Freitag, 30. November 2012





Nachtrag zur Orakei Korako - alles Schlamm und ich mittendrin - komme mir wie in der Schule vor.



Unterwegs nach Napier (benannt nach einem ehemaligen englischen Gouverneur) bin ich noch in ein geothermisches Gebiet eingekehrt – touristisch easy aufbereitet, alles kann man gut erreichen – obschon tauschend Treppen treppauf- und treppab. Die Geysire haben mir leider nicht den Gefallen getan und sind in die Höhe geschossen – ganz und gar unberechenbar. Die Sinterterrasse gab mir allerdings Anlass zu vielerlei Photos, denn die graphische Darstellung der unterschiedlichen Farben ist wunderschön. Da ich hier im Eintrittspreis überraschenderweise 50 MB Internet frei habe, schreibe ich sogleich in meinen Blog, da kann ich heute abend Geld sparen. Da fällt mir nur noch ein (siehe letztes Bild) BLUB: 







Donnerstag, 29. November 2012

WO SIND EURE KOMMENTARE - Ich erwarte dieselben sehnsüchtg! Meldet Euch mal, ihr meine Leser - sonst wird mir das zu einseitig. Cathrin

Wieder da:








Na klar, heute ist der Vulkanweg wieder geöffnet worden, allerdings nur das erste Stück (also 850 Meter rauf und dann gleich wieder runter) – ohne mich! Ich war heute in Taupo an einem riesigen See, der eigentlich fast ein Meer ist. Ähnlich wie die Zuidersee oder der Bodensee sind die Wellen im Gegensatz zum Meer nicht gleitend, sondern schwappend, sich gegeneinander brechend, kurz und hart. Das Wasser selber ist glasklar, aber noch ziemlich kalt (15 Grad), soll sich aber bis auf zwanzig Grad erwärmen – ich glaube das ja nicht so ganz, denn dieser See ist tief, an seiner tiefsten Stelle um die hundertund sechzig Meter tief. Der See ist der Überrest und Zeuge einer gwaltigen Katastrophe im Jahre 186 n.Chr., als hier ein Vulkan explodierte und seine Asche einhundertundsiebzig Meter ins All schleuderte – das hat man sogar in China gesehen, jedenfalls gab es mehrere Jahre lang herrlich rote Sonnenuntergänge wegen der Lichtbrechung an den Teilchen, ie in der oberen Atmosphäre dahinflogen.So eine riesige Caldera habe ich bisher nur einmal gesehen, nämlich in der Nähe von Santa Fe, beim ehemaligen Atomentwicklungszentrum. Dort ist der eingestürzte Trichter eines ehemaligen Vulkans allerdings ein riesiges, kreisrundes Tal, das heute unter Schutz steht. Der See hier wird wirtschaftlich zur Stromerzeugung intensiv genutzt, ansonsten aber wohl auch pfleglich behandelt, da ganze Ortschaften von der Angelleidenschaft anreisender Touristen leben, insbesondere die Forellen sind wichtig zur Befriedigung derselben (der Touristen wie auch ihrer Leidenschaften bzgl. Fischessen) Was habe ich heute so getrieben? Zuerst hatte ich – nach einer recht angenehmen Nacht in einem mixed Dorm, ohne Stockbetten! – ein ausgiebiges Frühstück, dann Alltag (Bank suchen, Tanken), um dann entlang des Whanagerei, des längsten Flusses Neuseelands, der 18 Kraftwerke füttert und für rund ein Drittel der Stromerzeugung verantworlich ist bevor er westlich von Auckland in der Tasmanischen See mündet, spazierenzugehen. Zuerst auf dem Fahrradweg – das war nicht besonders schön, da der Weg umgeben ist von Privatland, deren Besitzer gerade die Holzernte eingebracht haben, also alle Bäume waren gefällt worden, es war ziemlich nackt und staubig. Nach fünfeinhalb Kilometer bei bedecktem Himmel habe ich mir dann mal wieder einen Wasserfall angeschaut und bin dann am Ufer zurückgelaufen. Kurz bevor der Weg endet, mündet ein Bächlein in den See – an sich nichts Besonderes, aber hier schon, denn das Wasser ist heiß. So habe ich mir ein herrliches Thermalbad (kostenlos) gegönnt, bin ab und an in die kalten Fluten des Flusses zum Abkühlen gehüpft (na ja, die Steine habe ich sehr vorsichtig auf allen vieren überquert, sie waren klitschig und spitz) oder habe mich direkt in den Miniwasserfall gestellt zur Massage meines Rückens (die Füße und der Bauch waren dabei in kaltem Wasser – herrlich). Für 5 Uhr hatte ich mir etwas besonderes geleistet, nämlich einen Segeltörn auf einem alten Zweimaster. Das Wetter war sonnig, der Wind sehr frisch, das Schiff knarzte gemütlich vor sich hin, während die Segel spannten und der Blick frei wurde auf die Vulkanebene am Horizont. Danach gab es leckeren Fisch mit Karotten und Kartoffeln, was ich mir in der Hostelküche zubereitete (es reicht bis Morgen) – alles in allem, ein schöner Tag. Nun bin ich rechtschaffen müde. In dem Dormroom liegen nur zwei Mädels. Franziska, eine Anwältin aus der Schweiz (so was gibt es ja dort zuhauf) und ich. Wir haben sogar ein eigenes Bad – also Luxus. Da ich heute die einzige Raumsteckdose direkt neben meinem Bett habe, bin ich deutlich priviligiert.Heute war übrigens endlich mal was los im Wald (an dem Uferweg), es ist Balzzeit und man hört (und sieht) die Vögel endlich einmal, so dass man icht immer durch „tote“ Wälder geht (man freut sich schon über Ameisen, damit man überhaupt etwas Tierisch-lebendiges sieht. Morgen geht es weiter nach Napier, einer Stadt, die in den Zwanziger Jahren durch ein Erdbeben komplett zerstört, im Jugendstil wieder aufgebaut wurde. Ich bin gespannt

