Es wird Zeit, dass ich Euch mal von den Schwierigkeiten mit
der Kommunikation erzähle. Das Hauptproblem ist, dass ich mich mit Laptop,
Kabeln, Handy usw. abschleppe, ohne sie nach Gusto nutzen zu können. So sehr
verbreitet scheint mir das Internet doch nicht zu sein, jedenfalls nicht, wenn
man nur als Durchreisender unterwegs ist. Telefonieren geht meist noch ganz
gut, wenn der Empfang auch an vielen Orten eingeschränkt ist. So konnte ich
z.B. in den Hotels entlang der Küste von Viti Levu nur direkt im Restaurant
telefonieren – 10 Meter davon entfernt blieb die Leitung tot!. Im Restaurant
selber ist es einigermaßen laut natürlich, häufig Musik, und viele Menschen sitzen
herum, so dass von Intimsphäre nicht gesprochen werden kann. Entweder schreit
man sein Anliegen in die Welt oder man wird nicht verstanden, weil die
wabernden Bässe die eigene Tonlage umhüllen. Natürlich sind die meisten
SIM-Karten auch nicht gerade billig im Verbrauch. Hier auf Fiji jedoch sind
lokale Telefonate doch tatsächlich teurer als solche nach Europa – man glaubt
es kaum. Dann allerdings – obwohl alle Funktionen mit Ausnahme des Weckers am
Handy abgestellt sind, saugt irgendetwas das Geld von meinem Speicher – in zwei
Nächten mehr als 18 Fiji-Dollar – Ärgerlich! Ich habe nicht herausbekommen, wie
es dazu gekommen ist.
Mit dem Internet klappt es auch nicht immer so gut. Heute
z.B. glaubte ich, Internetzugang zu haben (weil ich beim letzten Mal Internetanschluss
hatte – und zwar unbegrenzt und kostenlos) – aber Pustekuchen! So schreibe ich
diesen Blog auf Vorrat in der Hoffnung, dass ich ihn bald losschicken kann. Aber auch das ist
schwierig, denn die meisten Internetzugänge in Hotels und in Cafes lassen
keinen Aussenkontakt, z.B. Memory-Sticks zu, also keine Übertragungsmöglichkeit
außer über einmal gespreicherte E-Mail-Anhänge. Dann kosten die
Internetanschlüsse oft – meist so um die 4 bis 5 US-Dollar / Stunde, da habe
ich kaum einige Bilder für meinen Blog runtergeladen! Manchmal, völlig
überraschend, gibt es dann plötzlich kostenlosen Internetzugang irgendwo,
allerdings dann nicht unbeobachtet, sondern nur im einem öffentlichen und
begrenzten Raum oder an einem öffentlichen PC, den man zeitlich nur begrenzt
nutzen darf. Hier auf Fiji, aber auch in den USA und in Costa Rica war aber das
hauptsächliche Problem, dass es gar keinen Internetanschluss gab, die hotspots
waren ganz und gar begrenzt – meist auf einen Raum (genau wie das
Telefonieren). Wenn ich dann mal Internet habe, dann setze ich mich sofort hin
und mache sonst nichts anderes – das finde ich ganz schön stressig, dass ich
nie weiß, wann ich z.B. meine E-Mails lesen kann. Bei Freundespost ist das mit
der Überraschung natürlich schön, aber bisweilen hatte ich doch auch formalen
Schriftverkehr und da war es nur ärgerlich! Wenn ich so rekapituliere, dann
habe ich im Schnitt so alle 3 Tage einen vernünftigen Internetzugang gehabt –
also gesichert und über meinen Laptop zu nutzen oder eine Passwortgeschützte
Leitung, aus der man seine Mails herunterladen konnte. Natürlich nicht
regelmäßig alle 3 Tage. Wie ihr ja auf meinem Blog mitbekommen habt, habe ich
manchmal auch jeden Tag geschrieben, dann aber länger auch wieder nicht, so
hatte ich auf den Inseln nur auf Mana die Möglichkeit gegen Bezahlung den einen
verfügbaren Fest-PC zu nutzen (in den Abendstunden von 6-12 Uhr, wenn der Strom
an war.). Hoffentlich wird es in Neuseeland besser – da bin ich ja länger und
bleibe auch mal an bestimmten Orten, außerdem gibt es dort große Städte. In
diesem Sinne bis bald. Cathrin
Heute ist es 2 Tage später und ein Land weiter. Ich bin in Neuseeland angekommen, in Auckland und Kühle und Regen erwarteten mich. Allerdings auch eine nette Pension (und günstig!) mit Eisschrank- und eigenem Gefrierfach, sauberen Klos und Duschen, die mit Warmwasser funktionieren, einem netten Garten (den man im Sonnenschein gut nutzen kann, ein kleines eigenes Zimmer - in dem die Heizung funktioniert, einigermaßen ruhig und hell und ! mit funktionierendem Internet! Meine Freude war groß und deshalb bleibe ich jetzt erst einmal 2 Wochen hier und schaue mir in Ruhe Auckland und Umgebung an. Der Frühling kommt bald und ich bestaune derweil die Botanik hier, die so ganz anders ist als alles, was ich vorher gesehen habe! Inbesondere die Bäume sind äußerst ungewöhnlich für mich. Für alle, die Auckland kennen: Ich wohne in Ponsonby, einem etwas verfallenen