Samstag, 23. Februar 2013
Also: Reisterrassen: Weltkulturerbe bei Batad/Banaue. Das letzte Bild zeigt den halben Weg nach unten - die zweite Hälfte wollte auch gelaufen sein - hier gibt es keine Straßen! Und alles wieder hoch; am selben Tag, da der Jeepney am nächsten Morgen die Hoppelstraße um 9 Uhr zurückfuhr nach Banaue - zu früh für mich, bis dahin hätte ich den Weg der 1000 Meter Höhenunterschied (mit Gepäck) nie geschafft. Auch so war ich wacker - warm eingepackt (bei Sonnenschein), damit der Schleim durch Schweiß nicht noch aktiviert wird (Röchel, röchel) - so als armer Tourist muss man ja was sehen und hat auch keine Lust, in miesen, dunklen, muffigen und heißen Zimmern mit Dreckklos als Couchpotatoe daniederzuliegen - es war ein tolles Erlebnis mit ganz und gar netten Leuten (ENDLICH mal!).
Mittlerweile geht es mir wieder etwas besser - nur die Folgeschäden müssen von meiner ERkältung noch auskuriert werden (wunde Nase, wunder Popo wegen all der Medikamente, belegter Brustkorb und noch etwas Raucherhusten (wenn ich mal rauchen würde, wüsste ich wenigstens, woher ich den habe). Bin im Nachtbus von Banaue nach Manila (diesmal war die AirCon zum Glück kaputt) und dann mit dem Flieger nach Negros, wo ich einen Tag meine Wunden geleckt habe (hatte einen Motorradunfall, mein rechtes Bein ist nicht braun, sondern blau und hat dicke Blutergüsse - groß wie Pekannüsse - unter der Haut!) und endlich meine Neuseelandbücher zu Ende gelesen habe. Heute ärgern mich an einem lauen Strand auf der Insel Siquijor , auf die ich heute per Fähre von Dumaguete übergesetzt bin, wieder die Moskitos und ich benötige dringend einen Fan - problematisch, da hier ständig Stromausfall ist (und der Generator auch nicht immer anspringen will. ) Nach 2 Wochen geht Internet anscheinend auch mal wieder, allerdings nicht besonders schnell. Antworten meiner E-Mails klappt auch - warum, weiß ich nnicht (wahrscheinlich kein Saft) Hier muss ich aufpassen, dass ich, wenn ich ins Wasser gehe, nicht auf die Seesterne trete (die sind giftig), außerdem gibt es hier Seeigel (auch giftig)f. Also habe ich mir für Morgen wieder einen Roller gemietet, um die Insel zu erkunden - ich werde mir die Zeit einteilen zwischen Rollerfahren (Insel umrunden und alles anschauen, auch mal ins Wasser hüpfen auf den zahlreichen Stränden oder vielleicht auch einen leckeren Saft schlürfen, in jedem FAll aber Obst kaufen, denn die Philippiner lieben total zerkochtes Essen, möglichst alles fettig und paniert - sogar der frische Fisch wird hier umgehend masakriert), Lesen, Schnorcheln (hoffentlich klappt das!) und Endlich mal wieder Chinesisch machen - lohnt sich auch hier, da die Fähren alle aus China kommen und die Beschriftung noch Chinesisch ist - so finde ich leichter das FRAUENklo (der Geruch zwischne Männer- und Frauenklo ist ziemlich gleich). Während ich mein Visum nach Kambodia beantragt habe, ist der PC mitten im Bezahlvorgang zusammengebrochen und hat zwei Tage nichts mehr gesagt - jetzt ist meine Kreditkarte gerade mal im Safe, also sicher, aber auch nicht lesbar! Vielleicht morgen. Die Wellen rollen leise an den Strand, der Gecko geckoed vor sich hin, die Mosquitos nerven (sie glauben, mein Laptop sei die Sonne) und in der hiesigen Bibliothek habe ich einen deutschen Krimi gefunden! (ansonsten laufen hier nur Skandinavier rum , in meinem Hotel gibt es nur noch eine andere Frau als Gast (das Personal ist schon nach Hause gegangen, da Nebensaison, also TaifunGEFAHR!), die aber in Lanzet beim Hahnenkampf ist, also bin ich mal wieder alleine hier (dafür zum Glück auch ohne Musikgedudel, ich höre nur das wunderschöne Meer, das an den Strand und die Mangroven flutet!). Karo arbeitet wieder (heute ist Freitag) und Nicoletta begeistert sich an Fledermäusen - was tun die übrigen Menschen in Wissen, Bonn, München, Hamburg usw.?
Sonntag, 17. Februar 2013
Ich versuche es noch einmal. Vielleicht klappt es. Die Verbindung ist superschlecht - also ausnahmsweise mal keine Bilder! Schade - einige tolle Bilder habe ich auf Halde.
Endlich schaffe ich es, mich hinzusetzen und ein paar Takte
zu schreiben. Seit einer Woche hat es mich voll mit einer fiesen Erkältung
erwischt, das Fieber habe ich nur dank Paracetamol unter Kontrolle halten
können und natürlich war ich unvernünftig, wollte nicht im Bett liegen bleiben,
um mich auszukurieren, sondern die Gegend erkunden – auch nicht gerade einer
Erkältungserkrankung zubringlich! Mittlerweile bin ich in Sagada, einem kleinen
Bergstädtchen hoch oben in dem Gebirgszug der philippinischen Cordilleren im
Norden Luzons, der nördlichen Hauptinsel der Philippinen gelegen. Manila war
ziemlich schrecklich – dreckig, laut, schmutzig. Als ich dort am 10.Februar
morgens kurz vor 5 Uhr anlandete hatte ich einen Kulturschock doppelter Natur!
Nicht nur nach dem lieblichen Bali (wiewohl Denpassar auch Chaos pur ist, aber
das hatte ich umgangen durch freundliche Taxidienste von Ubud her). Dort habe
ich es mir noch einmal einen Tag gut gehen lassen und abends eine phantastische
Legongaufführung angesehen. Auch nach dem Flughafen in Singapur, wo ich einige
Stunden im Transit zugebracht hatte. Dort gab es alles, was der Transitreisende
so benötigt (sogar ein „Stunden“hotel“, also einen Ort, in dem man (ohne
Liebesdienste, aber dafür mit einem gemütlichen Bett) zwischen zwei Flügen
ruhig schlafen konnte. Ansonsten gab es Restaurants aller Natur zu vernünftigen
Preisen, kostenlose Gepäckwagen, Cash-Maschinen, unendlich lange
Einkaufsstraßen, super-Sauberkeit (wohin man auch blickte), Abfalleimer
sichtbar, separate Kinoberieselung, Aufladestationen (zum Abschließen, auch
kostenlos), gemütliche Sitzgelegenheiten auch in ruhigen Ecken, ideal zum
Nickerchen geeingnet und …kostenlos, an diversen Spots verfügbar und
hervorragend funktionierend: Internet – ich konnte sogar skypen! (mit Bild).