Dienstag, 27. November 2012

Neuer Bericht von der Vulkan- und Wasserfront:


Seit ich das letzte Mal geschrieben habe ist schon wieder einiges Neues passiert. Obwohl ich immer das Gefühl habe, ein ziemlicher Lazybone zu sein – langes Schlafen, spätes Insbettgehen, dazwischen Freizeit – es geht mir also meistens gut. In den letzten Tagen bin ich viel herumgefahren. Das Wetter war sehr wechselhaft – teilweise Nebel und Niesel, aber vor allen Dingen Kühle. Hier meine Wanderimpression vom gestrigen Tage:

Aber der Hauptgrund für mein Nichtstun ist, dass der Tongariro  Crossing gesperrt ist, den Track, den ich unbedingt gehen wollte. Konnte der Vulkan nicht eine Woche später ausbrechen?! Aber keine Zeit zum Jammern. Ich bin also nicht gewandert, sondern mit dem Auto rumgefahren, damit ich überhaupt was tue und konnte mich gestern ob des miesen Wetters zu nichts richtig entscheiden, bis ich mich endlich durchgerungen hatte, einmal um den Nationalpark zu fahren. Gesagt, getan. Weit bin ich nicht gekommen, denn just, als ich die nördliche Tangente fahre, bricht auf der Ostseite der Himmel auf ganzer Front auf und ich sehe blauen Himmel, wärmenden Sonnenschein, der den Tongariro bescheint und mit ihm die Schwefelfenster, die den „Ausbruch“ zeigen. Zwei Stunden bin ich nun diese Straße hin und her gefahren, gegangen, gestelzt, denn ich wollte unbedingt einige Fotos einfangen, so etwas habe ich noch nie gesehen!. So einen richtigen Ausbruch stelle ich mir nun allerdings etwas anders vor, nämlich lebhafter und begleitet von Knallen, Stein- und Lavaauswurf, flammendes Inferno also. Nichts von alledem war zu sehen, allerdings qualmte es bedenklich und in Sulfurgelb, schwarz und Watteweiß an drei Stellen aus dem Berg heraus und zwar unmittelbar an der Stelle, durch die der Track normalerweise führt. Also kein Wunder, dass die Behörden hier alles dicht gemacht haben (auch die Wanderhütten auf der Südseite des Vulkans) und an den Straßenzufahrten stehen sogar Wachen. Meine Laune besserte sich sofort wie ihr euch denken könnt. Plötzlich fiel mir auf, dass die Straßen mit wolllüstig saftiggelbem Ginster bewachsen sind, der im Wind wogt und die Farbpalette aufs Grellste steigerte. Jetzt zeig ich euch aber erstmal, wie ein wieder zum Leben erwachter Vulkan aussieht, nämlich so:




