Hier noch einige Nachträge:
1) Wer sich bei meiner statistischen Parodie gewundert hat, wo all die jungen Leute und insbesondere Deutschen mit dem Work and Travel Visa geblieben sind, denen ich ständig in den Hostels begegne und die ja meist in Kleingruppen gleichgeschlechtlicher Art auftauchen, der sei belehrt, dass diese eben deshalb nicht zu dem Shelter reisen, weil es keinen Zugang mit öffentlichen Verkehrsmitteln gibt. Hier in Neuseeland verleihen die meisten Autovermieter ihr Gut nämlich zumeist erst an Menschen ab dem Alter 25 , so dass sich hier ein reges Busgeschäft mit Eventcharakter entwickelt hat: Es gibt 4 solche Reiseunternehmungen, die einen Streckenpass (i.d.R. für ein Jahr gültig) verkaufen. Altersgemäße, d.h. adrenalinhebende und körperkraftbetonende Unternehmungen sind dabei inclusive im Angebot. Da ich über beides nicht mehr verfüge und auch eine gewisse Privatsphäre schätze und deshalb das Automieten bevorzugt habe, treffe ich die Mehrheit der Deutschreisenden also nur abends im Hostel (einziger tatsächlicher Kontaktpunkt bisher: Kartenspielen!) Alleinreisende Frauen (und Männer) trifft man sehr selten, insbesondere Menschen älter als 25 Jahre. Letztere treten tatsächlich zumeist paarweise (Gemischtgeschlechtlich) auf.
2) Meine Deutung des marae war leider nicht ganz korrekt. Für alle, die es genau wissen wollen: Das Marae ist der Versammlungsplatz VOR dem Versammlungshaus, das tatsächlich whare nui heißt (ausgesprochen Faare nui). Die Aussprache des Maori ist für die native Englishspeaker ziemlich schwer, da sie - wir Deutschen können uns freuen - i.d.R. wie im Deutschen ist, also Aussprache wie geschrieben! Einige wenige Ausnahmen z.B. wh = F
Hier nun ein Leckerbissen für die Englisch-Gang: Übersetzt doch einmal den folgenden Text, der in KIWI-Englisch geschrieben ist (Übersetzung folgt dann irgendwann einml :-)
Last Sunday we took the old bomb up into the wop-wops to a plae where my parents used to have a bach. I had forgotten the way, and we did a bit of a tiki tour because a cockie put us crook. But then we asked another joker whose directions were spot on and once we found the right road, we had it sussed. By the time we thought of going home it had got a bit late, so we had to rattle our dags. We did not feel like cooking dinner so we took home some shark and greasies and had them with a couple of stubbies.
Kleine Anmerkung: Das Lästern der Australier bzgl. Fush and Schubs war ganz vergeblich, denn im KIWI-Slang wird diese englische Expression überhaupt nicht benutzt.
Ein weiteres schönes Wort, was ich im KIWI-Englisch gefunden habe, ist SNARLER (Aushang in einer Metzgerei. Mit diesem Wort wurde ein Würstchen betitelt - es sah nicht lecker aus). Ausserdem habe ich noch ein schönes Maoriwort gefunden, dass einen doch so richtig zum Phantasieren und Träumen anregen kann. Ich weiß auch nicht, was es bedeutet (ein stream, also ein Bächlein und die dazugehörige Brücke, äh Steeg, waren so benannt, aber es hat 100 Prozent irgendeine Bedeutung - egal, macht euch selbst einen Reim darauf) MOKOKUMOKU.
