Donnerstag, 21. März 2013

Montag, 18. März 2013

Übrigends, viel Schönes und Anheimelndes hat Burma noch zu bieten, aber die ziehen hier ganz schön an und holen ihre kapitalistische Entwicklung gefördert von individuellen Regierungsmitgliedern ganz schnell nach. Es wird sich also hier alles sehr schnell ändern! Die Leute wollen hier auch Handys, Fernsehen, kaufbare Kleidung (jeans), Spülklosetts und Warmwasserduschen - hier herrscht Goldgräberstimmung! Zum Glück wird man noch nicht in allen Teilen des Landes ständig genervet mit dem Hinweis "Very cheap for you" (ein deutlicher Hinweis auf ein überteuertes Angebot) und angetatscht - hält isch alles noch im Rahmen, aber die schönen Zeiten sind in absehbarer Zeit bestimmt vorbei.
Hier im Hotel E.T. (hat nichts mit Außerirdischen zu tun, sondern wurde nach dem verblichenen Sohn des chinesischen Besitzers so benannt) ist die Internet-Verbindung (ich sitze gerade in der Lobby, weil nur hier funktioniert die Verbindung) auch nicht gerade der Knaller, daher heute mal keine Bilder. Im Moment komme ich ohnedies kaum zum Organisieren der Fotos. Mittlerweile bin ich in Mandalay gelandet, der zweitgrößten Stadt des Landes und das merkt man auch. Im Gegensatz zu Yangon ist hier wirklich der Teufel los, nichts mehr mit Geruhsamkeit usw. Nordöstlich der "City", in dem schon alle Weltfirmen ihre Werbung geschaltet haben und wo kräftig gebaut wird, damit doch noch ein paar Wolkenkratzer das Stadtbild "verschönern", liegt das Palastgelände, allerdings gibt es nur einen neue Palast und der soll nicht gerade berauschend sein, also war ich nicht dort. Aber faszinierend ist dieser riesige Komplex allerdings mit einer Seitenlänge von gut und gerne jeweils 1,5 Kilometern und umgeben von einem breiten Wassergraben. Leider halten die Burmesen nichts von Umweltschutz, so dass alle Wasserstraßen total verdreckt, verschlammt und verstopft sind und man sie schon von einiger Entfernung riecht . Schade. Die Regierung hat offensichtlich eine landesweite Tempel-Renovierungs-Offensive gestartet und überall sieht man daher neu angemalte bzw. gekalkte Tempel, die in Weiß und Gold (die zentrale Stupa ist fast immer mit Gold überzogen) und meist im Detail von außen und innen sowieso in allen Farben prunken. Entweder sind die Bauarbeiten schon beendet oder noch im Gange, die Stupen von einem Gerüst umgeben und die Arbeiter schaufeln - eingehüllt in Staubwolken - Kies und andere Baumaterialien umher. Teilweise haben die Tempel so ihren Charakter verloren und sehen total künstlich aus, als ob sie nur ein Bühnenbild wären. Andererseits habe ich neuerlich einige Tempelanlagen im "alten Zustand"gesehen und das war zwar romantisch und ein tolles Fotomotiv, aber als Ort des Glaubens eben auch nicht gerade erstrebenswert.  Hier in Mandalay habe ich nach einigem Zögern, da ich die Pickups nur mit Schwierigkeiten finde und die 40 Grad Hitze und die totale Trockenheit mich tagsüber doch ganz schön schaffen (ich muss nachts Stützstrümpfe anziehen, damit ich am nächsten Morgen in meine Schuhe (SCHLAPPEN) passe - bemitleidet mich mal!),  ein Moped mit Fahrer gemietet. Selber mieten darf man sich auf REgierungsbeschluss hin als Ausländer kein MOtorrad oder Ähnliches (einige Muslims halten sich nicht an das Verbot, so munkelt man in Ausländerkreisen). Ein Taxi ist aber zu teuer (rund 50 Dollar / Tag - ach, würde ich doch nicht alleine reisen, dann wäre vieles viiiiiiiiel einfacher und vor allen Dingen viiiiiiiiel bezahlbarer). Also für das Motorrad mit Fahrer bezahle ich für 4 1/2 (eigentlich sind es 5 Tage) ca. 100 Dollar, also ganz schön viel Geld, aber es zahlt sich aus. Da ich die Schrift hier nicht lesen kann und Stadtpläne oder gar Straßenpläne nicht verfügbar sind, fände ich viele Wege nur unter Schwierigkeiten, so geht es schneller und ist auch sehr komfortabel. Auch kann der Fahrer, in meinem Fall ist das Thin (Nachname) Aung Win, genannt Winwin (das können seiner Meinung nach die Kunden besser aussprecchen), so manchen Tipp geben. Also kurz, gestern hat mir Winwin die nhere Umgebung, also die 3 Königsstädte (Amarapura, Inwa und Sagaing) gezeigt  (Er hat mich an den richtigen STellen abgesetzt und ich bin im Schweiße meines Angesichts z.B. 403 Stufen zum Tempelberg hinaufgewankt) und heute brachte er mich zur Jetty, also zur Bootsanlegestelle am träge dahinfließenden Ayeyawardy Fluss, damit ich nach Mingun fahren konnte, eigentlich auch nur, um eine Flussfahrt zu machen und noch mehr Tempel anzuschauen - aber die sind wirklich nett und abwechslungsreich. Morgen früh reisen wir dann zum ca. 80 km entfernten Monywa und dort zeigt er mir die Sehenswürdigkeiten (er kommt von dort) und setzt mich dann überübermorgen an einer Fähre bei Pakoko ab, damit ich weiterreisen kann nach Bagan, der Tempelmetropole schlecchthin hier, die ich mit einem Mietfahrrad zu erobern gedenke. Ich bin ja mal gespannt, wie Winwin meinen Rucksack transportieren will mit seinem Roller, er meint aber "no problem". Also gut, lass ich mich mal drauf ein, denn das Bussystem ist hier nicht gerade benutzerfreundlich (mittenindernachtfahrten mit Stopss zu unmöglichen Zeiten, Umsteiger kann man nur in Gesamttagesaktionen organisieren) und es ist die einzige Art, als Alleinreisende individuell zu reisen. Bisher war das jedenfalls ein sehr interessantes Erlebnis, noch nie hatte ich  einen Chauffeur! Mit Hilfe von Winwin habe ich einige Marionetten-Shops gesehen, die mich einfach nur beglückt haben. Ich bn schier ausgeflippt, so schön waren die alten bzw. die nach alten Vorbildern gefertigten Puppen. Am liebsten hätte ich ein Dutzend gekauft, was auch möglich gewesen wäre, da man hier wirklich schöne Puppen noch für 25 bis 60 Dollar bekommt, aber das Porto nach Deutshland sprengt jede Vorstellung (zwischen 200 und 450 Dollar für ein 3 kg-Paket). Mittlerweile bin ich so weit, dass ich mir noch eine Puppe kaufe und die dann 6 Wochen rumschleppe und dann von Vietnam schicke oder vielleicht doch von Kambodscha? Jedenfalls sind die Puppen hier unwahrscheinlich charaktervoll - natürlich gibt es schon Touristenbilligware, aber in den beiden Geschäften, in denen ich mit Winwin war, - einfach toll. Ich habe ganz viele Photos gemacht, damit ich wenigsten das habe. Heute nacht habe ich noch Zeit zu überlegen. Die Marionettenvorstellung war ziemlich laienhaft, auch die Mintha (Tanz-)vorführung war nicht gerade der Knaller, aber wenigstens habe ich einen Eindruck bekommen.
Die gestiegenen Preise sind hier DAS Thema unter den Reisenden. Gerade die Hotelpreise, da es nicht genügend Zimmer für all die Touristen gibt, sind in einem Jahr um das Dreifache gestiegen. Tatsächlich wollte doch so ein Typ 50 Dollar pro Nach für ein Zimmer, für das letztes Jahr noch der Preis 8-13 Dollar galt - leider ist an dem Raum zwischenzeitlich nichts gemacht worden, er ist also tatsächlich nicht mehr wert als max. 10 Dollar (Schimmel im Gemeinschaftsbad usw.) Aber das kann ich jetzt nicht mehr ändern. Sieht man von Winnwin und meinem Marionettenkoller ab, bin ich bis jetzt in meinem finanziellen Rahmen geblieben und das stimmt mich glücklich denn es ermöglicht mir die Weiterreise. Zwischenzeitlich in Kalow ging es mir ganz prima, weil ich gleich am Anfang eine Supernette Frau kennengelernt habe, die zufällig einen Menschen, der in Kalaw (Aussprache Kalor, wie spanischc Hitze) mehrere Entwicklungsprojekte leitet und ein Kinderheim betreibt, kannte und den ich jetzt also auch kenne, Außerdem gab es da ein sehr gutes Restaurant - das Mutton-Curry war einfach sehr gut! (Hier in Mandalay hatte ich übrigends auch Gelegenheit, über Essen zu reden, denn hier habe ich einige Zeit mit Yasuhiro verbracht, einem Soumelier, der ein japanisches Restaurant in London betreibt, seitdem wird jedes Essen fotographiert!) Ich werde also nicht zu einem Strand fahren (obwohl die Temperaturen dazu angetan sind - kann ich ja in Vietnam nachholen), sondern nach Kalow zurückfahren und im Kinderheim einige Tage verbringen. Da werde ich Euch dann noch einiges berichten. So, jetzt noch etwas zu Trinken holen und etwas Obst und Bilder ordnen und Pakcen und dann Schlafen, morgen früh muss ich um 6 raus, also Tschüssi - bis bald.