Auf der Westseite des Vulkanplateaus – es gibt  insgesamt 3 Vulkane (im Norden den Tongariro, nach dem der Nationalpark benannt ist – der, im Kraterbereich total zerfleddert von so vielen Ausbrüchen in der Vergangenheit, aber seit 1928 war totale Ruhe -  ist praktisch zusammengewachsen mit dem weiter südlich liegenden, ganz ebenmäßig kegelförmigen Ngauruhoe (der im „Herr der Ringe“ den entscheidenen Finalweltkrater darstellt), der also genau nur einmal ausgebrochen ist. 

Hier ein Foto, auf dem ihr seine ebenmäßige Form gut erkennen könnt.


Im Norden – dazwischen liegen etwas 3 Kilometer windgepeitschtes Hochmoor – steht dann der höchste der drei Vulkane, der Ruapehu. Letzteren habe ich – von Süden kommend – zuerst gesehen und für den Tongariro gehalten, der aber eigentlich der kleinste und unscheinbarste der drei Vulkane ist. Den habe ich schon Weitem gesehen als ich aus dem Wanganui-Nationalpark kam und den habe ich dann auch bis zur Schnellgrenze besuchen können. Eigentlich waren die Vulkanologen ziemlich überrascht, dass ausgerechnet der Tongariro ausgebrochen ist, denn alle Anzeichen wiesen auf den Ruapehu, das eben derselbe kurz vor einem Ausbruch steht – kommt vielleicht auch noch, bleibe noch ein Weilchen hier in der Gegend.




So ein Vulkan ist schon eine komische Landschaft. Normale Gebiege treten irgendwie als Masse auf, schön aufgefaltet und gegeneinander gestemmt oder einfach hochgewachsen wie ehemalige Korallenriffe. Jedenfalls treten sie in Massen, massiv, auf. Vulkane entspringen einfach dem flachen Land, erheben sich konisch und sind da. Wenn bisher nur einmal ausgebrochen, bzw. entstanden, dann ganz gleichmäßig, konisch, schwarz, mit weißem Wattehäubchen, falls Schneezeit ist (luftige Höhen erlauben solches auch im sonstigen Sommer, in Tongariro NP bis auf knapp 3000 Meter, also auch im Sommer Scheezeit) Jedenfalls wirkt so ein Vulkan schön, wie ein Diamant, aber völlig unorganisch, wie ein Raumschiff, das aufgesetzt hat.
So schlecht das Wetter gestern war, so gut war es vorgestern und auch heute. Vorher hatte ich auf gut Glück schon eine Trip in den Wanganui-Nationalpark gebucht und da hatte ich Glück. Der Wanganui-River gehört zu den sieben so genannten großen Tracks hier in Neuseeland, also zu Wanderstrecken, die ob ihrer Schönheit eine besondere Hochachtung und daraus folgend auch Ausstattungsförderung erfahren (so eine Weltnaturerbe-Ausstattung der Wanderpfade). Der Wanganui-River wird natürlich auch über einige (3) mehrtägige Wandertouren erschlossen, die tatsächlich durchs Unterholz führen. Auch hat man neuerlich einige Mountainbike-Wege hergerichtet  (die sind aber wirklich nur für Mountainbiker geeignet, gehen über Stock und Stein – im wahrsten Sinne des Wortes). Aber die Hauptsache isst die Wasserwanderung mit Kanoes und Canadiern. Die sind nun am schwierigsten zu organisieren wenn man allein reist – den für eine Person allein macht hier niemand etwas. Man muss also eine Gruppe finden. In meinem Fall war es dann so, dass ich mit dem Auto genau zu dem Camping-Platz zurückgefahren bin, auf dem ich vorgestern üernachtet hatte (ich habe also das Taxigeld gespart) und dann mit 14 anderen Leuten (genau 7 Parchen!) in einem Jetboot 32 Kilometer stromaufwärts gefahren wurde, dann ein ca. 40 minütiger Walk zu einer im Nowhere stehenden Brücke (Kaffeerast), dann den sehr bequemen Weg zurück, Jetboot-Fahrt, aber dann, ca. 13 Kilometer von dem Ausgangspunkt Pipikiri, da waren auf einer Insel aus Geröllsteinen, die der Fluss aufgeschichtet hat, einige Padelboote und eben auch ein kleines gelbes Einmann (äh-frau)kajak für mich „geparkt“. Die nächsten 3 Stunden ging es dann ans Paddeln in völliger Einsamkeit (na ja, zweimal gestört durch vorbeirasende Jetboote) – es war herrlich.






