Erst kurz vor San Jose hatte ich wieder freie Sicht, aber
auch nur kurz, da es dann dunkel war (5:45Uhr p.m.). Im Dorm im Pangea habe ich
dann noch Laura kennengelernt, in Berlin Bühnenbildnerei studierend, die meine
Fotos sicher nach Deutschland transportiert hat (wie Karin mir schon gemailt
hat) Das Viertel selber, in dem das Hostel sich befindet, ist erstaunlich –
einmal Nuttenviertel (sehr extravagant gekleidet, fließender Autoverkehr auf
einer tagsüber eher ruhigen Nebenstraße), dann herrliche Parks mit Denkmälern,
alten Bäumen, Arkaden und kleinen Pavillions, alte Holzhäuser im Kolonialstil
und dazwischen ein einmaliges Hochhaus, das ein Luxushotel beherbergt. Also –
ich war nicht traurig, Costa Rica zu verlassen. Der Flugtag war herrlich, ich
saß am Fenster und konnte noch einmal die herrliche Landschaft von weit oben
goutieren – noch einmal „Pura Vida“ á la Costa Rica!
Packen, Umpacken, Nähen, Wäsche waschen, Packen, Post,
abends leckerstes Japanessen, Umpacken, Neupacken, Haare färben, schneller
Schlaf, schnelles Frühstück, Packen (diesmal das Paket nach Hause), Konten
prüfen (wie viel Geld ist noch da? Weniger als erhofft, mehr als geglaubt,
alles noch im grünen Bereich), Einkäufe, Versuch, Skype zu installieren,
Versuch, eine Überweisung zu tätigen – 3 Stunden später – Versuch, mein Flugzeug nach LA noch zu erreichen. Es
reicht noch nicht einmal für eine Abschiedsumarmung, ich bin der letzte
eingecheckte Passagier, außer Atem,
Hautcreme und Insektenrepellent werden als bombenanrüchig von den
Sicherheitsorganen konfisziert, dann Nachflug nach LA, endlich: eine neue
Sicherheitsprüfung (die wievielte?) – es geht nach Fiji! Nachts um 23:45 hebt
der riesige Flieger vollbesetzt ab und entschwebt über das Meer, ein
Lichtermeer wie abgeschnitten vom Strand hinter sich lassend, Wolkenfetzen
fliegen vorbei, dann schlafe ich schon – irgendein Essen (warum eigentlich
ausgerechnet jetzt – es gab auf dem verdammten langen Flug kéin Essen – und da
war ich wach und hungrig!) weckt mich
kurz und dann – es fehlt ein ganzer Tag, der 10.10.12 wird mir auf ewig fehlen
- : Fiji! Wie klingt das? Phantasmen und Vorurteile konkurrieren in mir, aber
ich entschwebe übermüdet und glücklich auf ein Inselparadies (?). Meine letzen
Erfahrungen mit Strand, Palmen, warm dahinschwappendem Meer waren – da
unbemannt – eher trist und ziemlich langweilig. Mein erster Eindruck hier:
Morgens um kurz nach 5 (schwülheiße Nachtluft in fast totaler Finsternis
(abgesehen vom erleuchteten Flugzeug)
umflorte mich, als ich
dem Flieger entstieg nach 11stündigem Weg): Eine Viermännerkapelle, günstig
positioniert vor der Zollkontrolle, wo sich die müden Reisenden in eine
Menschenschlange einreihten und nach ihren Ausweisen kramten, jammte
locker-fröhliche Weisen vor sich hin vor einem riesigen Willkommens-Plakat mit
der Aufschrift „Bula“ – dem einen von zwei Worten, die ich nun auf Fijianisch beherrsche (das andere ist
„Vinaka“ = Danke) und dass mit entsprechen dem, dem Anlass genügendem
Enthusiasmus ausgestoßen wird, im ganzen Körper vor fast fiebriger Erwartung
dem Gast gegenüber vibrierend. Hier meine Dokumentation dieses Empfangs:
Blumen gab es auch ans Haar gesteckt (also keine
schwingenden Palmenröckchen und Blumenkränze), herrlich duftend. Später lerne
ich, dass verschiedene Stämme verschiedene Blüten sich ins Haar stecken.