Dann Manila: Einen solchen Provinzflughafen habe ich überhaupt noch nie gesehen. Keine der 4 Geldmaschinen
funktionierte, Wechselstuben gab es nicht, Banken machen erst um 9 oder
vielleicht auch erst um 10 oder eventuell auch später …auf, Touristische
Informationen gab es schon gar nicht!. Eine SIM-Karte habe ich im Tausch gegen
10 kostbare Dollar erhalten – wenigstens das! Dann habe ich bis 9:20 gewartet,
bis irgendwelche Bankmenschen da waren, nur um zu erfahren, dass die dort nicht
eincashen, sondern nur foreign currencies eintauschen (die ich nicht mehr
habe). Schließlich hat mir ein Wachmann, den ich eher zufällig traf, einen
nationalen Cashautomaten im Binnenflugterminal gezeigt, der aber, Wunder über
Wunder, auch internationale VISA-Creditkarten akzeptierte, so dass ich endlich
genügend Währung hatte, um mit dem Taxi (mein Rucksack ist trotz diverser
Ausmistaktionen immer noch viel zu schwer!) in mein gebuchtes Hotel zu fahren.
Das stellte sich dann als ganz günstige Angelegenheit heraus, war auch ziemlich
zentral gelegen und hatte Air-Condition, ein unbedingtes Muss in Manila, wo es
heiß, stickig und wie gesagt, einfach nur dreckig ist – auch die Luft, so dass
man sich freut, wenn man kühlere Luft genießen kann (man kann die AC ja auf die
gewünschte Temperatur einstellen). Manila ist zuerst amerikanische
Hauptquartier im Pazifikkampf des IIWeltkrieges gewesen, seit 1942 von den
Japanern besetzt, die hier wüst wüteten. Die amerikanische „Befreiung“
zerstörte die letzten Reste der wohl einst schönen Stadt (sie nannte sich die
Perle des Orients) – heute ist außer einer Massenansammlung von Zementbauten in
unterschiedlichen Baustadien nichts davon geblieben. Das ehemalige Zentrum,
Intramuros, die alte spanische Kolonialmetropole, blieb quasi unbesiedelt und
wird seit dem Ende der achtziger Jahre als Touristenattraktion
wiederaufgemausert – nicht allzu erfolgreich, wie ich finde! Ansonsten kann man
sich – vorausgesetzt, man hat einen Stadtplan (die Philippinos sind gut in der
Lage, Karten zu lesen, ganz im Gegenteil zu den Balinesen) – gut in Manila
orientieren. Zum Glück – für uns Touristen – gibt es so eine Art S-Bahn, die
die Riesenmetropole kreisförmig umfährt und die alle 2 bis 5 Minuten durch die
Haltestellen braust und quietschend zum Stillstand gezwungen werden. Meist ist
es hier schweißtreibend eng, doch transportiert einen die Bahn schnell zum
Ziel. Ganz im Gegenteil dazu stehen die Straßen, in denen meist stehender
Verkehr vorherrscht. Dreiräder (mit Rad und mit Motorrad) gibt es auch, aber zu
(für Ausländer) utopischen Preisen und dann gibt es das für die Philippinos
übliche Verkehrsmittel, die Jeepneys, ursprünglich wurden hier nach 1946
amerikanische Jeeps zu öffentliche Aufpickbussen umfunktioniert und heute sehen
sie immer noch einem Jeep sehr ähnlich, allerdings mit einem langen Hinterteil
und zahlreichem Schmuck. Die Stationen sind gut sichtbar aufgepinselt, doch
leider sagen mir die einzelnen Stationen nichts und man weiß auch nicht, wo und
wann die jeepneys halten – also kurz, ich hatte noch keine Gelegenheit, diese
Fahrzeuge auszuprobieren. Ich habe gelesen, dass ein Viertel aller Philippinos
in Manila leben und das glaube ich sofort! Es gibt wohl ein paar gute Museen in
Manila, aber sonst gibt es eigentlich nichts, was touristisch interessant ist.
Übrigens geht es hier ganz unasiatisch zu, denn gehandelt wird nicht, überall
gibt es nur Fixpreise. Verkehrsmittel sind ziemlich günstig, so kostete der
„DEluxe“-Bus (na ja), der mich endlich am Ende des dritten Tages aus der Stadt
herausbrachte in Richtung Norden nur 700 Pesos (für 10 Stunden Fahrt), das sind
umgerechnet etwa 15 Euro. Vigan hat sich den Charme einer spanischen
Kolonialstadt bewahrt. Hier habe ich mir eine einstündige Droschkenfahrt
gegönnt und mich von der Athmophäre vereinnahmen lassen. Die Kirchen (auch die
dortige Kathedrale) werden bewohnt von Vögeln, die jeglichen Gottesdienst durch
Lobpreisungen in luftiger Höhe ergänzen. Während der Nachfhrt im Air-Con-Bus
habe ich mir dann diese Erkältung geholt. Seitdem bin ich doch ziemlich müde
und geschafft und kann wegen „Lungenverschleimung“ kaum noch atmen. Hier im
Gebirge ist es natürlich besser mit dem Atmen, aber dafür ist es auch kühler,
also Problem z.B. mit dem Haarewaschen (nasse Haare, die nicht trocknen wollen).
