Montag, 1. Juli 2013

1.Juli 2013

Heute war ich im Bear Rescue Center, d.h hier leben die asiatischen Kragenbären, die der Wilderer entgangen sind und nun ihr Leben geschützt, aber in Gefangenschaft verbringen. Mal sehen, ob - trotz der superlangsamen Verarbeitungszeit - ein Bilddownload moeglich ist:
Ja, also das hat geklappt. Über die Möglichkeiten der Robben, sich bequem auf Steinen zu plazieren, habe ich mich ja schon mal ausgelassen. Es gibt auch Bärenvariationen:
 So eine Hängematte wird vom Projekt als Bären-Beschäftigungs-Therapeutikum vermarktet - ich denke, DIESER Bär hängt einfach nur ab!
Man beachte die elegante Art, wie dieser Bär seinen Kopf auf seiner Pfote gebetet hat! Als Bär würde ich zuerst mal meinen Pelz ausziehen, denn hier herrschen mal wieder unglaubliche Temperaturen und Schwüüüüüüüüüüüüüüle! Ich sitze hier um 12 Uhr nachts mit Fan über dme Kopf und schwitze vor mich hin, Atmen ist direkt anstrengend!
Trotz hoher Luftfeuchtigkeit und dem Gefühl, nur so durch die Gegend zu schleichen gegen eine Wattewand, die einen wärmend umfängt, war ich heute aktiv, allerdings, damit ich nicht kneifen kann, habe ich gestern alles organisiert, also zuerst einen Mekong-River-Tripp mit Buddhahöhlen-Besichtigung - hier habe ich einen kleinen für Euch ausgesucht zum Anschauen - einen von fast 4500 in allen möglichen Größen, Materialien und Alterssstufen
Der Mekong ist ein langer, langsam-majästetisch dahinfließender, milchig-brauner Fluss, der kaum Kühlung bringt (außer, man springt hinein)
Das war mir vom Boot aus nicht möglich, so dass ich am Nachmittag noch einmal einen Bus bestiegen habe und gen nächstem Wasserfall gefahren bin - ein Traum (leider begrenzt auf 2 Stunden, da dann der letzte Bus wegfuhr)
Insgesamt fällt der Kuang Si über 6 Stufen zu Tale und auf jeder Stufe bildet er wunderbar erfrischende Schwimm- und Planschbecken inmitten einer wilden Urwaldlandschaft. Als ich mich in den ersten Tümpfel gestürzt habe und - nachdem mein Kopf abgedampft ist - wieder auftauchte, fand ich mich Angesicht zu Angesicht mit einer blau-schwarz gefleckten Libelle wider, die mich interessiert anblickte und so schauten wir uns unverwandt bestimmt 5 Minuten an - ein Wunder. Der Busfahrer glaubt auch an Wunder, deshalb hat er ein geweihtes oder sonstwie eingesegnetes GLücksmodell in seinem Auto befestigt. Er scheint auf den Geld-Gott zu hoffen - ziemlich prosaisch

Am Abend habe ich mir ein Moto geliehen, da ich Morgen frühl gleich in die Berge möchte um mehr von der außergewöhnlichen Kaarstlandschaft hier um Luang Prabang in Laos mitzubekommen. Sogleich habe ich meine Chance genutzt und bin von meinem Hotel noch eine Runde durch die Stadt gefahren, nur um in einem Flußrestaurant (am Nok Oum, einem Seitenfluss des Mekong, die beide LP umschlingen) zu landen. Hier also mein heutiges Abendessen:
So etwas nennt sich hier Barbecue, ist aber eher eine Art Fondue mit viel frischem Gemüse, scharfer Chilisoße und verschiedenen Arten von Fleisch - ziemlich lecker.
Bevor ich Schlafen gehe, hier noch ein Bild aus meiner kambodschanischen Vergangenheit (Sen Monorom - mal ohne Regen, aber nur kurzfristig, wo ich vor gut 2 Wochen mich noch rumgetrieben habe) Ich sitzte da oben drauf!
Wie man Elephanten jemals für den Kriegsdienst oder für die Jagd einsetzten konnte, ist mir ein Rätsel, da diese großen Tiere, zumal da Vegetarier, ständig essen müssen. Also eine relativ kurze Strecke dauert ziemlich lange, und alle Grünpflanzen am Wegesrand unterwegs sehen danach ziemlich gerupft aus. Jedenfalls ein einfach einmalig tolles Erlebnis, so einen Vormittag auf einem Elephantenrücken zu verbringen (Die Elephantendame Ny-us gehört einem Menschen aus einem ansässigen Tribe, und immer, wenn die mal wieder Geld brauchen, rufen sie ihren Organisator im Dorf äh Stadt an, ob da irgendwelche Elephantenritthungrigen Touristen im Ort rumlaufen und falls ja, dann werden entsprechende Elephanten dem Dschungel, denn da grasen sie so vor sich hin, kurzfristig entrissen. Jedenfalls scheint mein Elephant dieser Unterbrechung (Freizeit = Fressen, Arbeit = durch den Dschungel laufen mit Touristen auf dem Rücken) nicht so richtig mitbekommen zu haben. Nach 90 Minuten-Ritt hatte sie eh wieder ein Tankpause von 2 Stunden nötig, was auch ganz gut war, den während dieser zwei Stunden hat es in Strömen geregnet. Danach noch mal zwei Stunden zurück zum Dorf - hätte ewig so weitergehen können (obwohl, mal ehrlich: bequem ist so ein Elephantenkörbchen nicht - ich sah aber schließlich auch kolonial-exotisch aus, denn auf den letzten Kilometern klammerte ich mich an meinen rot-weiß-geblümten Regenschirm)
Um die Laoten angemessen zu beschreiben, möchte ich mich eines französischen Ausspruchs bedienen: Die Vietnamesen pflanzen den Reis, die Khmer schauen zu, wie er wächst, und die Laoten lauschen auf die Wachstumsschübe. So etwa ist hier die Stimmung - relaxt ist kaum eine angemessene Beschreibung für das allgemeine Abgehänge hier um mich herum.
Irgendwelche Zielvorstellungen sollte man hier ganz schnell vergessen, da das nur zu Stress führt. Übrigens habe ich in den letzten Wochen vermehrt an Teo denken müssen, der mir per Skype triumphierend
 mitteilte, dass sie (die FAmilie STroni) "dieses Kaff bald verlassen werden" (gemeint ist natürlich Wissen). Tja, ich glaube, Teo würde sich in keiner der laotischen Städte wohl fühlen. Hier eine Abendszene (19:30 Uhr) in Pakse, einer der größten Städte von Laos - meine Motivwahl fiel auf die Hauptverkehrsader
 Oh, seitenverkehrt, na, macht nichts, das GAnze noch einmal aus tagesaktueller Sicht.


