Heute war ein einfach phantastischer Tag! Von Picton bin ich
gestern mit meinem neu angemieteten Auto – einem alten,
Weihnachtstannenbaumgrünen Toyota (der Vermieter hat gleichzeitig im größten
Liquorstore vor Ort gearbeitet nach dem Motto „Drink and Drive“) in den Süden,
die Ostküste ein Stück entlang, nach Kaikoura gefahren – und das hat sich
gelohnt. Zuerst einmal habe ich hier ein paar nette Leute getroffen (Matthias
aus Bankok temporär, Julia aus einem kleinen niederbayerischen Dorf und Marina
aus einem Ort zwischen Würzburg und Regensburg, die nun bald ihr Referendariat
an der Primarschule beginnen wird (und außerdem bald heiratet – mit 25 Jahren
kommt sie sich hier schon alt vor). Gestern Abend haben wir Plätzchen gebacken
– na ja, Julias Gedachtnis war nicht hervorragend und wir haben auch nicht so
gut aufgepasst, so dass uns die Schokoplätzchen etwas angebrannt sind und
anstatt der Nusskrümel haben wir Brotpaniermehl gekauft – es war lecker-
heimelig (zusammen mit den Weihnachtsliedern, die leise aus dem Radio tönten).
Aber hier in Kaikoura gibt es auch noch eine Menge „exotische“ Tiere. Ich hatte
mir im Vornherein ein Ticket bei den Whale Watschers geleistet und das hieß:
dreieinhalb Stunden Pottwal suchen, finden, aufnehmen, bestaunen – 3 Wale habe ich
sehen können, einen etwas länger (nach ca. 2 Stunden Tauchen, müssen sie für
ca. 5 Minuten Luft holen, dann sieht man sie), zwei zeigten sich nur kurz (oder
besser gesagt, das Schiffchen kam später), aber die Schwanzflosse habe ich noch
gesehen. Die Wale kann man hier bewundern, weil direkt neben dem Schelf der
Kaikoura-Graben 1600 Meter in die Tiefe abstürzt – und das in unmittelbarer
Landnähe (ca. 1 km). Damit gehört Kaikoura zu den wenigen Orten weltweit, wo
man diese Giganten so einfach und unkompliziert bewundern kann. Dann kamen Delphine geschwommen und ein majesäetisch
fliegender Albatros kreuzte die Bahn unseres Bootes. Die Masse eines solchen
Wals kann man sich kaum vorstellen, man sieht auch nur etwa ein Zwanzigstel
oder so, aber ich habe einfach meiine Kamera drauf gehalten und gefilmt und war
einfach happy. Die anderen waren derweil beim Dolphin Encounter, d.h. sie
schwammen mit den Delphinen und sind immer noch völlig erledigt, aber
enthusiasmiert. Nach dem Whale Watch bin ich an der Küste spazieren gegangen
und neben Möwenkolonien und brütenden Austernfischern, Tauschenden von Muscheln
und Muscheln gab es dort SEELÖWEN! Als ich mich fotografieren lassen wollte mit
einem, da wollte der mich beißen, ich bin dann seitlich weggerutscht und habe mich
in Sicherheit gebracht. Die sehen also nur so harmlos und süß aus (das aber
wirklich – sie sind so schnuckelig!) – also, es war ein solch phantastischer
Tag!!!!
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