Als ich total übernächtigt in Vigan ankam (ich bin einfach nicht mehr 20 und
stecke so eine Nacht nicht mehr ohne Weiteres weg), hatte ich keinen Appetit
auf ein philippinisches Frühstück,das aus Fisch (wahlweise scharfes
Schweinefleisch) und Knoblauchreis besteht. Die Frühstückskarte bot aber auch
ein Babyfrühstück in Form von Haferschleim mit Banane an. Dankbar nahm ich
dieses Angebot an – sehr zum Erstaunen des Service, der vergeblich mein Baby
suchte - aber mein Magen wollte nichts
anderes mehr aufnehmen. Immerhin kam ich dann in den Genuss von
Nestle-Super-Aufbau-Milch, die klebrig-süß als Beigabe zum Haferbrei kam – es
ist doch schon einige Jahre her, dass ich Baby-Nahrung zu mir genommen habe. In
Folge wurde ich totmüde und habe erst einmal drei Stunden geschlafen! Nach
Vigan bin ich ins nördliche Gebirge gereist, zuerst über Boguio, dann nach
Sagada! Boguio ist eine geschäftige Metropole, die zur Hälfte aus Studenten
besteht, der Campus liegt mitten im Stadtzentrum neben Markt und Busterminal. Man
fährt mit dem Bus durch Landschaft und plötzlich, verteilt auf diverse
Bergspitzen auf ca. 1500 Meter Höhe liegt die Stadt, die einen eintägigen
Besuch lohnt als Zwischenstopp zu weiteren Zielen. Im Gegensatz zu Manila nimmt
man hier die existierenden Umweltgesetze ernst und die Stadt ist größtenteils
sauber. Mein Zimmer war jedoch eine rechte Absteige (na ja, das Bett war
sauber, in Vigan hatte ich Mäuse im Zimmer, die mir mein Klopapier angeknappert
und meine Plastiktüten perforiert haben. Seit Boguio reise ich die übliche
Travellerroute entlang. Hier reisen auch Ältere, die meisten sind auf Urlaub
hier, maximal 3 Monate. Auch Rucksacktouristen, die sich alle hier in Sagada
treffen, dass eine dazu passende Infrastruktur hat, also touristisch, aber ausschließlich
auf Individualtourismus abgestellt. Hierher kommen auch viele philippinische
Touristen, denn das Bergklima gilt als angenehm. Da es nur eine Straße gibt,
verkehren alle Reisenden entlang dieser Route, nämlich von Manila – Boguio –
Sagada – Bontoc – Banaue – Manila oder umgekehrt. Was es hier zu sehen gibt,
Berühmt ist diese Gegend wegen seiner Reisterrassen, die vor 2000 Jahren aus
dem Fels gekloppt wurden. Auch pflegen die Einheimischen (die ansonsten moderne
Menschen sind und trotz Reisbauerndaseins ziemlich gut Englisch sprechen)
außergewöhnliche Beerdingungsriten, also Stapelsärge von geknebelten Toten (die
Särge sind also sehr klein) in Höhleneingängen und alternativ von Felsen
hängende Särge. Es gibt noch die Möglichkeit einer Regulärbeerdigung auf dem
Friedhof über oder unter der Erde! Aber die wirkliche Sensation hier ist einmal
– insbesondere nach der Unrast in Manila, die unbedingte Ruhe und Ruhigkeit
hier, Hier laufen die Uhren noch langsam, die Menschen sind freundlich und
interessiert und … die Landschaft ist einfach wunderschön. Die Cordilleren
ziehen sich auf ca. 2000 Metern dahin, tief zerklüftet und bedeckt mit einem
Teppich lichten Pinienwaldes, wo nicht die menschliche Kultivierungswut
tauschende von Reis- aber auch von Gemüseterrassen geschaffen hat, gestaffetl
auf mehrer hundert Meter die Täler mit den Bergspitzen verbindend. Den Leuten
in den an der Hielma-Highway, die die Gegend hier gangbar macht, geht es gut,
offensichtliche Armut herrscht nicht, selbst die Hunde sind wohlgenährt und
haben keine Räude. Die Fahrt hierher nach Sagada war ein Abenteuer für sich:
fünfeinhalb Stunden windet sich die Straße entlang der Berghänge, schraubt sich
hinab und hinauf, in immer enger seienden Kurven, so steil, dass ich mich
zumindest die letzte Fahrtstunde am Fensterrahmen festhalten musste, damit ich
nicht von meinem Sitz runterrutschte. Ich bewundere den Fahrer, der
vollkonzentriert diese Strecke fahren musste. Überhaupt finde ich die Busfahrer
hier ziemlich vertrauenserweckend. Gestern habe ich mir ein Motorbike gemietet,
um auf eigene Faust die Gegend zu erkunden und ehrlich – ein Tag war genug. Ich
hatte ein Motorcrossbike und trotzdem war das Fahren meist nicht das reine
Vergnügen, da ich voll konzentriert fahren musste ob der Schotter-Stein-Wege
bis ich zur Hauptstraße zurückfand. Nun – ich habe mir einiges angeschaut und
gestern – es war Samstag – gab es sogar ein französische Essen, denn ein
französischer Koch hier mit Restaurant veranstaltet immer samstags ein Buffet –
ich war dabei – sehr lecker und angenehme Atmophäre, wenn ich auch an einem
Tisch mit lauter Franzosen (und zum Glück einigen Englisch-sprechenden Dänen)
platziert war (Franzosen sprechen natürlich kein Englisch, sondern nur
Französisch!) Morgen fahre ich nach Bontoc und weiter nach Banaue, da stehen
die Reisterrassen und World-Heritage-Schutz. Schöner als heute, wo ich zu den
hiesigen Reisterrassen heruntergeschlendert bin und dort einfach nur so
gesessen habe, kann es aber eh nicht mehr werden. Von Banaue geht´s zurück nach
Manila, wo ich hoffe, dass ich noch meinen Frühflug zur Insel Negros bekomme,
denn dort will ich noch etwas Schnorcheln (in die Tauchanzüge passe ich immer
noch nicht!:-( Drückt mir die Daumen, dass alles klappt.
Ich melde mich - geschwächt durch eine üble fiebrige Erkältung- aus dem hohen (im wahrsten Sinne des Wortes) NOrden der Philippinen. Leider ohne Photos, denn das Downloaden dauert drei Jahre, neun Monate und sieben TAge voraussichtlich. Seit einer Stunde läuft im Hintergrund schon eine Mail, zu der ich im Anhang versuche 3 Photos hochzuladen - es läuft und läuft und läuft , einfach käferhaft. Also keine Bilder, dafür eine dröge Darstellung des Gewesenen. Meldet Euch trotzdem - ich freue mich so sehr darüber! Cathrin
(Vorgeschriebener Text!) Endlich schaffe ich es, mich hinzusetzen und ein paar Takte
zu schreiben. Seit einer Woche hat es mich voll mit einer fiesen Erkältung
erwischt, das Fieber habe ich nur dank Paracetamol unter Kontrolle halten
können und natürlich war ich unvernünftig, wollte nicht im Bett liegen bleiben,
um mich auszukurieren, sondern die Gegend erkunden – auch nicht gerade einer
Erkältungserkrankung zubringlich! Mittlerweile bin ich in Sagada, einem kleinen
Bergstädtchen hoch oben in dem Gebirgszug der philippinischen Cordilleren im
Norden Luzons, der nördlichen Hauptinsel der Philippinen gelegen. Manila war
ziemlich schrecklich – dreckig, laut, schmutzig. Als ich dort am 10.Februar
morgens kurz vor 5 Uhr anlandete hatte ich einen Kulturschock doppelter Natur!