Da ich erst um 2 Uhr zu meiner gebuchten Unterkunft fahren
kann, erkundige ich mich erst mal über alles Mögliche, gebe einen Teil meines
Gepäcks bei der Fundstelle auf (pro Tag3 Euro) ab, kaufe mir eine Telefonkarte,
telefoniere mit Karin W. und Muttern und versuche es bei zwei anderen – hier
nicht genannten – Damen aus dem Westerwald (jedoch vergeblich) Dann suche ich
einen Stadtplan von Nadi – da es keine Touristeninformation finde, falle ich in
die Fänge eines Touristenunternehmens in Person von Luicinda, die mir eine
Inseltour, die heute um 12:00 Uhr beginnt und eine Inselrundreise verkauft.
Also mein Hotel erst etwas später, ein paar Tage später – zwischen Insel und
Tour und zum Schluss. Die Fähre hebt ab und alles ist für mich total
unwirklich. Auf Mana ersteige ich den höchsten Berg (Sichteindruck)
und sehe zum ersten Mal einen Mangobaum – gehört ab jetzt
eindeutig zu meinen Lieblingspflanzen.
Fotos von der Insel - Sendung 1 später, da Internet bald wieder aus ist.
Am nächsten Morgen kann ich nicht schnorcheln, da absolute
Ebbe ist. Also gehe ich auf Fotosafari. Ergebnis:
FOTOS Sendung 2
Sehr beeindruckt hat mich der Besuch einer Schule am
nächsten Tag kurz vor meiner Abreise auf einer Nachbarinsel. Hier gibt es 4
Klassen, jeweils 2 Jahrgänge zuammengenommen. Hier einige Impressionen
FOTOS Sendung 3
Die Einfahrt in Nadihafen (also Hauptinsel-Festland) wird
durch Regen und Abkühlung getrübt. Heute morgen auch noch Regen. Wir gehen
trotzdem schwimmen mit unserer Tourgruppe rund um die Hauptinsel, eben weil es
auf dem Papier steht. Die Sonne kommt hervor, hervor, hervor, - und da ist er:
Der Sonnenbrand. Endlich hat er mich eingeholt! Alles brennt lichterloh und die
Wärme wird durch innere Hitze noch erhöht. Wie soll ich heute nur schlafen?
Wird schon. Bisheriges Ergebnis meines Fijitripps: Es gibt schönere und
interessantere Länder, Strände, Reefs zum Schnorcheln, teurere mitunter nur
bedingt. Aber alles ist ok so. Ich umarme Euch bis bald. Cathrin
Ich lass mir meinen Körper schwarz bepinseln, schwarz bepinseln, und fahre nach den Fidschi-Inseln, nach den Fidschi-Inseln, dort ist noch alles paradiesisch neu, ach, wie ich mich freu! Ach, wie ich mich freu! Ich trage nur ein Feigenblatt mit Muscheln, Muscheln, Muscheln...
AntwortenLöschen--- Deine Karte aus Costa Rica ist heute angekommen.Allerherzlichsten Dank! Das ist ja super! Meine erste Karte aus Costa Rica!Aber wie kommst Du denn plätzlich nach Fidschi???!!! Ich dachte, Du wolltest nach Papua?Na ja, da ggibt`s allerdings auch nicht so coole Lieder zu wie das oben abgedruckte :-) Wenn Du nichts zu tun hast, hör`s Dir mal auf YouTube an!
Heute scheint im Westerwald die Sonne. Ein Wunder!Ich habe schon gehört, dass es einen Wochen andauernden Fotoabend mit Dir geben wird ;-)
Schöne Zeit auf Fidschi! Lg Nicoletta
Liebe Nicoletta, mindestens wochenlang - kleiner Vorgeschmack auf meinem Blog (wie Du ja weißt) - Papua Neuguninea ev. nach Australien. so schauts aus. Fiji ist ein eihter Zwischenstop nach NeuSeeland, da direkt auf der Flugroute. Da ich mit Pacific Air , also dem Carrier von Fiji geflogen bin, war hier eh Station!
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