Vielleicht doch mal eine Kostprobe Regenzeit in Laos:
1) städtische Reminiszenz
2) Wasserwirtschaft (ersteres stürzt sich 120 Meter in die Tiefe in Form des Tad Fane)
und fließt dann ab ins Tal:
3) Straßenlage:
nach 15 Kilometern habe ich klein beigegeben und bin umgekehrt (alles reinster Ton, also superrutschig)
4) Bauern versuchen ihren Reis zu setzen zu warten, zu ernten
5)Das Marktgeschehen wird gefördert durch unfreiwillige Kunden, die eigentlich nur im Trocknen stehen möchten
6) Das touristische Fahrgastgeschehen ist eingeschränkt - darauf ein Bier Lao:Da hilft nur Geduld und Gottesglaube. Die Laoten haben sich dem Buddhismus noch nicht vollständig hingegeben, sondern teilen sich ihren Glauben noch mit den Göttern der Urgewalten. So ist man hier von allerlei Schutz- und Feingöttern umgeben, eben Geistern, die einen selbst von Tempeldächern aus antarren





während die zur Götterbeschwörung erzogene Jugend anderen Unterhaltungsmöglichkeiten nachgeht
 
Zum Schluss noch eine Reiseimpression, um Euer Vorstellungsmöglichkeiten über meine Transportfreiheiten zu erhöhen:

 Hier setze ich mit meinem Moped zum anderen Mekongufer hinüber. Die Mitreisenden durften derweil (während ich fotografiert habe) Wasser schöpfen
 So dah der Gegenverkehr aus:



Eure Cathrin















Montag, 3. Juni 2013

Und hier noch ein paar Bilder von HoiAn, dass ich Morgen, nein äh, heute verlasse - war ein sehr angenehmer Aufenthalt
 Öffentlicher Transport in HOiAn - geregelt (die Taxis sind alle grün und haben Taximeter, die auch funktionieren) Die Fahrradrikschas bleiben als Relikt in der Weltkulturerbestadt - die Fahrer bekommen ein festes Grundgehalt, dafür sind sie registriert und haben Festpreise.
 typisches altes chinesisches Händlerhaus am Fluss
 Nickerchen in der Marktbude um die Mittagszeit - der Arbeitstag war schon lang.
 Laternen sind als Beleuchtungselemente in HoiAn gesetzlich vorgeschrieben, damit die Atmosphäre der Weltkulturerbestadt nicht verlorengeht.
 Happy Day - yeaaaaaaaaah - mit Passionsfrucht-Yogurth-Kuchen immer!
 Chinesische Seide (neben der Thai-, der indischen, der japanischen und natürlich der vietnamesischen Seide eigentlich überall hier erhältlich
 typisches Straßenbild in der Altstadt, die man mit dem Fahrrad oder zu Fuß erobern kann
 Der Eingang zur berühmten japanischen Brücke (warum sie so berühmt ist, konnte ich leider nicht ergründen, aber die Überquerung des Kanals kostet in jedem Fall Eintrittsgeld äh Übertrittsgeld)
 Herrliche Dachverzierung der vielen chinesischen Tempel (in HoiAn siedelten Chinesische und japanische Händler, um mit ihren jeweiligen Heimatländern und mit INdien respektive mit Europa  Handel zu treiben
 Chinesischer Tempeleingang (mit modernen Wächtern, die die Eintrittsbillets kontrollieren)

 IN einem chinesischen Händlerhaus - hier die typische Bettstatt für das Mittagsnickerchen (heute
nutzen die Angestellten das Angebot)

 Auslage eienr der vielen Schneidereien
 Marktgerangle
 Nicht alle chinesischen Götter meinen es anscheinens gut.
 Und so sieht ein leckeres, aber erschwingliches Essen in einem der Marktstände aus - ansonsten muss man hier in HoiAn in richtige Restaurants (mit entsprechenden Preisen und entsprechender Ausstattung - also, ich sitze dann da allein an einem ganzen Tisch) sein Essen einnehmen. Ich gehe sehr gerne zum Markt - zumal gleich daneben der Cafe-Saft-Stand ist.

 Der scchöne Strand von HoiAn (im Rücken allerdings wehen keine Palmen, sondern Strubbelgewächse) Am anderen Ende der Bucht sieht an die Türme von DaNang und im Hintergrund die Berge, die Süd- von Nordvietnam einst trennten.
 Ab 3 Uhr nachmittags kommen die Vietnamesen zum Strand in Scharen. Die Restaurantbesitzer bauen dann ihre Plastikstühlchen und Plastiktischchen am Strand auf und die fliegenden Suppenhändler versuchen auch, ihren Schnitt zu machen.
Ledertaschenboutique im Franzosenviertel.