Mittelstandgebiet mit herrlichen Holzhäusern, die, in Paselltönen und Weiß gestrichen, sich hinter ihre Terrassen kuscheln,, deren Vordach sich auf schlanke Holzbalken stützt, die durch filigrane Holzschnitereien verbunden sind. Dazwischen gemütliche Eckraume mit vorkragenden Fenstern, Holzzäune ringsherum genauso wie umlaufende Balkone und Rosenspaliere inmitten herrlich blühender Vegetation. Die Hauptstraße allerdings nicht mehr vollständig bebaut in einem einheitlichen Stil und daher - trotz poscher Restaurants - eher hässlich. Gestern war ich noch einkaufen - mt allen erdenklchen Leckereien - z.B. heute hatte ich Lachs mit Reis und gemischter Gemüseplatte aufgepeppt mit Ananas, Ingwer, Knoblauch, marrokanischer Minze - danach nur noch falul. Nach Ausschlafen, habe ich mir aus der häuslichen Bücherecke zwei Krimis herausgefischt (alternativ dazu hätte ich Martin Walser lesen können - auf Deutsch!) - Was die Leute alles so auf Reisen mitnehmen?! - Eigentlich wollte ich mir heute die Innenstadt angucken und meine weiteren Tage planen und auch die Tage danach, denn einiges muss gebucht werden, da ab Mitte Dezember Sommerferien hier sind und alles weitgehend ausgebucht sein wird, so dass Vorsorge Not tun, damit ich Weihnachten nicht auf der Straße sitze! Stattdessen habe ich nun endlich Skype installiert und mit meiner Schwester telefoniert - es funktionierte - ich bin stolz auf mich! Mit meiner Schwester habe ich eine Fotosession gemacht - ulkige Bilder sind dabei entstanden. Wer von Euch Skype hat, der kann mich jetzt anrufen bzw. sollte mir seine Nummer geben.
Mal was ganz anderes - vielleicht kann mir ja jemand helfen. Meine Mails und jetzt auch mein Blog werden immer kleiner, d.h. selbst mit Lupe kann ich nichts mehr erkennen. Jetzt schreibe ich in einen ganz schmalen Schlauch auf größt mögliche Schriftgröße, falls das noch kleiner wird, dann kann ich den Blog nicht weiterführen, denn ich weiß nicht, wie man das wieder vergrößert - schon jetzt schreibe ich häufig im Blindflug
Liebste Cathrin!
AntwortenLöschen1000000000-fachen Dank für Deine Einträge und vorallem für die Bilder. Ich/wir sind begeistert. Wie ich schon mal schrieb: ich stürze mich morgens- wenn Bademeister mich geweckt hat - und abends nach der Arbeit auf meinen i-pod und tauche in Deine Schilderungen ein. Tut gut um Abstand zum Alltag zu bekommen. Micha hat mir nochmal die Blogadresse gemailt und jetzt kann ich Dich auch auf meinem 24 Zoll- Monitor verfolgen. Ist doch etwas anderes als aufm i- pod!!! Zu uns /Krefeld: nach einem kurzen traurigem Herbstintermezzo ist hier wieder der Sommer eingekehrt. 23-25 Grad! Traumhafte Farben der Blätter, zarte Nebel über den Wiesen, bunte Sonnenaufgänge....... Einfach traumhaft! Sonntag waren wir mit Michas Eltern in Alaska und Afrika. 2Erdteile in 6,5 Std. Ha, das schaffst Du nicht! Geht in der Gelsenkirchener Zoom Erlebniswelt! Ein Zoo mal anders. Hier sieht man die Tiere in Landschaften wie sie bei ihnen zu Hause auch aussehen. Gute Sichtmöglichkeiten auch für kleine Menschen ( ich meine nicht mich alleine, sondern auch für Kinder). War ein toller Tag. Jetzt wird es langsam kühler, so um 10 Grad ab Donnerstag. Wir müssen jetzt aber auch loslegen und das Häuschen für Kaufinteressenten besichtbar zu machen. Sonntag sind die ersten 4 Termine. Puh! Ist schon ein doofes Gefühl!!! Mal sehen was wird. Paralell suchen wir für uns 3 eine angemessene Bleibe. Vorallem für Bademeister. Soviel zu uns. Ich hoffe, diesmal erreicht Dich mein Kommentar. Fühl Dich umarmt und schreibe weiter so befreit! Gruß und Kuß Dein Julius- äh- Deine Ute
Danke für den Julius!
AntwortenLöschenJa - ich kann mir vorstellen, wie merkwürdig das ist, DEIN ELTERNHAUS - da warst Du immer! Mit der HOhenzollernstraße war das nicht schlimm, weil ich ja ausgezogen war - also, das möchte ich so wie ihr jetzt nicht erleben! Ja, für Bademeister muss ein grünes Fleckchen her - das wird es doch wohl noch in Krefeld geben!Sonst zieht ihr auf die Pferderennbahn, Lattenzahl drumherum und Schreberhütte in die Mitte und die Pferde rennen eh nur ringsherum! Vielleicht könnt ihr ja auch in dem Häuschen bleiben zur MIete. Was ist aus der Offerte der Nachbarn geworden Ich melde mich nächste Woche noch einmal zu Wort - im Moment plane ich alles mögliche, da mir sonst das Geld ausgeht, wenn ich nicht etwas bewusster damit umgehe - Neuseeland ist teurer als Deutschland! Bis dann - Cathrin