Mittwoch, 13. März 2013



11.3.2013
Da bin ich nun, in einem Land meiner Träume – ich nenne es nach wie vor „Burma“, denn Myanmaresen klingt irgendwie nicht so angenehm wie Burmesen, ist aber im Moment ohnehin egal, denn ich bin im Staat der Shan, im Zentralgebiet des Landes. Die Politik ist mild gestimmt (wer hätte das gewagt anzunehmen vor 3 Jahren als kurz nach dem vernichtenden Orkan eine „Pseudo“abstimmung über eine weitgehend unbekannte Verfassung von der Militärregierung erzwungen wurde und Hilfslieferungen und menschliche Hilfe abgelehnt wurden trotz der fruchtbaren Bedingungen im Delta), Aun San Sutschi ist an jedem Zeitungsstand zu sehen (eingefallen und krank mit tiefen Rändern unter den Augen und eingefallenen Wangen sieht sie aus), der Visabeamte in Singapore hob nur leicht mahnend den Finger mit dem Hinweis „Das nächste Mal in Berlin“ und schon hatte ich meine Einreisegenehmigung! – gültig für 28 Tage innerhalb eines Vierteljahres – am Flughafen in Yangon dann die Überraschung: Visa on Arrival – wie valide und ob auch für Deutsche konnte ich in der kurzen Zeit nicht herausfinden, sicher aber ist, ich könnte mein Visum ohne Schwierigkeiten verlängern auf 6 Wochen. Neue Töne auch sonst: Das größte Abenteuer in Yangon war die Suche nach einer funktionierenden Cash-Maschine (ATM), seit November bevölkern sie die ehemalige Hauptstadt, allerdings eher unauffällig oder nicht funktionsfähig – ein Einbahnstraßensymbol und ansonsten myanmesische Schriftzeichen weisen den geneigten Möchtegernbenutzer darauf hin (der Kontrollausdruck schreibt dann „failed“ – immerhin!). Gleich am Flughafen hat die Cashmachine bereits ihren Geist aufgegeben, die Money Exchanger bieten allerdings für Dollar, Euro und Singapore Dollar einen Kurs, der etwas besser als die internationale Zeichnung ist – die Phantasie-Umrechnungskurse, von der Regierung vorgeschrieben, gibt es zumindest am Flughafen nicht mehr. Viel Aufwand wird betrieben, um die Burmesen zum Geldautomaten zu bringen (oder zumindest die gehobene Mittelschicht), allerdings reagieren diesen Apparate nicht auf internationale Kreditkarten. Nun – beim 4 Versuch hat´s geklappt! Glücklicherweise, denn auch hier sind die Preise ganz schön angezogen, besonders Hotels und Transportmittel kosten schnell eine ganze Menge, so dass 40 Euro Tagessatz schnell verbraucht sind – ich hatte schon Angst, dass meine teuer erkauften Dollar hier nicht ausreichen für meine drei Wochen. Nun habe ich mich noch einmal mit Kyat eindecken können und so wird es schon klappen (Hotels und Transportmittel Schiff und Bahn müssen allerdings nach wie vor mit Dollar bezahlt werden oder der „Wechselkurs“ in Kyat ist so miserabel, dass man es besser sein lässt, da die Preisauszeichnungen in diesem Sektor alle ausschließlich in Dollar sind. Ist doch auch mal nett: Die allseits akzeptierte Zweitwährung (allerdings bekommt man keine Dollar ausgehändigt, sondern Wechselgeld läuft immer in Landeswährung) und die Stromanschlüsse sind vom Klassenfeind übernommen! Und die Technikfreaks stehen auf Apple und Samsung.  
Der erste Eindruck von Burma ist – größer könnte der Gegensatz zu Singapore nicht sein – dass alles ruhig ist hier, irgendwie verschlafen. Selbst im größten Trubel ist alles wie in Watte gepackt, ruhig, langsam, zeitlupig. Yangoon prunkt mit breiten Straßen, die allerdings noch nicht sehr gefüllt sind. Vor allen Dingen Taxis kurven herum und auch Firmenlaster, Busse und chinesische Truppentransporter, die als Busse im Nahverkehr genutzt werden. Privatwagen sieht man noch selten, die Privilegierten schauen noch nicht einmal aus ihren verspiegelten Fenstern hinaus, sondern stur geradeaus. Zum ersten Mal sehe ich Fahrräder als Alltagsgefährten, doch ihre Zeit ist angezählt, denn die ersten Mopeds und Roller schnurren bereits durch die Straßen. Die Fahrraddichte schätze ich geringer ein als die von München – so hatte ich es mir eigentlich nicht vorgestellt. Aber immerhin wird das Rad noch genutzt als normales Verkehrsmittel von Männern und Frauen und auch von Kindern. . Hier sind noch die Fahrradrikschas Zuhause, die allerdings nicht die ganze Stadt, die sich über ein riesiges Areal erstreckt, abdecken können mit ihrer Leistung. Die Gassen, die die Tangenten verbinden, sind klein und oft nicht asphaltiert. Sie sind weitgehend spezialisiert auf ein bestimmtes Gewerbe, die Schmuckgasse die PC-Gasse, die Zeitungsgasse usw. Alles hat den Hauch von Provinz. Selbst in der Millionenstadt Yangon hat man das Gefühl, in einem großen Dorf zu sein. So hielt ich mich am ersten Tag im Buddha-1-Haar-Tempel auf und kam ins Gespräch mit einem Mönch (der zweite Mönch konnte kein Englisch) und mit einem Mann, der schon einiges herumgereist war und dessen Englisch ganz gut, wenn auch schwer verständlich war für mich (nicht international sahen seine durch die Bethelnuss orange-gefärbten-Zähne aus – da kommen alte Erinnerungen an Indien auf, weil hier – wie damals dort – allerorten die Menschen dank Bethel ihre Eingeweide beständig hervorwürgen und auf die Straßen und Wege oder sonst wohin röcheln, rotzen, kotzen, spucken). Am nächsten Tag spricht mich letztere auf der Straße an – mindestens 3 KM Luftlinie vom Tempel und ziemlich weit östlich des Zentrums – so klein kann die Welt sein – ich konnte es kaum fassen. Yangoon selbst spiegelt weder Unterentwicklung noch Militärdiktur wider. Alles ist eher beschaulich, die höchsten Gebäude sind noch immer die Stupen (einige Ausnahmen starten jetzt allerdings schnell durch), aber es gibt verwirrend viel zu sehen, die tausenden von Verkaufsständen, die bunt gekleideten Menschen, die kleinen Opferstellen und Altäre (besonders an jedem Boddhibaum), die zehntausenden kleine Fressbuden, ja , selbst das Supermarktzeitalter hat bereits begonnen, allerdings noch mit asiatischer Bürokratie (einer schreibt die Rechnung, einer unterzeichnet, der nächste trägt das Geld (und das Wechselgeld wieder zruück), einer macht die Abrechnung usw.) Neben den buddhistischen Tempeln (die 7 Haare Buddhas ihr Eigen nennen! Und diese Reliquien mit Gold zuschütten) gibt es viele christliche Kirchen – allesamt in sehr gutem Zustand, auch eine Synagoge und mehrere Moscheen. Die muslimische Bevölkerung ist auch nach außen hin aufgrund ihrer Kleidung und Haartracht (Hennagefärbter Bart) erkennbar, die Frauen mit verstecktem Haarschatz zumindest, manchmal aber auch Ganzkörperversteck.
