Es ist ja nun mal so, dass hier sehr viele Deutsche sind.
Sollte man Deutsch als Lengua reisensis in Neuseeland einführen oder kann doch
das Monopol der englischen Sprache (na ja?) erhalten bleiben. Handelt es sich
nur um ein Vorurteil oder ist doch etwas Wahres daran. Auf die schiere Empirie
wollte ich mich nicht verlassen und so führte ich eine kleine Studie durch –
auch wenn es sich um eine nicht repräsentative Zufallswahl handelt, so kann man
doch einige Tendenzen erkennen, so meine ich. Auf einem Spaziergang durch den
herrlichsten Urwald, den man sich vorstellen kann (ohne allzu große
Luftfeuchtigkeit und Hitzeschlag), also im Urewera Nationalpark, führte mich
mein Weg (oder besser, der vorgefertigte Weg der Nationalparksverwaltung) auch
zum zweitgrößten See in diesem Gebiet, zum Waikareiti. Entstanden durch einen
Erdrutsch und 300 Meter höher liegend als der Hauptsee (Waikaremoana) ist er
gut erschlossen für mehrere unterschiedliche Tagestouren, stellt aber auch
einen Teilabschnitt der Mehrtageswanderung dar. An einer Zentralstelle befindet
sich ein Shelter, hier einige Fotos, das Aussehen und Lage der Tagesunterkunft
(Übernachten kann man dort nicht) dokumentiert. Ich war dort als wahrscheinlich
letzter Tagesgast am 2. Dezember 2012, einem stürmischen, zum Regen
tendierenden Tag – allerdings regnete es sich erst in der Nacht ein.
Die Hütte wurde am 9 März diesen Jahres eröffnet und führt
seitdem ein Gästebuch, aus dem ich die folgenden Daten entnommen habe. Seit dem
März besuchten 895 Gäste die Hütte, davon
·
März 96
Gäste (hochgerechnet 134)
·
April 145
·
Mai 148
·
Juni 78
·
Juli 69
·
Aug. 56
·
Sept. 53
·
Okt. 124
·
Nov. 198
·
Dez. 18
Durchschnitt 111,6 Personen im vollen Monat oder knapp 4
Personen am Tag.
Im Monat November (Beginn der Hauptsaison) besuchten
Menschen folgender Nationalitäten die Hütte
·
Neuseeland (108)
·
Deutschland (31),
·
Großbritanien (incl. 3xWales, 1xSchottland,
1xNord-Irland) (10) ,
·
Australien, Frankreich (9),
·
Finnland (8),
·
Schweiz (6),
·
Dänemark, Niederlande, Tschechien (4),
·
USA (incl. 1xHawai) (3),
·
Canada, Österreich (1)
Hier sieht man, dass die Deutschen bei Weitem das Feld der
ausländischen Besucher dominieren – jedoch mehr als dreimal so viele
Neuseeländer reisten an – natürlich auch und besonders in der Nebensaison, aber
auch da waren viele Deutsche dort, denn dann ist in Deutschland Ferienzeit
Interessant dürfte noch sein, wie sich die
Reisegruppenstärke darstellt. Insbesondere die Deutschen interessierten mich
hierbei und da bestätigte sich mein Eindruck, hier auf weiter Flur nur Paaren
zu begegnen in der Tat (zumindest, was meine Landsleute betrifft)
Die Anzahl der Mitreisenden sah im November folgendermaßen
aus:
Reisende im November 12
Einzelreisende
40
Paare
9
Dreiergruppen
5
Vierergruppen
2
x 5er - , 1 x 6er-, 1 x 12er-, 1 x 26ergruppe(n),
+ mehrere
Schulklassen einer Ohuka School ohne Spezifizierung
Bei den Deutschen war die Reisegruppengröße anders:
15 Frauen, 16 Männer (darunter 2 Kinder), aufgeteilt in
Reisegruppengröße: 1 Einzelreisender, 11 Paare, 2 Dreikopffamilien + 2
internationale Paare (jeweils mit einem dt. Partner, der andere Partner kam aus
NZ bzw. aus Wales). Dabei ist die Herkunft sich auch von Interesse, die
Verteilung ist querbeet von Nord nach Süd, von Ost nach West und auch Groß-
Mittel und Kleinstädte, ggf. Dörfer sind darunter: Berlin, Darmstadt, Dorfen,
Friedrichshafen, Hannover, Kassel, Konstanz, Lilienthal, Neuhaus-Schl.,
Niederissigheim, Wuppertal, 2 aus D.generell
Zum Schluss, mehr aus persönlichem Interesse: Wer waren die
Einzelreisenden? Hier die Auflistung:
Einzelreisende (12) jeweils aus:Neuseeland (3), Australien
(2), Deutschland (ein Florian aus Kassel), Frankreich, Großbritannien,
Niederlande, Österreich, Schweiz, USA (Honululu) (je 1)
Soweit also das Thema Statistik, Empirie und persönliches
Empfinden.
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