Unterwegs konnte ich meiner Tierbild-Sammlung wieder eines hinzufügen. Das ist um so erstaunlicher, als dass hier in Neuseeland wirklich vergleichsweise wenige Tiere leben. Die Wälder sind stumm – oft hört man nichts wenn keine Wind ist. Nur vereinzelt hört man Vögel, am auffälligsten die sonderbaren Laute des Tui, sehr selten Insekten (ich habe glaube ich, bisher nur zweimal eine Hummel oder Biene?, allerdings gibt es Fliegen – die Neuseeländer jubeln, denn Fliegen heißen, dass der Sommer kommt, und ekelhafte Sandfliegen, die einem gemeingefährliche Stiche beibringen) gesehen und nur eine Schmetterlingsart, eine kleine orange-schwarz gezeichnete. Es gibt wirklich hier sehr wenige Tiere. Die einzigen Tieren, die man hier öfter sieht, sind totgefahrende (killdriven) Possums. Das befriedigt dann auch noch das Jagdglück des Durchschnittsneuseeländers. Hier also meine Trophäe:

Außerdem gab es noch armdicke Aale (unser Führer Thomas schwärmte die ganze Zeit von den smoked eels) zu bestaunen (Fernaufnahme von der Brücke hinunter ins Tal):

Auf dem letzten Meter, und genau das meine ich, einen Meter bevor das Kajak aus dem Wasser gezogen werden konnte, bin ich dann doch noch gekentert und patschnaß geworden – herrliche Abkühlung, zumal ich mich ja dann auch sogleich trocken anziehen konnte. Es war ein toller Tag, der dann noch gekrönt wurde durch die freie Sicht auf die Vulkane (Kostproben meiner Bilder siehe oben). Die Brücke im Nowhere

 führte natürlich früher einmal tatsächlich in ein Somewhere. Nach dem ersten Weltkrieg hat man in dieser Gegend Parzellen für Veteranen ausgelost und bis 1984 haben die letzten drei durchgehalten. Eine Gravel-Road war – neben dem Fluss, der damals noch mit Steamdampfern befahren wurde und um die Jahrhundertwende (vom 19. zum 20.Jahr´hundert war der Fluss die Hauptverkehrsroute in Nord-Süd-Richtung), die einzige Verbindung zur Außenwelt für die Schaffarmer und die Brücke verkürzte ihren Weg erheblich. Heute führt auf der ehemaligen Verbindungsstraße (bzw. ihren Resten) die neue Mountainbike-route entlang mehr schlecht als recht – aber toll war die Strecke wohl nie. Ich glaube, die Brücke war weniger für den Verkehr als vielmehr für die Hoffnung gedacht und gebaut worden, das zeigt schon die halsbrecherische Art, in der sie gebaut wurde: 

Sie wurde tatsächlich auch kaum benutzt, denn für die Fußgänger und die Pferde, mit denen man die Wolle zur nächsten Kreuzung (ca. 50 kilometer entfernt) transportierte reichte die parallel geführte „swinging“ Bridge, deren Überreste immer noch über dem Tal hängen.