Nicht nur nach dem lieblichen Bali (wiewohl Denpassar auch Chaos pur ist, aber
das hatte ich umgangen durch freundliche Taxidienste von Ubud her). Dort habe
ich es mir noch einmal einen Tag gut gehen lassen und abends eine phantastische
Legongaufführung angesehen. Auch nach dem Flughafen in Singapur, wo ich einige
Stunden im Transit zugebracht hatte. Dort gab es alles, was der Transitreisende
so benötigt (sogar ein „Stunden“hotel“, also einen Ort, in dem man (ohne
Liebesdienste, aber dafür mit einem gemütlichen Bett) zwischen zwei Flügen
ruhig schlafen konnte. Ansonsten gab es Restaurants aller Natur zu vernünftigen
Preisen, kostenlose Gepäckwagen, Cash-Maschinen, unendlich lange
Einkaufsstraßen, super-Sauberkeit (wohin man auch blickte), Abfalleimer
sichtbar, separate Kinoberieselung, Aufladestationen (zum Abschließen, auch
kostenlos), gemütliche Sitzgelegenheiten auch in ruhigen Ecken, ideal zum
Nickerchen geeingnet und …kostenlos, an diversen Spots verfügbar und
hervorragend funktionierend: Internet – ich konnte sogar skypen! (mit Bild).
Dann Manila: Einen solchen Provinzflughafen habe ich überhaupt noch nie gesehen. Keine der 4 Geldmaschinen
funktionierte, Wechselstuben gab es nicht, Banken machen erst um 9 oder
vielleicht auch erst um 10 oder eventuell auch später …auf, Touristische
Informationen gab es schon gar nicht!. Eine SIM-Karte habe ich im Tausch gegen
10 kostbare Dollar erhalten – wenigstens das! Dann habe ich bis 9:20 gewartet,
bis irgendwelche Bankmenschen da waren, nur um zu erfahren, dass die dort nicht
eincashen, sondern nur foreign currencies eintauschen (die ich nicht mehr
habe). Schließlich hat mir ein Wachmann, den ich eher zufällig traf, einen
nationalen Cashautomaten im Binnenflugterminal gezeigt, der aber, Wunder über
Wunder, auch internationale VISA-Creditkarten akzeptierte, so dass ich endlich
genügend Währung hatte, um mit dem Taxi (mein Rucksack ist trotz diverser
Ausmistaktionen immer noch viel zu schwer!) in mein gebuchtes Hotel zu fahren.
Das stellte sich dann als ganz günstige Angelegenheit heraus, war auch ziemlich
zentral gelegen und hatte Air-Condition, ein unbedingtes Muss in Manila, wo es
heiß, stickig und wie gesagt, einfach nur dreckig ist – auch die Luft, so dass
man sich freut, wenn man kühlere Luft genießen kann (man kann die AC ja auf die
gewünschte Temperatur einstellen). Manila ist zuerst amerikanische
Hauptquartier im Pazifikkampf des IIWeltkrieges gewesen, seit 1942 von den
Japanern besetzt, die hier wüst wüteten. Die amerikanische „Befreiung“
zerstörte die letzten Reste der wohl einst schönen Stadt (sie nannte sich die
Perle des Orients) – heute ist außer einer Massenansammlung von Zementbauten in
unterschiedlichen Baustadien nichts davon geblieben. Das ehemalige Zentrum,
Intramuros, die alte spanische Kolonialmetropole, blieb quasi unbesiedelt und
wird seit dem Ende der achtziger Jahre als Touristenattraktion
wiederaufgemausert – nicht allzu erfolgreich, wie ich finde! Ansonsten kann man
sich – vorausgesetzt, man hat einen Stadtplan (die Philippinos sind gut in der
Lage, Karten zu lesen, ganz im Gegenteil zu den Balinesen) – gut in Manila
orientieren. Zum Glück – für uns Touristen – gibt es so eine Art S-Bahn, die
die Riesenmetropole kreisförmig umfährt und die alle 2 bis 5 Minuten durch die
Haltestellen braust und quietschend zum Stillstand gezwungen werden. Meist ist
es hier schweißtreibend eng, doch transportiert einen die Bahn schnell zum
Ziel. Ganz im Gegenteil dazu stehen die Straßen, in denen meist stehender
Verkehr vorherrscht. Dreiräder (mit Rad und mit Motorrad) gibt es auch, aber zu
(für Ausländer) utopischen Preisen und dann gibt es das für die Philippinos
übliche Verkehrsmittel, die Jeepneys, ursprünglich wurden hier nach 1946
amerikanische Jeeps zu öffentliche Aufpickbussen umfunktioniert und heute sehen
sie immer noch einem Jeep sehr ähnlich, allerdings mit einem langen Hinterteil
und zahlreichem Schmuck. Die Stationen sind gut sichtbar aufgepinselt, doch
leider sagen mir die einzelnen Stationen nichts und man weiß auch nicht, wo und
wann die jeepneys halten – also kurz, ich hatte noch keine Gelegenheit, diese
Fahrzeuge auszuprobieren. Ich habe gelesen, dass ein Viertel aller Philippinos
in Manila leben und das glaube ich sofort! Es gibt wohl ein paar gute Museen in
Manila, aber sonst gibt es eigentlich nichts, was touristisch interessant ist.