Das Essen betracchte ich im Moment noch mit einiger Vorsicht, denn es scheint, dass die Burmesen Eingeweideküche sehr schätzen. Schweineohren, -schnauze, und Borstenschwänzchen gehören ebenso zu einem guten Essen wie auch Geflügel, das aber, so wie´s ist, klein geschnitten wird, so dass man beim Essen ziemlich Obacht geben muss, dass man die spitzen Hühnerknochen nicht versehentlich mit herunterschluckt. Zubereitetes Gemüse schmeckt sehr gut und ist vielseitig, doch auf grund der Panierungswut weiß man nicht immer, was man bekommt. Heute hier am See habe ich versucht, einen gegrillten Fisch zu bekommen (und keinen panierten oder in Curry ertränkten), es war ziemlich aufwendig. Immerhin klappte dann die Verständigung über die Bitte, ein Fisch BBQ zu machen. Das Ergebnis war zwar noch nicht superlecker, aber besser als mishandelter Fisch. Dafür habe ich dann Rohkostgemüse dazu bekommen, Wahrscheinlich glaubten die netten Wirtsleute, ich vertrüge die scharfe hiesige Küche nicht und haben alles für einen leichten Magen hergestellt, der Fisch war übrigends ungewürzt! Naja – so lebe ich wenigstens gesund!
Übrigens wird mein Eindruck hier geprägt durch die klimatischen Bedingungen, denn diesmal bin ich kurz vor (!) der Regenzeit hier angekommen. Alles ist ausgetrocknet, ockerfarben, durstig, staubig. Die Sonne flirrt herunter und verpackt alles in einen Quasi-schalldichten Raum. Der Dunst hängt über dem Yangon-River, genauso wie über dem Gebirge hier im Shan-Gebiet, die Sicht ist begrenzt, überblendet, kaum Grün zu sehen. Vom Flugzeug aus (beim Einflug) zieht man das Braun der darbenden Felder nur unterbrochen durch die goldenen Spitzen der Stupas, die sich über das ganze Land verteilen und ihren Glanz üppig verteilen
Die Kleidung der Menschen hier steht auf der Kppe vom Traditonellen zum „Modernen“. Noch tragen die Männer ihren Longyi, auch die Wohlhabenden, geradezu schick in Maaßgeschneiderten Anzügen. Die Frauen tragen ihre Longyi-röcke und passende, teils seitlich, teils mittig geknöpfte Blusen dazu, viel Spitze, viel Muster. Die grobknochigen Gesicher sind häufig mit Lehmmustern verschmiert oder verziert in Mustern, die vor Hit ze und Insekten schützen sollen. Doch auch hier sind Stöckelschuhe, T-Shirts, Adidas-Hosen und Jeans schon angekommen. Ebenso wie das Internet. Es gibt keine internetfreien Zonen mehr, auch wenn Wifi noch nicht so weit verbreitet ist, so hat man doch Zugriff darauf, allerdings ist es bescheiden langsam und kostet einige Euro, aber es ist da! Die Burmesen lieben ihre Handys und nutzen jede Gelegenheit, damit herumzuspielen. Gibt es keinen Internetempfang, dann wird halt ein Spiel darauf gespielt oder die gespeicherten Fotos angeguckt. Es ist natürlich noch nicht so ausgeprägt wie in Singapore, wo man sich fragt, was die Menschen vor der Erfindung des Cell-Phones gemacht haben.
Gestern bin ich mit dem Nachtbus zum Inle-See gefahren und zum Glück, nicht wie angekündigt, um 3 Uhr nachts hier mitten in der Stadt ausgesetzt worden, sondern da der Bus gnädig eine Verspätung hatte, erreichten wir Nyaungsshwe erst kurz vor 6 Uhr und damit kurz bevor das Leben hier losgeht. Es war also alles einsam, aber dank Lonely Planet hatte ich meinen Stadtplan und entdeckte meine Pension nur wenige Blocks entfernt. Zum Glück ist mein Gepäck etwas geleichtert durch die letzten beiden Pakete und so stiefelte ich also langsamen Schrittes gen Kanal und Hostel. Dort angekommen wachte das Personal gerade auf, entdeckte mich auf dem Klo, wohin ich zuerst geeilt war und teilte mir mit, dass mein Zimmer leider noch nicht verfügbar sei. Damit hatte ich um diese Uhrzeit natürlich auch noh nicht gerechnet, ebenso wenig, dass kurzerhand ein Nachtbett für die Belegschaft neu bezogen und mir zum Schlafen angeboten wurde. Denn während der nächtlichen Busfahrt war an Schlaf eigentlich nicht zu denken gewesen, denn einmal war die sogenannte Shan-Autobahn eine Asphaltlochfalle und eine elendes Gehopsel und zweitens lief bis gegen 23 Uhr eine Unterhaltungsschau auf voller Lautstärke im mitfahrenden DVD Player. Das ist schlimmer als ein Schlagmichtod-Kinofilm (die aktuellen Bruce Willis Überlebensfilme gibt es hier übrigends überall schwarzgebrannt bereits zum Verkauf). Den mitreisenden Burmesen, die die Mehrheit der Passagiere bildeten (außer mir war nur noch ein Thai-Autralien-Paar an Bord), gefiel´s jedenfalls, sie lachten laut und vernehmlich. Also – ich war total übermüdet, traumwandelte durch die Gegend und fackelte also nicht lange, sondern legte mich in das mir angebotene Bett hinter der Reception in einem Verschlag. Kaum lag ich, da sprang ein knarrender Fan an und einige außenmotor betriebenen Schnellboote stackten vorbei und der Eisschrank erwachte zum Leben und hinter der Wäscheleine erwachten einige Mitglieder des Stabes zum Leben – also ich dachte, hier kann ich niemals schlafen und während ich das noch dachte, schließ ich schon fest für die nächsten 5 Stunden. Ein herrlicher Schlaf, Endlich keine Schwüle mehr, Kühle im Haus, beruhigende Geräusche des Alltags im Hintergrund – ich schlief sicher und ruhig wie in Mutters Schoß.
Morgen früh geht’s früh raus, da ich mir zusammen mit einer anderen Frau aus China (Xiao Mao = kleine Katze) ein Boot zusammen gemietet habe um den INle See zu erkunden. Ich bin gespannt.

