Drachenbaum erinnert er mich immer an die Dinosaurierphase unserer Erde, gepaart mit Eleganz und Zartheit hat mir vom ersten Augenblick an gefallen, So gibt es den Fledderbaum, den Drachenbaum, die Palme mit den Beerchen, die Officestachler, die Urwaldriesen (ziemlich pauschal, alles, was groß und geheimnisumwittert ist) usw. Natürlich kann ich mich so nicht über die jeweiligen Pflanzen verständigen, aber das will ich ja auch eigentlich gar nicht. Ich reise allein, mache meine Wanderungen allein und die Bezeichnungen brauche ich ja deshalb nur für mich und für meine Zeit hier. Trotzdem, so kann ich wenig mehr über die grüne Umwelt erfahren. Bisweilen stoße ich auf Namen – z.B. heute war ich in einer Art Botanischen Garten, aber auch sonst haben Bäume hier (bei den Maori) bisweilen eine herausragende Bedeutung, weswegen sie touristisch auch besonders herausgestellt werden, also z.B. Informationstafeln zeigen u.Ä. Besondere Bäume haben hier eigene Namen (ihr erinnert euch sich an Tane, den Kauri), heute z.B. habe ich Taketakerau, einen Puriri, der mindestens 600, maximl 2000 Jahre alt ist und einem bestimmten Stamm als Knochenhaus diente (und daher absolut, also bei Todesstrafe (durch Menschen wie auch durch Götter), unter Tapu stand) – der knorrige Greis wird von zwei Ahnengöttern geschützt und bewacht (obwohl die Knochen schon vor einiger Zeit entfernt wurden).

Nun, jedenfalls sind einige Bezeichnungen für Dinge, über die sich eine bestimmte Gruppe von Menschen verständigen will (sic) ganz und gar passend über alle kulturellen Verschiedenheiten hinweg. Man kann sich keinen besseren Namen ausdenken, so meine ich. Und obwohl ich Schwierigkeiten mit dem Maori habe, so lohnt es sich doch, einige ihrer Naturbezeichnungen zu lernen. Manchmal ist das so, als ob man Kieselsteine im Mund hat und die rollen gegen das Aussprechen an und queren und hindern, manchmal sind die Begriffe so ähnlich, dass ich sie nur etwaig ausspreche und damit etwas anderes bezeichne. Aber bei einigen Pflanzennamen habe ich doch das Nennen der Pflanzen gelernt, z.B. beim Pohutukawa, dem hiesigen Weihnachtsbaumersatz. Mit seinen spritzeligen roten Blüten säumt er die Straßen und das Herz und leuchtet einem nun allerorten entgegen.
Sein Name passt zu ihm als wäre es ein individueller Name, unterstreicht er doch das Knubbelige (das Niedliche im Namen), das Große (der lange Namen) , genauso wie das Schimmernd-(weiche Vokale)-Rot-Grüne (das harte K)

Weitere höchst wunderlich-schön-passende Namen sind z.B. Manuka (Lepto spermum coparium), Kohekohe (Dysoxylum spectabile), Nikau (Rhopalostylis baueri) oder Tawa (die lateinische Zuordnung konnte ich nicht mehr lesen, da die Tafel etwas älter war), Über Agathis australis (KAURI) habe ich ja bereits geschrieben, jedenfalls ein erstaunlicher Baum, der sich selbst entzweigt und der Materialreichste Baum weltweit ist, da der gesamt Stamm einen identischen Durchmesser hat, also auch oben, daher das Spargelförmige