Schluss für heute, obwohl es noch so viel zu sagen gäbe. Ich war übrigens noch einmal an einem geothermischen Hotspot und habe endlich meinen - wenn auch nicht gerade berauschenden - Gysir gesehen! Schlammlöcher gabs keine dort, dafür aber Superminaralienformationen - und färbungen und die größte heiße Quelle der Welt - ein riesiger See oder besser gesagt, eine riesige Caldera mal wieder (hier ist eben alles Vulkan) - und eine Bootsfahrt zu einem neuerlichen Ausbruh (1886) eines Vulkans namens Tanawera, der einige Dörfer unter 20 Meter Matsch zugrub, habe ich auch unternommen (und mir die archäologischen Ausgrabungen angeguckt). Es gab noch 3 weitere Gebiete zu besichtigen (jedes Mal Eintritt zwischen 30 und 120 NZD), aber ich will ja auch noch etwas anschauen - Manchmal habe ich immer noch das Gefühl, ich habe zu wenig Zeit für all das, was man ngucken könnte und was ich auch gerne sehen würde. Aber ehrlich gesagt, lässt dieses Gefühl, etwas verpasst zu haben, doch ziemlich nach - es ist manchmal, aber nur manchmal noch als Hauch spürbar, aber immer seltener. Einige Sachen würde ich trotzdem gerne machen, aber sie liegen entweder nicht mehr am Weg oder sind eindeutig zu teuer für mein Budget. Der Besuch auf White Island, einem lebendigen Vulkan vorgelagert der Küste kostet immerhin zwischen 350 und 850 NZDoller, je nachdem, ob mit Boot oder mit Helikopter! Das ist einfach zu viel Geld für wenige Stunden. Man muss auswählen - und hier gibt es einfach sonst so viel superlandschaft. Aber einige Sachen zur Weihnachtszeit und im Januar habe ich mir jetzt mal geleistet - ich berichte euch dann beizeiten
Vielleicht mache ich heute noch eine Kajaktour, aber das Wetter sieht nicht günstig aus. In jedem Fall campe ich heute nacht im Norden von Coromandel auf einem DOC-Campingpaltz - immer sehr schöne Landschaft! Ich freue mich d´rauf. Bis bald
Oh mein Gott! Höre ich da Langweile oder Übersättigung??!! Das will ich ja wohl nicht hoffen! Vor mir liegen ARbeiten, die ich nicht lesen will, und Du hast LUXUSPROBLEME. Kriech auf den nächsten Vulkan - HOPP! Von wegen nichts verpasst, vielleicht brauchst Du nur mal wieder ein neues Land? So richtig kuschelig waren die Vögel übrigens nicht...wie wär`s mit Orangs auf Borneo? Falls Du hinfährst, besuch meinen Adoptionsaffen, ja?
AntwortenLöschenBis eben war Jörg M bei mir aufn Adventskaffee, war nett, auch wenn Herr Stylish in meiner Teddy-Wohnung etwas deplatziert wirkte:-) , aber ich glaub, er fand`s auch nett.
Die Wurst will ich übrigens nicht als Souvenir bekommen, ja? Die hört sich schon pervers an. Ich konnte den Text übrigens nicht ganz übersetzen. Was ist der "bach"?
Wie ist das Englisch überhaupt sò? KOmmt man gut zurecht? Hört man sich rein?
Ich hasse campen, aber ehrlich, ich find das so cool, dass Du das machst und auch so kannst. Meine erste und einzige Campingerfahrung war eine eiskalte Nacht im Osten, wo ich mich auch noch im dunklen Wald verlaufen habe, als ich vom Klo kam. Nie wieder Camping! Außer in Afrika mit so richtigen Zelten!
In der Schule gibt es gerade wieder Weiohnachtskuchen usw. Karins Klasse hat meinen Zuckerspiegel heute in galaktische Höhen getrieben mit selbstgemachten Cocktails. Die waren sogar für mich süß! Dafür war das Sandwich danach nicht getoastet ;-) Kulinarisch also alles ein Genuss ...
Lg Nico
Ein Bach ist ein Wochenendhaeuschen - kann man sich hier bisweilen auch mieten (kostenmaessig guenstig, wenn man mindestens zu viert ist (so aehnlich wie bei uns die Daenemarkhaeuser ueber Weihnachten))Das Englisch hier klingt gut, ist aber ziemlich schwer zu verstehen, da in Tieflagen mit Liason genuschelt, sehr weiche Aussprache. Ich kriege nur die Haelfte mit obwohl ich eigentlich ziemlich gut Englisch unter Normalbedingungen spreche und verstehe. Aber wie gesagt, klingt sympatisch, nicht so hysterisch wie bei den Englaendern.
AntwortenLöschenLiebe Nicoletta, was ist jetzt mit dem roemischen Bad?
Wie waers: Herr STylisch als Teddy verkleidet / das (!) Hemd gibt es bestimmt!
Das Campen war uebrigens wieder einfach traumhaft / drei andere Camper standen noch irgendwie in der Gegend herum, ansonsten das Meer, das Sternenmeer, die Berge, einige hungrige Enten und ich / phantastisch - und bequem geschlafen habe ich in meinem Minivan auch / war lauschig. Cathrin