13.03.2013
Da ich heute zum Internethotspot gehen möchte, setzte ich mich doch tatsächlich zur besten Tageszeit an meinen Laptop um zu berichten. Gestern bin ich einfach nur totmüde ins Bett gesunken, den Laptop in meinem Schoß und habe fest und sicher geschlafen, so dass ich auch die Fotos von gestern nicht mehr sichern konnte.  Der Tag gestern war so olala. Prima war, dass ich nicht alleine war, sondern jemanden zum unterhalten hatte. Es war auch sehr interessant, mit Xiao Mao zusammen zu reisen, da ich einiges über das „moderne“ China gelernt habe. Xiao Mao ist – trotz der Schwierigkeiten, denen sich Chinesen gegenübersehen, um Visa zu erhaschen – weitgereist. Sie ist Ingenieurin (Bachelor), stolz auf ihre Ausbildung und zukunftsoptimistisch. Mit ihrer Uni war sie schon auf einem Austauschprogramm in Indiana (sie mag die USA nicht – zu kommerziell und Scheinfreundlichkeit (nunja, da könnte man auch einiges über China sagen zu diesen Themen)), ein halbes Jahr arbeiten in Polen (an den Wochenenden gings in die benachbarten europäischen Länder, da Schengen-Statut), daneben war sie schon in ganz Südostasien (Burma ist ihre letzte Station, sie findet es teuer, - ich finde es hier auch teuer, da die Preise sich seit dem letzten Jahr verdreifacht haben für Touristen, da zu viele Touristen, aber zu wenige Hotels, so dass das Preis-Leistungsverhältnis überhaupt nicht mehr stimmt, für ein ziemlich dürftiges Zimmer mit dreckigen Gemeinschaftsduschen und Kinderklo zahlt man 25 Dollar und mehr)), auf den Philippinen, . Indonesien und in Pakistan und im Iran/Türkei und in zahlreichen afrikanischen Ländern, so dass es kurzweilig ist, ihren Erlebnissen zuzuhören. Als nächstes möchte sie nach Südamerika, dafür will sie Spanisch lernen, ich nehme es ihr ab, denn sie spricht wirklich gut Englisch 8und das mit 3 Ausrufezeichen, denn normalerweise versteht man das Englisch der Chinesen selbst beim besten Willen nicht).
Die Bootsfahrt zum See war ein Erlebnis der besonderen Art. Zum einen: Der See. Fast verlandet, geschmückt mit Seerosen und Riedgrasbüscheln, die aus dem Wasser staken, umgeben von deforestierten Berghängen, die im Dunst an den seitlichen Horizonten wabern. Der See ähnelt einer Autobahn – für Außenmotorbetriebenen Langbooten, die unterschiedlich beladen (mit Touristen auf  bequemen Stühlchen, Burmesen im Haufen zwischen Kisten und Säcken und tief liegenden Schaluppen nur mit Kisten, Säcken und prallvollen Tomatenkörben, die rot im Sonnenlicht in unterschiedlichen Rot- bis Grüntönen vor sich hinschimmern). Die Bauernkähne sausten in Richtung Nyguangshwe den Kanal hinauf, um ihre Ernte zum Absatzmarkt zu befördern, was sie interessanterweise direkt unterhalb der Terrasse meines Hotels an einem viel befahrenen oder besser viele Schiffe festgestakten Kanal taten, nämlich hier wurden die Waren in der Früh kurz nach Sonnenaufgang so gegen 6:30 Uhr entladen und auf Karren und Jeeps zur Weiterbeförderung beladen. Das war natürlich sehr interessant, beim Frühstück (Omelett mit Zwiebeln und Tomaten, eine KANNE Tee, Banane, Melonenstück , 3 Toasts mit Butter und Marmelade,, also ein wirklich fürstliches Mahl und das i Zimmerpreis inbegriffen) anzuschauen und auch ein paar Fotos zu machen, die aber,, so finde ich , nicht gerade gelungen sind, aber als Erinnerung taugen sie wohl doch. Aber zurück zum See: Zwischen alle den dahinflitzenden Schnellbooten und Schaluppen: Fischerbote, ca 3 Meter lang, betrieben mit Rudern, die mit Fuß- und Unterschenkelkraft kunstvoll fortbewegt werden, während mit den Händen das Netz oder die Reusen kontrolliert werden. Genau wie die Bauern tragen die Fischer Stroh- oder Holzhüte, ihren Longyi und ein Hemd oder eine Bluse, keine Schuhe. Der obligate Sonnenschutz im Gesicht darf nicht fehlen, was ihnen ein Erdfarbenes Aussehen verleiht. Trotz der Außenbordmotoren ist alles in Watte getaucht und still, wie auf einer Bühne, die leicht überblendet ist. Dieser Eindruck verstärkt sich noch, als wir in Richtung eines Marktes in die kleinen Kanäle inmitten der Uferbinsen eintauchen. Aus breiten Kanälen werden immer schmalere Wasserstraßen, der Seeboden schrammt schlammig am Bootsboden vorbei und das Schiffchen schauckelt darob leicht wie im Wind, surrt sich aber – zum Glück – immer wieder frei und gleitet voran, weiter hinein in das künstliche Grün der shwimmenden Gärten. Der See wird nicht nur von den Erdmassen, die die baumlosen Berghänge herabgespült werden und die Kanäle, bald auch den See in ein milchiges Braun tauchen, verlandet, sondern auch von den Bauern, die mit Hilfe von Bambusstangen, die Seepflanzen festhalten, den Schwemmboden auffangen und so neues Festland schaffen. Immer dichter wird die Bebauung, zuerst der Bambus-Stroh-Ried-Hütten auf hohen Stelzen, dann immer sämiger wird der Grund, immer geformter die Kanäle, bis man auf eine ziemlich dichte Bebauung mit Teakholzhäusern stößt, die den Kern der Dörfer hier ausmachen, Kanäle (kleine Schaluppen, die mit Paddeln fortbewegt werden,  sind das Hauptverkehrsmittel, obwohl , sobald der Reisbau (und der Weinanbau) beginnt, sind hier auch die Büffel Zuhause. Kleine Dammstege dienen als Wege, die schließlich in breitere Gassen entlang der in Stein gefassten Kanäle münden. Dort war denn auch der Markt, der bunt und vielfältig war. Betel und Tee sind offensichtlich die Hauptnahrungsmittel, den Tee gibt es noch kostenfrei per Thermoskanne auf den Tischen, wenn man etwas von dem Gesottenen in den kleinen, offenen Gaststätten bestellt. Ich hatte per Zufall (Zeigeprinzip) frittierten Kohl, Minze und Tofu auf meinem Teller und es war – obschon natürlich etwas fettig – echt lecker und hat mich angenehm satt gemacht zusammen mit 4 Bechern Tee (ohne Zucker!).  