Übrigens finde ich die Ortsnamen hier einigermaßen schwer zu memorieren. Die Maorinamen klingen oft sehr ähnlich oder haben zu  viele Vokale. Obwohl meist schwer auszusprechen, haben sie jedoch allesamt auch etwas lyrisches und wenn man nicht weiß, dass es Ortsnamen sind, so fallen einem dazu vielerlei Geschichten ein, mir jedenfalls meist wild-romantische. Hier eingie Beispiele nur aus meiner jetzigen näheren Umgebung: Whakahoro, Pukaira, Maharanui, Mangapapa, Mangapurua,  Ohinepane, Ohauora, Ohopane. Einige Namen finde ich allerdings anzüglich, z.B. Pipiriki oder Pokaka. Zum Glück sprechen die Maori kein Deutsch, dann würden sie die jeweilige Eindeutigkeit verstehen, ich warte auf den Ortsnamen Pipikaka, (kaka bedeutet allerdings auf Maori Papagei und pipi „Schalentier“ ) Besonders gerne wiederholen die Maori mehrere Silben (kaka, riri, papa usw.), vielleicht zur Bestärkung? Nun ja, man kann natürlich alles akademisch nachschlagen (habe ich in meinem Reiseführer auch getan – Internet hilft manchmal auch), aber ich finde es schöner, von diesen Worten und ihren vermeintlichen Inhalten zu phantasieren.





Was erfreut das HISTORIKERHerz? Nun, wenn die Wurzeln eines Volkes, einer Nation, einer kulturellen Einheit respektiert werden, besser noch, wenn dieser Respekt im Bewusssein der nachfolgenden Generationen positiv verankert und handlungsaccelerierend ist. Vorbildlich die Gemeinschaft, die diesen Bewussseinsprozess durch stetige Präsentation, Integration in das Alltagsleben und durch Hervorhebung einzelner Ereignisse innerhalb der aktuellen Lebensumstände diese Verantwortungsoption erst ermöglicht. Wie sieht es hierzu in Neuseeland aus. Nun – um diese Frage zu beantworten, habe ich, mit entsprechendem Rechercheaufwand, für Euch eine exemplarische, deshalb auch lückenlose Dokumentation erstellt und illustriert wie folgt:
Integration in Alltagssituation: Hier – Hinweisschild an einer Highway mit Ausschilderung eines entsprechenden (Auto-) Haltepunktes mit Picknickmöglichkeit (zur besseren Reflexion der historischen Implikationen wahrscheinlich oder Stärkung nach schockartiger Erkenntnis)

Hinweisschild, entsprechend nationaler Norm (Wiedererkennungswert, auch im Unterbewusstsein, sogenannter Pawlow´scher Effekt), jedoch mit individueller Kennzeichnung, so dass das historische Interesse in eine bestimmte Richtung findet. Hier: Maori-Vergangenheit, Wehranlage

Schließlich die genaue Deskription des historischen Artefacts, so dass die physische Parallelität von betrachtendem Subjekt und betrachtetem Objekt gegeben und weiterhin die mentale Disposition des Betrachters von der Abstraktion hin zur Konkretisierung hergestellt werden kann.

Viertens: Konnektivität – der Betrachter wird dort abgeholt, wo er sich gerade befindet, also am Eingang. Konnektivität wird hier hergestellt durch Holzstufen, die den Übergang von der Jetztwelt in die Vergangenheit im übertragenen, den Übergang von der Diesseite auf die Jenseite des Stacheldrahtzaunes im Konkreten ermöglicht (Bilddokumentation siehe im Bildzentrum).

Die Annäherung an das Objekt geschieht nun körperlich durch Schrittfolge zur Förderung des empathischen Momentums. Die Dokumentation schließt mit der nach allen didaktischen Gesichtspunkten perfekt arrangierten Annäherung abschließend durch eine dreiteilige Bildfolge, die das Ereignis, hier also die Wehrbefestigung der ansässissigen Maori (IWi (= Stamm) unbekannt) die hier vor ca. 200 Jahren siedelten mit Wehr- und Wohnanlagen, Ställen und Speicherplätzen, insbesondere aber mit der Darstellung ihrer repräsentativen Infrastruktur (Wegführung), illustriert. Sowohl Frontal- wie auch Seitenaufnahmen erhellen die Aufsicht auf das historische Desiderat! Wir sind am Ziel! das unsere emphatische und mentale Identifikation mit unseren vorhergehenden Generationen, unseren Stolz auf unsere Vergangenheit, das Movens unserer bewusst geleiteten Handlungsweise fördern wird.



Abschließende Deutung:
1)       Es verwundert mich nicht, dass die Maori von den weißen Kolonisten besiegt wurden. Sehr haltbar schienen ihre Wehranlagen (Pa) nicht zu sein.
2)       Die neuen Neuseeländer sollten sich überlegen, welche Objekte sich zur Identifikation oder einfach nur zur Frustration eignen.  


Sic!