Übrigens geht es hier ganz unasiatisch zu, denn gehandelt wird nicht, überall
gibt es nur Fixpreise. Verkehrsmittel sind ziemlich günstig, so kostete der
„DEluxe“-Bus (na ja), der mich endlich am Ende des dritten Tages aus der Stadt
herausbrachte in Richtung Norden nur 700 Pesos (für 10 Stunden Fahrt), das sind
umgerechnet etwa 15 Euro. Vigan hat sich den Charme einer spanischen
Kolonialstadt bewahrt. Hier habe ich mir eine einstündige Droschkenfahrt
gegönnt und mich von der Athmophäre vereinnahmen lassen. Die Kirchen (auch die
dortige Kathedrale) werden bewohnt von Vögeln, die jeglichen Gottesdienst durch
Lobpreisungen in luftiger Höhe ergänzen. Während der Nachfhrt im Air-Con-Bus
habe ich mir dann diese Erkältung geholt. Seitdem bin ich doch ziemlich müde
und geschafft und kann wegen „Lungenverschleimung“ kaum noch atmen. Hier im
Gebirge ist es natürlich besser mit dem Atmen, aber dafür ist es auch kühler,
also Problem z.B. mit dem Haarewaschen (nasse Haare, die nicht trocknen wollen).
Als ich total übernächtigt in Vigan ankam (ich bin einfach nicht mehr 20 und
stecke so eine Nacht nicht mehr ohne Weiteres weg), hatte ich keinen Appetit
auf ein philippinisches Frühstück,das aus Fisch (wahlweise scharfes
Schweinefleisch) und Knoblauchreis besteht. Die Frühstückskarte bot aber auch
ein Babyfrühstück in Form von Haferschleim mit Banane an. Dankbar nahm ich
dieses Angebot an – sehr zum Erstaunen des Service, der vergeblich mein Baby
suchte - aber mein Magen wollte nichts
anderes mehr aufnehmen. Immerhin kam ich dann in den Genuss von
Nestle-Super-Aufbau-Milch, die klebrig-süß als Beigabe zum Haferbrei kam – es
ist doch schon einige Jahre her, dass ich Baby-Nahrung zu mir genommen habe. In
Folge wurde ich totmüde und habe erst einmal drei Stunden geschlafen! Nach
Vigan bin ich ins nördliche Gebirge gereist, zuerst über Boguio, dann nach
Sagada! Boguio ist eine geschäftige Metropole, die zur Hälfte aus Studenten
besteht, der Campus liegt mitten im Stadtzentrum neben Markt und Busterminal. Man
fährt mit dem Bus durch Landschaft und plötzlich, verteilt auf diverse
Bergspitzen auf ca. 1500 Meter Höhe liegt die Stadt, die einen eintägigen
Besuch lohnt als Zwischenstopp zu weiteren Zielen. Im Gegensatz zu Manila nimmt
man hier die existierenden Umweltgesetze ernst und die Stadt ist größtenteils
sauber. Mein Zimmer war jedoch eine rechte Absteige (na ja, das Bett war
sauber, in Vigan hatte ich Mäuse im Zimmer, die mir mein Klopapier angeknappert
und meine Plastiktüten perforiert haben. Seit Boguio reise ich die übliche
Travellerroute entlang. Hier reisen auch Ältere, die meisten sind auf Urlaub
hier, maximal 3 Monate. Auch Rucksacktouristen, die sich alle hier in Sagada
treffen, dass eine dazu passende Infrastruktur hat, also touristisch, aber ausschließlich
auf Individualtourismus abgestellt. Hierher kommen auch viele philippinische
Touristen, denn das Bergklima gilt als angenehm. Da es nur eine Straße gibt,
verkehren alle Reisenden entlang dieser Route, nämlich von Manila – Boguio –
Sagada – Bontoc – Banaue – Manila oder umgekehrt. Was es hier zu sehen gibt,
Berühmt ist diese Gegend wegen seiner Reisterrassen, die vor 2000 Jahren aus
dem Fels gekloppt wurden. Auch pflegen die Einheimischen (die ansonsten moderne
Menschen sind und trotz Reisbauerndaseins ziemlich gut Englisch sprechen)
außergewöhnliche Beerdingungsriten, also Stapelsärge von geknebelten Toten (die
Särge sind also sehr klein) in Höhleneingängen und alternativ von Felsen
hängende Särge. Es gibt noch die Möglichkeit einer Regulärbeerdigung auf dem
Friedhof über oder unter der Erde! Aber die wirkliche Sensation hier ist einmal
– insbesondere nach der Unrast in Manila, die unbedingte Ruhe und Ruhigkeit
hier, Hier laufen die Uhren noch langsam, die Menschen sind freundlich und
interessiert und … die Landschaft ist einfach wunderschön. Die Cordilleren
ziehen sich auf ca. 2000 Metern dahin, tief zerklüftet und bedeckt mit einem
Teppich lichten Pinienwaldes, wo nicht die menschliche Kultivierungswut
tauschende von Reis- aber auch von Gemüseterrassen geschaffen hat, gestaffetl
auf mehrer hundert Meter die Täler mit den Bergspitzen verbindend. Den Leuten
in den an der Hielma-Highway, die die Gegend hier gangbar macht, geht es gut,
offensichtliche Armut herrscht nicht, selbst die Hunde sind wohlgenährt und
haben keine Räude. Die Fahrt hierher nach Sagada war ein Abenteuer für sich:
fünfeinhalb Stunden windet sich die Straße entlang der Berghänge, schraubt sich
hinab und hinauf, in immer enger seienden Kurven, so steil, dass ich mich
zumindest die letzte Fahrtstunde am Fensterrahmen festhalten musste, damit ich
nicht von meinem Sitz runterrutschte. Ich bewundere den Fahrer, der
vollkonzentriert diese Strecke fahren musste. Überhaupt finde ich die Busfahrer
hier ziemlich vertrauenserweckend. Gestern habe ich mir ein Motorbike gemietet,
um auf eigene Faust die Gegend zu erkunden und ehrlich – ein Tag war genug. Ich
hatte ein Motorcrossbike und trotzdem war das Fahren meist nicht das reine
Vergnügen, da ich voll konzentriert fahren musste ob der Schotter-Stein-Wege
bis ich zur Hauptstraße zurückfand. Nun – ich habe mir einiges angeschaut und
gestern – es war Samstag – gab es sogar ein französische Essen, denn ein
französischer Koch hier mit Restaurant veranstaltet immer samstags ein Buffet –
ich war dabei – sehr lecker und angenehme Atmophäre, wenn ich auch an einem
Tisch mit lauter Franzosen (und zum Glück einigen Englisch-sprechenden Dänen)
platziert war (Franzosen sprechen natürlich kein Englisch, sondern nur
Französisch!) Morgen fahre ich nach Bontoc und weiter nach Banaue, da stehen
die Reisterrassen und World-Heritage-Schutz. Schöner als heute, wo ich zu den
hiesigen Reisterrassen heruntergeschlendert bin und dort einfach nur so
gesessen habe, kann es aber eh nicht mehr werden. Von Banaue geht´s zurück nach
Manila, wo ich hoffe, dass ich noch meinen Frühflug zur Insel Negros bekomme,
denn dort will ich noch etwas Schnorcheln (in die Tauchanzüge passe ich immer
noch nicht!:-( Drückt mir die Daumen, dass alles klappt.