Bohnen (auch in fester, zu Platten gepresster Form) in vielerlei Farben, Tomaten, Knoblauch, Zwiebeln, Gurken, diverse Grünkräuter standen im Angebot, dazu Töpfe aus Metall und Ton, Tagesartikel (Waschpulver u.Ä.). Die Fleischtheke bot Schweineohren und Eingeweide (und viele Fliegen), die eine oder andere Pharmacy prunkte mit hunderten mit chinesischen undoreanischen Schriftzeichen bemalten bunten Päckchen, voll mit Pillen und Wässerchen. Auch T-Shirts, Shorts, Longyis und Tücher gegen die morgendliche Kühle standen zum Verkauf. Schließlich: Süßigkeiten – ich ließ mich von einer nahezu zahllosen Bäuerin mt orangerotem Bethelmund mit Zahnstummeln zum Erdnuss in Sirupplatte für einen Euro überzeugen, immerhin strahlt sie ob des guten Geschäfts freudig in die Kamera für das gemeinsame Foto.  Der Weg zurück zum Boot war heiß und staubig und ich glaube, den Dreck kriege ich aus meinen Füßen nimmermehr heraus. Die Sicht auf die kunstvoll geflochtenen Matten, die die Wände der Häuser, die wir passierten, schmückten, entschädigten aber dafür. Die Weiterfahrt stockte dann etwas, weil unser Boot einen Motorschaden hatte (der Riemen musste erneuert werden) und von da an war die Fahrt etwas dröge, denn der nachfolgende buddhistische Tempel sah – wie hier die meisten – wie auf einer Bühne aus. Nett am Wasser gelegen, umgeben von touristischen Restaurant, neu renoviert, sah alles irgendwie künstlich aus. Zutrtt zum inneren Schrein, in dem die Goldklumpen lagern, die ständig durch die Gaben der Gläubigen wachsen (nur Goldplättchen, die IM Tempel gekauft werden, sollen für die Heiligkeit bürgen, die Goldplätten, die natürlich billiiger sind, die man VOR dem Tempel kaufen kann hingegen ermangeln der göttlichen Gnade), haben nur Männer (Ladys prohibited), als Begrüßung ein Schild, dass die Touristinnen auffordert, keine Shorts und in jedem Fall einen BH zu tragen. Kaum hatte man die Treppen erklommen zur Tempelplattform (die einen herrlichen Teakholzfußboden hatte, auf dem man angenehmst wandeln konnte, zudem – sehr angenehm war der frische Luftzug im Tempel, da Türöffnungen zu allen vier Himmelsrichtungen den Durchzug gewährten), kam auch schon ein Typ angeschlichen und bat einem scheinbar subaltern-demütig, in Wirklichkeit aber sehr fordernd, das Kamerageld zu spenden (also die Erlaubnis, Fotos zu machen, zu kaufen zu einem Festpreis, aber spenden kliingt natürlich unverfänglicher). Da man nun seinen Obolus entrichtet hatte, hieß es – mit dem Gefühl, dass man auch etwas für sein Geld haben wollte, und jegliche Pietät über Bord werfend – die Kamera auf alles zu halten, was sich bewegte oder eben im Gebet verhaltend sich nicht bewegte. Ein Tourist hüpfte gar dynamisch ins zentrale Heiligtum und hielt die Kamera direkt ins Gesicht der Gläubigen. Nun, keine schöne Erfahrung. Das mit der Kommerzialisierung sollten die sich hier noch einmal überlegen. Schließlich durchfuhren wir auf dem Weg zurück die schwimmenden Gärten, auf denen aber im Moment noch nicht so viel los war (da die Haupterntezeit erst in ein bis zwei Monaten naht) und dann ging es über den See zurück Richtung Dorf, aber halt: wir hatten das Boot doch für den ganzen Tag gemietet und es war erst gegen 16 Uhr. Macht nichts. Unser Bootsmann, der uns noch sein Dorf zeigte (das Besondere hier war das Ungeplante, denn die Kinder des Dorfes waren ob der Peanutsspende total happy und wollten auch – an Technischeem generell interessiert – unsere Kameras ausprobieren, daob herrliche Aufnahmen entstanden!), fand, da wir die für die Tour geplanten 6 Liter nun verfahren hatten, dass ihm eine Rast guttat und band unser Boot kurzerhand an einen inmitten des Sees steckenden Pfosten, da im Preis inbegriffen natürlich die Sicht auf den Sonnenunntergang über dem See war. Seiner Meinung nach hieß dies also 2 Stunden Pause. Die Sonne stach noch heiß, das Wasser , zwar kühl, konnte aber nicht bebadet werden, da kein Badezeug und Longyi dabei (ansonsten unsittlich für Ausländer) und zu Fuß konnten wir auch nirgendwohin, da wir mitten in der Fahrrinne feststeckten. Unser Bootsführer hatte die Ruhe weg und legte sich nieder zu einem Nickerchen. Gerne wären wir vorher über seine Pläne informiert gewesen, dann hätten wir irgendwo länger Pause gemacht, aber so baten wir ihn schließlich, die Bootsfahrt vorzeitig abzubrechen (denn offen gestanden versprach ich mir nicht so besonders viel von einem Sonnenuntergang im Dunst) und wir kehrten zurück zum Hostel an unseren kleinen Kanal.  