Sonntag, 3. Februar 2013
Tja, was soll ich noch schreiben, natürlich gäbe es eine Menge zu erzählen, aber das Wichtigste habe ich , glaube ich, schon gestern durch meine Fotos ausgedrückt. Also, seit 11 Tagen bin ich nun hier auf Bali und das Beeindruckenste war eigentlich, dass ich ich sogleich wohl gefühlt habe - nach all den Jahren! Natürlich hat sich in den letzten 30 Jahren hier unheimlich viel geändert, aber es ist trotzdem noch anders als Europa und der Rest der westlichen Welt (incl. NZ). Der Flug von Christchurch - dem man das Erdbeben von 2010 noch sehr deutlich anmerkt - die gesamte Innenstadt ist gesperrt - übrigens, auch wenn das nicht so nett klingt, ein großer Schaden für die architektonische Schönheit und auch für ihre Menschenfreundlichkeit war das Erdbeben jedenfalls nicht, eher das Gegenteil - jeder Aufbau kann nur noch netter werden! - Also mein Flug begann um 3 Uhr früh. Ich hatte noch überlegt, eine Übernachtung zu kürzen und meinen Abend auf dem lauschigen Flughafen zu verbringen, aber meine Entscheidung, im Hostel zu bleiben, war genau richtig - ich konnte noch ein paar wenige Stunden schlafen und tagsüber in Ruhe packen. Am Vortag hatte ich mir noch ein Abschlussgeschenk gegönnt und mir die Bahnfahrt (hin- und retour) einmal quer von Osten nach Westen zurück nach Greymouth, geleistet. Ich wollte NZ noch eine Chance geben und es mir einmal die Berge an der Westküste ansichtig machen lassen - aber ehrlich, NZ bleibt hier stur und kaum hatten wir den höchsten Punkt erreicht, also den 15 Kilometer langen Tunnel, und kamen wieder ans TAgeslicht, war nicht mehr viel übrig davon, nämlich es war mal wieder am regnen. KLEINER SPRUNG IN DIE GEGENWART (ich will ja nicht immer wieder vom Wetter reden....) Also im Moment sitze ich an einem wirklich originellen Platz um meinen Blog zu scchreiben, nämlich am Swimmingpool meines Homestays (so nennen die hier auf Bali günstige Travellerhotels, die aber eigentlich alle Bedürfnisse nach Sauberkeit, Privatspäre und so weiter befriedigen, aber preislich zwischen 20 und 30 Euro liegen pro Nacht (für das Zimmer wohlgemerkt!) Es prasselt locker vor sich hin, es ist ja Regenzeit, und gestern war bis 10 uhr nachts Ruhe, aber heute ging es dafür schon Mittags los. Aber ich sollte nicht klagen. Ich sitze unter einer Hütte (die hier auf Stelzen hochgebaut ist und der Regen fällt um mich herum herunter, d.h.. um den Sockel herum, auf dem mein Tischchen und mein Stuhl stehen Hier ist der einzige Hotspot (im Restaurant oder besser noch in meinem Zimmer säße ich auch ziemlich gerne, aber es ist noch Tageshell (es ist 18 Uhr - also wird so in einer Stunde dunkel) und die Luft ist angenehm warm, aber nicht mehr schwül - dank des Gewitters, das eben noch einmal durch lautes Donnern unterstreicht, das es nass ist und zwar ziemlich! Prassel, Prssel, Prssl... Für Morgen habe ich meinen Optimismusknopf gedrückt und mir ein Moped (oder besser einen Roller) gemietet, um mir entlang der Küstenstraße nach Osten die nächxten Orte anzuschauen mit ihren Tempeln und dann zieht es mich wieder zu den Mackacken (= Affen), denen hier auch ein Tempel gewidmet ist und die also dort herumbalgen, hüpfen und frech sind, aber vorsichtig gegenüber den Menschen trotzdem. Jetzt geht das hier richtig los mit dem Unwetter, aber, da ich ohnehin hier nicht weg kann ins Trockene, halte ich aus und schreibe unverdrossen weiter - hoffen wir mal, dass es gut geht und ich um mein Laptop die Sache einigermaßen trocken überstehen! Jedenfalls habe ich im Moment mal wieder eine Internetverbindung und das ist gut, wenn Skype auch nicht gerade gut funktioniert! In den letzten Tagen vorher gab es kein INternet, da der Blitz in die Antenne meines Hotels in Munduk gefahren war. Munduk liegt im Gegensatz zu Permuteram (das nahe Javas am Westzipfel Balis liegt und von viel Meer und dem einzigen Nationalpark Balis eingerahmt wird und wo ich jetzt sitze und heute morgen im Riff Schnorcheln war - ich wollte endlich mal tauchen lernen, aber wieder einmal passte ich in keinen von den Gummianzügen - ich bin einfach zu moppi undn außerdem schweißnass, da kann man Gummianzuganziehen einfach total vergessen! - also Schnorcheln - da gab es Tausende von leuchtend bunten Fischen, habe sogar zweimal eine Muräne gesehen, eine davon schlängelte sich elegant davon, weil sie sich beobachtet fühlte, man kann gar nicht genug davon bekommen - die Korallen sind im Vergleich dazu jedenfalls total, naja ziemlich langweilig - einige Fischschwärme flossen um mich herum und einige von den kleinen Gesellen, die, die unten am Bauch silbern schimmern und schwarze Längsstreifen haben und oben am Rücken Neongelb sind, haben mich sogar ganz interessiert angeschaut) - also: Munduk liegt im Gebirge oder eher wohl - es ist die Kratergegend im Zentrum der Insel, die ja vulkanischen Ursprungs ist. Da Regenzeit ist, konnte ich die Vulkane nicht erklimmen, da erstens alles in Wolken, also ab ca. 1000 Meter Höhe alles in dichten Nebel gehüllt und zweitens Regen (ich sagte es bereits - mein Regenzeug kam zu allen Ehren, während ich mit meinem Mietroller zurück ins Hotel raste, all die Windungen der engen Straße entlag (langsam wird es mir hier mulmig, denn mein Standort ähnelt zunehmend einer INsel), aber wenigstens vormittags konnte ich mir zweimal (von den drei Tagen dort) etwas angucken, einmal war ich an einem vonn den Seen und am nächsten Tag an einem anderen See, dort ging es mir aber zu touristisch zu, während der erste See ok war - Fotos zeige ich Euch, wenn ich Zuhause bin) (Ich habe jetzt mal ein Handtuch über meinen Laptop gelegt, damit der nicht - ähnlich wie meine Kamera, die ich letzte Woche zur Reparatur bzw. zum Regress zurück in die USA geschickt habe an der Nässe verreckt (meiner Canon sind offensichtlich weder die Pinguinbesuche noch Mt Cook bekommen = Schnee) Nun, in Munduk konnte ich endlich mal meine Fotos der letzten Woche nachordnen und außerdem mal einen spannenden Krimi zu Ende lesen - auch mal sehr gut. Es ist echt vorteilhaft, dass Balis Ortschaften nicht so versiegelt sind wie Deutschland, sonst wäre nämlich nicht nur die hiesige Straße unpassierbar (da Swimmingpool), sondern auch mein Standort längst überschwemmt) Nun - die Tage in Munduk waren geruhsam und ansonsten habe ich dort nicht viel gesehen. Insgesamt ist meine Energie hier ziemlich gebremst, weiß auch nicht warum, Plan A beinhaltete Lombokwanderung und Java-Vulkanbesuch, also schöne Fährfahrten, hängengeblieben sind drei Stopps nämlich Ubud, wo ich meine erste Woche verbracht habe und in das ich in einigen Tage zurückkehren werde, bevor ich via Singapur nach den philippinen entschwebe, Munduk und eben Permuteran (wo ich hoffentlich noch etwas sehe, sonst bin ich sauer! Wahrscheinlich eher adaptiv tolerant - die meisten Deutschen, (wenige) die ich hier treffe, glauben eh an die Mytik, das Aroma des Heiligen, dass diese Insel befruchtet und ausdünstet in einem , was natürlich eine enorme Wirkung auf mein Inneres (in Hinwendung auf ein gkückliches Karma) hat - also ich glaube einfach, dass ich ein fauler Knochen bin, kein Geld mehr für die teuren Transportkosten ausgeben will (es ist Lowseason, da fahren kaum Shuttles und die Bemos finde ich nicht, also nehme ich ein Auto mit C!)hauffeur - ganz neue Dekadenz), ich mich nicht mehr aufregen will und realisiere, dass mein Nervenkostüm einfach nicht stark ist, so dass es happy ist, wenn ich ihm keine Probleme präsentiere - also ignoriere icch sie am besten oder mache mir erst keine. Also, ich bin brav! Da Ubud einfach zum Verlieben ist, freue ich mich schon wieder darauf. Ubud hatte ich als Einfahrtsziel für meine ersten Nächte gewählt, weil - lt. Reiseführer - die dem Flughafen näher gelegenen ortschaften alle in der Rubrik "Party" standen. Dvon hatte ich aber die Nase voll, denn ich habe im Moment wenig Lust auf Abiturienten, die sich nächtelang austoben wollen und außerdem bin ich auch zu schlapp dazu. Party in Asien meint außerdem Abzocke und Gier und Bargaining en masse for nothing außer Ärger udn blöde Anmache - also, darauf hatte ich keine Lust und der nächste ruhiger beschriebene Ort war Ubud - und das war der volle Treffer -100 prozent. (Also ich merke schon, der Tastenanschlag in meinem Laptop ist auch nicht mehr optimal) Ich kam nach Zwischenstop in Brisbane, wo ich mir auf die Schnelle eine neue Kamera gekauft habe (7Prozent Tax gespart - nicht gerade viel) und drei Stunden Überwüstenflug in Bali an (Die westliche Bergflanke der Südinsel Neuseelands habe ich übrigens beim Abflug dann doch noch kristallklar gestochen im Morgenlicht gesehen :-)) - totmüde, die schwülheiße Luft beim Ausstieg hat mich förmlich umgehauen und ich war froh, dass mir der Pensionsbesitzer in Ubud, bei dem ich online im letzten Moment noch ein Zimmer gebucht hatte, einen Fahrer geschickt hat. Ich wurde also das erste Mal in meinem Leben am Flughafen mit meinem Namensschild empfangen, worauf ich mir sogleich unglaublich wichtig vorkam - Übrigens war die Visum-on-Approval-Angelegenheit ganz und gar unkompliziert und 25 Dollar wert. Wie sich später herausstellt, war der Fahrer der Schwager von Karjan, menem Landlord. Karjan ist abstrakter Künstler in einer Stadt voller Künstler und einigen sehr guten Kunstmuseen, die in den 20er bzw. 30er Jahren von dem DeutschenWalter Spies, einer sehr interessanten Persönlichkeit (geboren in Russland, weil seine Eltern dort Händler waren, dort erlebte er die russische Revolution,. in Dtld. nach einem Studium der Kunst in Dresden wollte er keine zweite Revolution, heuerte 1923 auf einem Schiff an und landete in Bali beim Rajah von Ubud, welcher sehr kunstbeflissen war und einen Kapellmeister brauchte und Walter Spies einstellte. Durch ihn wurde erstens die balinesische Musik in europäische Notation übertragen (und somit in Europa bekannt gemacht) und gleichfalls "modernisiert", d.h. laiziert (so wurde der Kecak-Tanz verändert von einem rein religiösen Zeremoniell in eine öffentliche Vorführung, an der alle Balinesen und alle Ausländer heutzutage ihre Freude haben und die Balinesen lernen diese Tänze heutzutage zum Teil in so einer Art Volkshochschulkurs - so wird die Tradition in dieser Form weitergegeben). Spies selber sah sicch als Maler und malte daher auch viel (es gibt hier ein kleines Museum mit seinen Gemälden - ich fand sie etwas finster für Bali und seine Sonne). Neben den Rajah gab es noch einige begeisterte Sammler und Mäzene und so wurde Ubud zu einer Künstlerkolonie, von balinesischen wie auch europäischen Künstlern - eine faszinierende Mischung. Ubud hat also viele Künstler, aber auch jeden Abend verschiedene Tanzveranstaltungen, so dass einem niemals langweilig wird, denn für die