Danach mühte ich mich (mit Hilfe eines geliehenen Reiseführers – einiges gäbe ich nun darum, mir in den USA einen Kindle mit Internetbasierung gekauft zu haben, da hätte ich rechtzeitig die Reiseführer runterlanden können, aber in Deutschland sind die Downloads ja richtig teuer und ja, Bücher habe ich tausendmal lieber, aber Gewicht und Sicherheit sind doch auch gute Argument für einen Kindle, also nächstes Mal – wird es das geben?) mühen, meine weitere Route zu planen, damit ich noch eine Unterkunft bekäme. Ich entschied mich gegen einen Besuch der 8059 Buddhastatuen im Cave bei Pindaya, da die Erreichbarkeit mindestens als ziemlich schlecht zu bezeichnen ist (will man nicht eine dreistündige Taxefahrt für 50 Dollar buchen) und stattdessen werde ich morgen nach Kalaw fahren, einem Ausgangspunkt für viele Trekkingtouren (aber dazu habe ich keine Lust, bin im Moment richtig faul). Danach geht’s nach Mandalay. Weiter nördlich soll es nicht gehen, da dort Unruhen herrschen (bombing), worum genau es geht, konnte ich bisher nicht eruieren. Jedenfalls waren die meisten Hostels schon ausgebucht (das Telefon in meiner Unterkunft funktionierte wenigstens), bis ich endlich etwas fand – nicht gerade meine favorisierte Unterkunft, aber die hätte ich wohl vor ein bis zwei Monaten buchen müssen. Das erscheint mir aber zusätzlich schwierig, da man hier die Transportmittelsituation nicht so ganz leicht durchschaut. Die meisten Busse reisen nachts, stundenlang für wenige Kilometer, die Schiffe stecken schon mal fest, dann dauert die Fahrt einen Tag länger. Meistens geht die Reise spätabends oder frühmorgens los, so dass man sich überlegt, ob man noch ein Hotel braucht, da man morgens nicht weiß, wie man zum Busbahnhof kommen soll oder aufwachen soll (z.B. Abfahrtszeit nach Yangoon 4:45 Uhr, Fahrtzeit 12 bis 15 Stunden, falls keine Verspätung). Alleinreisen bedeutet hier aber nun, darauf angewiesen zu sein, da man sich Taxis nicht leisten kann (die Pickups finde ich meistens nicht, da ich die Schrift hier nicht lesen kann und die wenigsten Leute schon Englisch sprechen). So also meine bisherigen Pläne, mal schauen, was ich verwirklichen kann.   
13.3.2013 Abends im Internetshop
Na, das hat ja super geklappt, hier noch ein paar News vom heutigen Tage, da ich noch zwanyig Minuten habe: Heute war ich mit dem Fahrrad unterwegs, bin entlang des Sees gefahren (naja, ein paar Kilometer landeinwaerts) und zwischendurch habe ich mich uebersetzen lassen, herrliche Luft draussen auf dem Inle/Lake. Die Gegend hier ist herrlich fruchtbar, dunkelbraune Ackerkrume, zz. ist Zuckerrohrernte, ein schoener Anblick. Ueberall laufen die Zuckerrohrpressen in Konkurrenz zum Vogelgezwitscher. Auch hier habe ich wieder viele Schmetterlinge gesehen (allerdings meist nicht sehr bunt, dafuer gross) Gestern habe ich uebrigends das erste Mal in meinem Leben gesehen wie sich Schmetterlinge paaren / interessant. Daneben habe ich Kormorane und viele Reiher und Enten und andere Flugtiere gesehen, die aufgeschreckt durch den Motorenlaerm der Boote hastig davonflogen. Die Menschen scheinen Tiere hier zu moegen. Katzen und Hunde sieht man viele, die meisten ausreichend ernaehrt und einigermassen zutraulich. Fuer Voegel habe ich in Yangon was Nettes gesehen. Entlang einer Hauptstrasse war der Buergersteig etwas ueberdacht zum Eingang eines Buerohauses. Unterhalb der Ueberdachung hatte eine gute Seele mindestens zwanzig Vogelhaeuschen angebracht und das Zwitscherte und Zirpte! Viel Nachwuchs. Wenn man die augen zugemacht hat, war s wie im Wald. 
Das Verhalten der Einheimischen ist anderes als auf den Philippinen oder auf Bali. Die Leue sind sehr ernsthaft, eher scheu. Koennen sie Englisch und kennen Fremde, dann sind sie freundlich, aber gelaechelt wird eher mal nicht! Selbst die Kinder schauen meist ganz ud gar ernsthaft drein. Die Jugendlichen sind natuerlich wie ueberall auf der Welt. Wenn sie koennen: halbstark (bloss nicht freundlich sein, sondern Erwachsene igorieren oder patyige Antworten geben. Alleinradelnde Maedchen laecheln einen zum Glueck immer an wenn man sie anstrahlt. Die Kinder sind noch am zutraulichsten. Erstaunt war ich ueber die Mode der Jugendlichen. Wenn s geht Lederjacke (puh, ist das heiss), passend zum neuen Moped und blond gefaerbte Haare (die natuerlich bei der schwarzen Grundierung eher rot/braun sind) Geschminkt wird kaum, eigentlich nur als Geschaefsfrau oder als reiche Frau, habe ich bisher eigentlich nur am Flughafen und in den grossen Hotels gesehen. Etwas Merkwuerdiges habe ich beobachtet, naemlich, dass hier zwar Rechtsverkehr herrscht, aber die Wagen sind englisch, also Steuer ebenfalls an der rechten Seite / etwas ungewoehnlich. Jedenfalls hatte ich mit meinem fahrrad (das fast nur von Auslaendern gefahren wurde, die Leute hier fahren Motorrad/Roller) keine Schwierigkeiten gehabt. 