Touristen gibt es dann noch den Monkey Forrest, ein Tempel, den lebendigen Affen geweiht - und die sind total frech und greedy, aber ulkig - und dann gibt es noch mehrere hundert Tempel jeglicher Couleur, außerdem die einzige bedeutsame archeologische Städte aus dem 11. Jahrhundert (ein damaliger Herrsccher hat sich mit seinen vier Ehefrauen und seinen 4 Konkubinen nahe einer Erimitage beerdigen lassen in einem wild-romantischen Tal - uuuuuunglaublich schön), eine buddhistische Einsiedelei, die heute neben einem Wasserheiligtum, Souvenirständen en masse auch einen hinduistischen Tempel beherbergt und drumherum Paddyfields noch und nöcher. Mein HOstel in Ubud stellte sich als mein Traum heraus, worauf ich sogleich länger blieb als je geplant und auch ortsfest blieb (Gleich neben der Familienpension - wenn man sie so nennen will - gibt es drei superleckere Restaurants, so dass mein Radius sehr begrenzt blieb, wie übrigens von den meisten Pensionsbewohnern, die hier i.d.R. etwas älter sind (mein Alter oder mehr) und alles alte Reisende oder sogar alte Asienfans sind und allesamt immer wieder kommen und oft mehrere Monate hierbleiben. Ich brauchte 4 Tage, bis ich mir endlich ein Moped lieh (das brachte ständig einen frischen Wind ins Gesicht). Bis dahin genoss ich meinen Diwan, schlief, las, ließ meine Klamotten waschen, wankte mehrmals täglich schweißtriefend in den Ort, der durch seine touristische Infrastruktur (Cafes, Infos, Bankautomaten, ja sogar Supermärkte) bei gleichzeitigem verwirrend schönem chaotischen Asiensein überzeugt. Abends ging ich zu den Tänzen, oder versuchte ganz langsam, meinen Walkradius etwas zu erweitern - ich bin begeistert von der Schönheit dieser einerseits von seinem vulkanischen Ursprung in seiner Stroffheit, seinen tiefeingeschnittenen Tälern, seine Urwaldatmophäre (ständig fühlt man sich erinnert an die Filmkulissen der ersten Hälfte des KingkongFilms, wenn die Luftwurzeln mal wieder das Gesicht streifen, während hinter einem die Autos vorbeibrausen und die Mopeds hupen) wie anderseits von seiner menschlichen Kultivierung (Reisterrassen) geprägten Landstrichs. Meine letzten drei Tage verbrachte ich touristisch. Alle Tage waren begleitet von netten Gesprächen mit meinen Mitbewohnern, besonders mit Sue und Earl (einem USA-Amerikaner mit kommunistichem Hintergrund aus Chicago! Very sophisticated und total anregend in jedem Gespräch - ein Genuss auch hier also) und der letzte Abend wurde gekrönt von einer Einladung durch den Hausherrn bzw. seiner sehr selbstbewussten und alles Kaufmännische managenden Gattin. Mein Laptop war zwischenzeitlich mal kaputt, aber ein weiteres Virenprogramm, das Jörn, ein nach Australien ausgewanderter Däne, der sehr zynisch sein konnte, aber für ein Schwätzchen immer zu haben war, d´rüberlaufen ließ, eine mystische Sitzung mit dem Sohn meines Landlords udn ein Bsuch im PC-Shop in Denpassar haben ihn scheins doch davon überzeugt, dass er mich nicht so einfach sitzen lassen kann. Also ich glaube, jetzt habe ich so in groben Zügen über meine letzen 10 Tage berichtet. Die nächsten Tage verbringe ich mit Philippinen-Rundfahrt-Planung, da kann ich nicht so faul sein wie jetzt, da mein Hinflug nach Manila geht, mein Weiterflug nach Singapur aber von Cebu aus startet. Man, ich werde sehen! Eure Cathrin (Habe jetzt Hunger und der Regen wird auch etwas schwächer, so dass das Schirmtragen z7m Restaurnat jetzt jeenfalls einen Sinn macht) Cathrin
ende von
ende von
Samstag, 2. Februar 2013
Doch nicht verschollen - Jugendherberge ist erst mal passé - hier: mein Zimmerservice
Mein Bett
Mein Terrassenblick - und mein Terrasse (mit Diwan)
Also, für die Ungeduldigen - hier eine Kurznachricht. Bin auf Bali, mir gehts gut, es ist Regenzeit, 100 Prozent Luftfeuchtigkeit, Affenliebe, prima Hotels - mit Fan. Endlich wieder Asien!Cathrin /bis bald- schreibt mir doch auch mal - ich sehe keine neuen Kommentare und E-Mail- gibt es auch.Cathrin
Affenschau - ganz häufig, einfach entlang der Straßen, die ich mit einem Motorradroller entlangbrause. - Falls kein Sauwetter herrscht - hier jeden Tag etwas Regen (dogs and cats pouring down) - manchmal auch dann, mit Helm und Regenzeug, aber die Luft ist warm und mit etwas Glück gbt es sogar eine warme Dusche.
Kultur pur in Ubud - I love it.#
Das tut ja so guuuuuut!
Überall wilde Gesellen - überall Tempelstätten und - stättchen
Lecker - und mit Liebe zubereitet (jedenfalls mit Begeisterung!)
Mein Bett
Mein Terrassenblick - und mein Terrasse (mit Diwan)
Also, für die Ungeduldigen - hier eine Kurznachricht. Bin auf Bali, mir gehts gut, es ist Regenzeit, 100 Prozent Luftfeuchtigkeit, Affenliebe, prima Hotels - mit Fan. Endlich wieder Asien!Cathrin /bis bald- schreibt mir doch auch mal - ich sehe keine neuen Kommentare und E-Mail- gibt es auch.Cathrin
Affenschau - ganz häufig, einfach entlang der Straßen, die ich mit einem Motorradroller entlangbrause. - Falls kein Sauwetter herrscht - hier jeden Tag etwas Regen (dogs and cats pouring down) - manchmal auch dann, mit Helm und Regenzeug, aber die Luft ist warm und mit etwas Glück gbt es sogar eine warme Dusche.
Kultur pur in Ubud - I love it.#
Das tut ja so guuuuuut!
Überall wilde Gesellen - überall Tempelstätten und - stättchen
Lecker - und mit Liebe zubereitet (jedenfalls mit Begeisterung!)
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