Heute Abend war ich bei einer Marionettenvorfuehrung. Das war mal was anderes. Die Puppen tanzten! Ich habe mir einen kleinen Prinzen geholt, mit dem kann ich mich jetzt unterhalten (auch wenn ich ihn von jetzt ab herumschleppen muss). Cathrin

Samstag, 9. März 2013


Wenn es ein (!) Maki nicht schafft, die Nicoletta aufzuheitern, dann vielleicht die Folgenden:
Was kann man in Deiner Situation tun?
1) Das Problem ignorieren:

 2) Beleidigt sein:


 3) Warten, was sich so ergibt:

 4) Sauer sein:
 5) Abhängen:




6) sich im Schlaf wälzen
7) Sich weiter abmühen mit den Unbilden der Welt

8)Den anderen die Zähne zeigen:


9) Sich verstecken


10) sich pflegen
12) Lecker essen

13) sich mit Freunden aussprechen

Also : Nicht ängstlich sein
Sondern jemandem ein Küsschen geben!











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Freitag, 8. März 2013


Also, das wird eine kurze Nachricht, denn ich habe nur noch 4 Stunden Zeit, bis ich wieder aufstehen muss, um meinen Flug nach Burma zu bekommen. Aber ich bin noch nicht so rcht müde, nur aufgeregt. Singapore hat mir gut gefallen, alles sehr modern und sauber, große Ähnlichkeit mit Frankfurt (am Meer) und die U-Bahn kommt aus München - ich fühlte mich Zuhause. Alles funktioniert hier, das Hotel ist prima - habe Aircon und Fan wahlweise und die Hostelleitung bietet alle Kleinigkeiten, um die man sich sonst selberkümmern muss - hier kann man relaxen! Alles hat natürlich seinen Preis - wie teuer die Mieten sind, das weiß ich nicht, aber das Leben ist etwas halb so teuer wie bei uns (alles, was man so in Geschäften kaufen kann), das Essen vielseitiger, besser, noch billiger!. Die ganze Stadt eine Einkaufsmall, allerdings gibt es keine Kaufhäuser, sondern nur kleine Einzelhandelsgeschäfte, Preisvergleiche sind mühsam. Shoppen tut man schon allein deswegen, weil es in den Malls kühl ist, Luftfeuchtigkeit sonst 88 Prozent. Und warm ist´s auch, so gut 35 Grad. Viel Grün überall, Parks usw. Gestern war ich im Zoo, den botanischen Garten habe ich irgendwie verpasst - naja, ich habe ja eigentlich genug Gründzeug gesehen bisher. Jedenfalls ist Singapur ein prima Zwischenstop, hier kann man - glaube ich - auch ganz gut leben, alles sehr international hier. Andererseits: totale Kontrolle, so eine gute Art Diktatur, wenn man so will - Toleranz wird von oben verordnet, allerdings nicht einfach so, sondern massiv gefördert. Stadterhaltungspläne ebenso - Chinatown ist daher total langweilig, weil touristisch verplant. Little India hingegen ist prima - ich fühlte mich in alte Zeiten versetzt, das Essen (biriyani) war absolut Spitze und hat nur 4 Euro gekostet(mit GEtränk) Hoffentlich klappt das mit dem Runterladen von Bildern - wäre schön. P.S. Philippinen hatten übrigens noch ein versöhnliches Ende in Cebu - sehr empfehlenswert als Einflughafen (bitte nicht wieder Manila). Übrgends habe ich mir am vorletzten Tag auf den Philippinen noch die Tarsier angeschaut - ihr dürft mitschauen (siehe oben) - E.T. gab es also schon vor Spielberg! Apropos Wahlen - hier die Alternativen (auch auf Bohol, Philippinen)  Wie wärs?

Und hier nun eine kleine Auswahl aus Singapore









Die Moschee oben - das ist übrigends der Blick aus meinem Fenster - den Muezzin höre ich also 5 mal täglich - sehr meditativ! Ich bin im Muslimviertel (die meisten kommen aus Malaysia) gelandet, etwas exotisch, aber die Frauen sehen mit ihren Kopfbedeckungen richtig nett aus - überall Schmuck, Perlchen, Pailletten dran und viel Farbe, die Augen ausdrucksstark geschminkt und der Rest modern - so ist´s recht, finde ich, schaut man gerne an! Jetzt gibt es längere Zeit keine Infos von mir, da in Burma - bis bald. Cathrin
 


Montag, 25. Februar 2013

Kleiner Nachtrag zum Kambodscha-Visum: Wie Ihr ja bemerkt haben dürftet, geht hier das Internet (naja, jedenfalls meistens - heute war mal kurzzeitig ein Stromausfall, da war dann alles aus, aber nach ner halben Stunde konnte ich weitermachen). Tatsächlich habe ich es heute geschafft, die angefangene Seite zu reaktivieren mit all den Reference-Nummern usw., so dass ich mich also nun an den Bezahlvorgang machen wollte - aber denkste: Meine Kreditkarte (dieselbe Firma, die mir nach dem Fraud-Versuch keinen Ersatz geschickt hat - also LBB in Berlin, bzw. Mastercard, so dass ich in Burma jetzt ohne Kreditkarte rumstehe, muss also 1000 Dollar bar abheben und mit Wechselverlust umtauschen - na prima!) ist zwangsweise an ein Sicherungssystem (Verified Visa ...) angeschlossen, ich kann mich nicht abmelden und das bedeutet, dass vor jeder Zahlung (obwohl Passwort, Gültigkeitsdauer, Kennzahl usw. alles korrekt ist) eine TAN-Zahl auf eine hinterlegte Telefonnummer gelegt wird, sonst nichts Zahlung! Bis ich dahinterkam, dass mein Telefon hier auf Siquijor (im Moment??) nicht funktioniert (trotz philippinischer SIM-Karte - und im Norden und in Manila hat das Ding auch funktioniert - hoffentlich funktioniert sie in Cebu, weil ich noch mal 300 Pesos nachgelegt habe zum Telefonieren), ich also keine TAN-Nummer erhalte und damit auch nicht zahlen kann! Na, echt tolles System, womit die Kunden hier zwangsbelastet werden - am besten kostet es noch Gebühren!!? Dieses beschissene System hat mir bisher nur einige Stunden Arbeit, zusätzliche Kosten für SIM-Karten und die Zwangsöffnung an öffentlichen Internetzugängen auf mein Kreditkartenkonto zur andauernden Änderung der Telefon-Nummer gebracht - kein Wunder, dass irgendein Dröhni meine Kreditkarteninfos geklaut hat! So etwas nennt sich Sicherheitssystem - gerade das Gegenteil ist es. Genau darum wollte ich ja nicht an meine Konten während meiner Reise! - Nach totalem Frust habe ich dann mal wieder meine Kreditkarte genommen, wo ich mein Konto überziehen muss (obwohl auf meinem regulären Kreditkartenkonto genügend Geld wäre!!!) - Wieder Mahngebühren etc. Das alles für 28 Dollar - mehrere Stunden Stress, Ärger, Frust! So ein System darf einfach nicht zwangsweise verordnet werden, wenn es so viele Fehler aufweist (Abhängigkeit von Strom, Telefon usw.) - Habe einen bitterbösen Brief an die LBB geschickt - aber das wird ja auch nichts nützen - Kundendienst ist dort ein Fremdwort! Ich gehe jetzt einfach mal ins Bett, weil soviel Blödheit mich einfach nur aufregt - also calm down, my dear! Das Wasser war übrigends zu unruhig zum Schnorcheln, die Wellen warfen mich immer wieder auf das Riff und ich schwamm wie eine Irre immer gegen die Wellen, den halben Ozean habe ich vermutlich in meinen Schnorchel bekommen. Hatte echt Angst! Aber ist mit geballter Kraftanstrengung ja noch mal gut gegangen, ich völlig entkräftet am Strand und habe erst mal einen Krimi weitergelesen. Das tat gut!